Das große Versagen
Waren zwanzig Jahre Bundeswehreinsatz vergeblich? Der Militärhistoriker Sönke Neitzel beschreibt das Scheitern der deutschen Afghanistan-Politik. Er hat kritische Fragen an Merkel und Steinmeier. Ein Interview.
Waren zwanzig Jahre Bundeswehreinsatz vergeblich? Der Militärhistoriker Sönke Neitzel beschreibt das Scheitern der deutschen Afghanistan-Politik. Er hat kritische Fragen an Merkel und Steinmeier. Ein Interview.
Möglicherweise wird die Evakuierungsmission am Kabuler Flughafen durch verdeckte Taliban-Kräfte hintertrieben. Selbst mit deutschen Papieren ist es offenbar extrem schwierig geworden, Einlass zu bekommen.
Am Samstagmorgen sind zwei Hubschrauber der Bundeswehr in Kabul angekommen. Die Maschinen vom Typ Airbus H145M sollen Deutsche und Ortskräfte sicher zum Flughafen der afghanischen Hauptstadt bringen.
Am Jahrestag des Anschlags auf Alexej Nawalnyj reist Merkel zu Gesprächen mit Putin. Afghanistan ist Thema bei den Nato-Außenministern. Und Berlin ist bald um ein neues altes Museum reicher. Was heute sonst wichtig wird, steht im F.A.Z. Frühdenker.
So viele Menschen wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich: Das ist die Devise der Flüge, mit denen Schutzsuchende aus Afghanistan herausgebracht werden sollen. Seit der Machtübernahme der Taliban wurden 18.000 Menschen ausgeflogen.
So viele Menschen wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich: Das ist die Devise der Flüge, mit denen Schutzsuchende aus Afghanistan herausgebracht werden sollen. Seit der Machtübernahme der Taliban wurden 18.000 Menschen ausgeflogen.
Deutschland sei mit Hochdruck dabei, Menschen aus Afghanistan zurückzuholen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag.
Alishan M. war Helfer der deutschen Bundeswehr, jetzt sitzt er in einem Gästehaus in Kabul fest und wartet auf die Rettung. Er hat Angst vor den Taliban – und fühlt sich von den deutschen Behörden alleingelassen.
In Afghanistan spitzt sich die Lage zu: Wie lange kann die Luftbrücke aufrecht erhalten werden? Russland feiert sich selbst und erwartet die Bundeskanzlerin. Und im Bundestagswahlkampf frohlockt die SPD.
Noch zwei Wochen lang will die Bundeswehr versuchen, Menschen aus Kabul auszufliegen. Ob das klappt, ist aus verschiedenen Gründen offen.
Die Bundeswehr habe zusammen mit ihren internationalen Partnern eine funktionierende Luftbrücke aus Kabul aufgebaut, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Nach den ersten Evakuierungen aus Kabul übernimmt die Lufthansa den Weitertransport der Geflüchteten nach Deutschland. In der Nacht zu Mittwoch ist eine erste Maschine in Frankfurt gelandet.
Zurück in Sicherheit: In Frankfurt am Main sind die ersten Menschen angekommen, die von der Bundeswehr aus Afghanistan ausgeflogen wurden. Derweil spitzt sich die Lage am Flughafen in Kabul zu.
Die Ersten kommen über die Luftbrücke von Afghanistan nach Frankfurt. Womöglich kommt bald ein Tor vor den Hof der Naxoshalle. Und es gibt Entwarnung: Keine Hygienemängel bei Wilhelm Brandenburg. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Die Luftwaffe hat eine weitere Maschine in Kabul landen können. Dieses Mal wurden mehr als 120 Menschen nach Usbekistan gerettet. „Die Luftbrücke ist angelaufen“, twittert Außenminister Maas.
Die Bundeswehr hat bei ihrem zweiten Evakuierungsflug mehr als 125 Menschen aus Kabul gebracht. Laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) waren an Bord der Maschine sowohl deutsche wie auch afghanische Staatsbürgerinnen und -bürger und Menschen aus anderen Ländern.
Reinhard Erös hat mit seiner Hilfsorganisation in Afghanistan Schulen und medizinische Einrichtungen errichtet. Im Interview schildert er seine Einschätzung der Lage.
Die Rettungsmaschine der Luftwaffe konnte erst nach stundenlangem Kreisen landen, nahm aber nur sieben Menschen an Bord. Unterdessen drängten sich offenbar mehr als 600 Afghanen in ein US-Flugzeug.
Der Westen versucht, weitere Menschen aus Afghanistan zu retten; die EU-Außenminister kommen zur Krisensitzung zusammen. Dortmund empfängt Bayern im Supercup. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Newsletter.
Deutsche Entwicklungsorganisationen und Unternehmen brauchten die Ortskräfte. Nun werden sie von den Taliban bedroht. Zeit zur Vorbereitung hatten die Organisationen nicht.
Verstörende, unmenschliche Szenen: Die Taliban haben Kabul schneller erreicht als erwartet, es gab bei den verzweifelten Rettungsversuchen mehrere Tote am Flughafen. Afghanische Ortshelfer der Bundeswehr haben nur noch wenig Hoffnung auf Evakuierung.
Die Bundeswehr will das deutsche Botschaftspersonal und möglichst viele afghanische Ortskräfte aus Kabul herausschaffen. Doch am Flughafen herrscht Chaos – die USA setzen vorerst alle Evakuierungs-Flüge aus.
Die Bundeswehr will die verbleibenden Deutschen aus Afghanistan holen. Der Bundestagswahlkampf nimmt Fahrt auf. Und Deutschland droht seine Klimaziele zu verfehlen. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die deutsche Botschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul ist am Sonntag geschlossen worden. Laut Vizekanzler Olaf Scholz läuft die Evakuierung an. Am Montag sollen deutsche Staatsbürger und einheimische Ortskräfte über Usbekistan ausgeflogen werden.
Einst saß er in Hamburg im Jugendknast, später riskierte er für deutsche Soldaten in Afghanistan seinen Kopf. Nun droht einem Bundeswehr-Dolmetscher in Kabul der Tod.
Die Anspannung in der afghanischen Hauptstadt nimmt nicht ab. Nachdem die Taliban Kabul erreicht haben, soll nun eine friedliche Machtübergabe eingeleitet werden. Deutschland bereitet sich derweil auf die Abholung von Staatsangehörigen vor.
Das afghanische Innenministerium meldet den Beginn der Taliban-Offensive auf die afghanische Hauptstadt Kabul: Die Islamisten rückten von allen Seiten in die Stadt ein. Deutsche und Amerikaner beginnen mit der Evakuierung ihrer Botschaften.
Es sei angesichts des Vorrückens der Taliban auf Kabul und der absehbaren Rückkehr der Bundeswehr nach Afghanistan nicht der Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen, sagt Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer.
Seit Mai steht der Soldat Franco A. wegen Terrorverdachts vor dem Frankfurter Oberlandesgericht. Dass er Anschläge verüben wollte, bestreitet er. Doch die Richter haben viele Fragen.
Nach der Flut laufen die ersten Kläranlagen wieder. Trotzdem fließt noch immer ungefiltertes Abwasser in die Ahr. Wie gesundheitsgefährdend ist das?
In Afghanistan haben die Taliban mittlerweile acht Provinzhauptstädte eingenommen. Nach Ansicht von US-Präsident Biden muss die politische Führung in Kabul an einem Strang ziehen, um die militanten Islamisten zu besiegen.
Ein Gesandter des amerikanischen Außenministeriums reist nach Qatar. Er soll die Taliban zu einer politischen Lösung bewegen. Die setzen ihren Eroberungszug derweil fort.
Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten beraten wieder. Der Hilfsfonds für die Betroffenen des Hochwassers wird beschlossen. Und der Weltklimarat warnt vor Kontrollverlust. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.