Ponta akzeptiert Forderungen der EU
In einem Brief an José Manuel Barroso hat Rumäniens Ministerpräsident Ponta versichert, alle elf Forderungen der EU-Kommission aus der vergangenen Woche zu befolgen.
In einem Brief an José Manuel Barroso hat Rumäniens Ministerpräsident Ponta versichert, alle elf Forderungen der EU-Kommission aus der vergangenen Woche zu befolgen.
Der Softwarekonzern hat schon wieder Ärger mit der EU-Kommission: Die Wettbewerbshüter in Brüssel werfen Microsoft vor, Windows-Nutzern keine alternativen Browser mehr anzuzeigen - und damit gegen Auflagen zu verstoßen. Microsoft spricht von einem „technischen Fehler“.
So konkret hat das bislang kein Chef eines Dax-Konzerns ausgedrückt: Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard fordert die Zerschlagung systemrelevanter Großbanken. Dass solche Banken auf jeden Fall gerettet werden müssten, sei „ein Konstruktionsfehler des Systems“.
Rumäniens Regierung will die Justiz wieder unter Kontrolle bekommen, die es gewagt hat, gegen korrupte Politiker vorzugehen. Aber die Europäische Union stört.
Bulgariens Regierung hofft im Kampf gegen die Korruption auf ein positives Urteil aus Brüssel. Ministerpräsident Borissow will die Forderungen der EU erfüllen. Im Gegensatz zu Rumänien.
In der ENBW-Affäre wird schonungslos offengelegt, dass die baden-württembergische CDU aus zwei verfeindeten Clans besteht. Auch der Misserfolg nach der Mappus-Ära ändert daran wenig.
Auf einmal will Ponta keine Zusagen mehr gemacht haben: Der rumänische Ministerpräsident hat den EU-Forderungskatalog zur Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit lediglich als „Liste von Fragen“ bezeichnet.
Die Führung der EU hat den rumänischen Ministerpräsidenten Ponta in Brüssel abermals aufgefordert, sich an demokratische Spielregeln zu halten. Ponta versicherte, er werde sich der Kritik beugen.
Spanien will mit harten Reformen sein Wachstumsmodell ändern, kündigt der Wirtschaftsminister im Interview mit der F.A.Z. an. Und verspricht: Alle Hilfen werden zurückgezahlt.
Bisher hat Italiens Ministerpräsident Mario Monti auch das Finanzministerium geleitet. Das ändert sich jetzt. Der neue Finanzminister steht für einen Sparkurs.
Als sich die Bundeskanzlerin am Morgen des Brüsseler EU-Gipfels Ende Juni schlafen legte, glaubte sie, ein gutes Ergebnis ausgehandelt zu haben. Doch als sie aufwachte, sah sie wie die Verliererin des Treffens aus - und war es doch nicht.
Die Europäische Kommission will die geplante Regionalbeihilfe für den Autobauer Porsche in Sachsen eingehend prüfen. Porsche will seinen neuen Geländewagen Macan in Leipzig produzieren.
Die spanische Regierung will mit Reformen und Steuererhöhungen bis 2015 insgesamt 65 Milliarden Euro einsparen. Es gehe um die Zukunft des Landes, sagte Ministerpräsident Rajoy im Parlament.
„Einige deutsche Politiker“ stellten „die Profitinteressen von Werbeunternehmen vor das Grundrecht der Bürger auf Datenschutz“, rügt EU-Justizkommissarin Viviane Reding die vom Bundestag geplanten Änderungen beim Meldegesetz. CSU-Chef Seehofer spricht von einem „dicken Fehler“.
Spanien bekommt bis 2014 und damit ein Jahr länger Zeit, seine Neuverschuldung zu senken - die Banken des Landes erhalten 30 Milliarden Euro Soforthilfe. Das haben die EU-Finanzminister beschlossen. Der Luxemburger Jean-Claude Juncker bleibt vorerst Vorsitzender der Eurogruppe.
Die Finanzminister der Eurozone haben den luxemburgischen Notenbankchef Mersch als EZB-Direktoriumsmitglied nominiert. Offenbar bleibt Jean-Claude Juncker Eurogruppen-Vorsitzender. EZB-Präsident Draghi erwartet derweil, dass die EZB beim Aufbau einer Bankenaufsicht von „Synergieeffekten“ profitiert.
Griechenlands Regierungskoalition unter Ministerpräsident Antonis Samaras hat ein Vertrauensvotum im Parlament gewonnen. Damit kommt Finanzminister Stournaras gestärkt zum Treffen an diesem Montag in Brüssel mit seinen Amtskollegen aus der Euro-Gruppe. Es geht um mögliche Lockerungen der Sparauflagen.
Aus Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltkonjunktur haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt bedeckt gehalten. Der Dax pendelte um seinen Freitagsschluss von 6410 Punkten.
Die Briten fühlen sich schon längst nicht mehr als Mitglied der Europäischen Union. Und ihre Regierung befördert das noch. Auch sie sendet das Signal aus: Nicht mit uns.
In Rumänien ist das Parlament am Freitagnachmittag zusammengetreten, um über die Amtsenthebung des bürgerlichen Staatspräsidenten Traian Basescu abzustimmen. Die EU-Kommission äußerte Sorge über die Entwicklung in Rumänien.
Bevor am Abend das rumänische Parlament über die Amtsenthebung von Präsident Basescu abstimmen soll, hat EU-Kommissionspräsident Barroso mit Ministerpräsident Ponta gesprochen. Barroso habe seine Besorgnis über die Vorgänge zum Ausdruck gebracht, teilte die Kommission mit.
Bundeskanzlerin Merkel hat die Kritik von 172 Ökonomen an den jüngsten EU-Beschlüssen zurückgewiesen. Wirtschaftsminister Rösler sagte, die Kritik an einer Bankenunion beziehe sich auf etwas, „das es noch gar nicht gibt“. Die Ökonomen hatten gewarnt, die Beschlüsse würden nur den Gläubigern der Krisenbanken helfen.
Bei ihrem Treffen in Rom haben Bundeskanzlerin Merkel und Italiens Ministerpräsident Monti bekräftigt, die Schwierigkeiten in der EU gemeinsam zu bekämpfen. Italien habe dafür schon viel getan, sagte Merkel.
Der oberste spanische Gerichtshof will ein Verfahren gegen den ehemaligen Chef des verstaatlichten spanischen Sparkassenkonzerns Bankia, Rodrigo Rato, einleiten. Gegen mehr als 30 Manager wird ermittelt.
Nach dem Gipfeltreffen in Brüssel will Mario Monti die Wogen glätten. Vor der Ankunft von Kanzlerin Angela Merkel in Rom verteidigt sich Italiens Ministerpräsident und fordert eine teilweise Vergemeinschaftung der Schulden in Europa.
Vor dem deutsch-italienischen Regierungstreffen bestreitet Italiens Ministerpräsident Differenzen mit Deutschland. Italien sei stets für mehr Wachstum eingetreten, aber nicht „auf Kosten der Haushaltsdisziplin“, sagte er im Gespräch mit der F.A.Z.
Plastiktüten, Biodiesel, Zigaretten, selbst Straßen bieten Betrügern die Möglichkeit, sich beim EU-Haushalt zu bedienen. Für den Straßenbau in Süditalien wollten Betrüger gar die Rekordsumme von knapp 400 Millionen Euro abzweigen.
Der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault hat in seiner Regierungserklärung ein auf fünf Jahre angelegtes Sparprogramm angekündigt. „Ich rufe zu einer nationalen Anstrengung auf. Aber ich lehne Austerität ab“, sagte er vor der Nationalversammlung.
An diesem Sonntag jährt sich das Flugzeugunglück von Überlingen zum zehnten Mal. Die Gemeinde am Bodensee vergisst das Unglück nicht - die Überwachung des Luftraums bereitet jedoch nach wie vor Schwierigkeiten.
Eigentlich, finden die deutschen Abgeordneten, hat Angela Merkel in Brüssel alles falsch gemacht. Aber zugleich ist es irgendwie auch alles richtig gewesen. Es ist einfach sehr kompliziert.
Das war ja wohl nichts am Donnerstag, weder im Fußball noch in Brüssel. Gegen Italiens Marios hat Deutschland noch kein Mittel gefunden.
Nach dem Brüsseler Gipfel sieht sich jeder in der Rolle des Gewinners. Frankreichs Präsident Hollande kann sogar erklären, warum dies nur auf den ersten Blick ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Die Bundesregierung hatte sich für den Standort München eingesetzt – doch vergeblich. Jetzt kommt das Gericht nach Paris. München und London müssen sich mit Außenstellen zufriedengeben.
Der Bundestag hat dem europäischen Fiskalpakt und dem dauerhaften Rettungsschirm ESM zugestimmt. Bei den namentlichen Abstimmungen kamen jeweils Zweidrittelmehrheiten zustande. In ihrer Regierungserklärung hatte Kanzlerin Merkel zuvor eindringlich für die beiden Instrumente geworben.
Nächtliche Krisensitzung in Brüssel: Unter dem Druck von Italien und Spanien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Zugeständnisse beim Einsatz der Euro-Rettungsfonds gemacht. Die Euroländer wollen Spanien mit direkter Bankenhilfe aus der Schuldenfalle ziehen. Auch Italien hofft auf Hilfen - ohne Auflagen.
Der deutsche Aktienmarkt reagiert mit starken Kursgewinnen auf die Einigung auf dem EU-Gipfel über weitere Finanzhilfen an Euro-Krisenländer. Der DAX stieg zu Handelsstart am Freitag um 2,5 Prozent auf 6305 Punkte.