Straßenblockaden am Tag der Entscheidung
Kurz vor der geplanten Abstimmung über den ersten Teil der Justizreform blockieren Demonstranten das Parlament. Die fieberhafte Suche nach einem Kompromiss geht weiter.
Kurz vor der geplanten Abstimmung über den ersten Teil der Justizreform blockieren Demonstranten das Parlament. Die fieberhafte Suche nach einem Kompromiss geht weiter.
Der israelische Präsident Herzog sucht Ministerpräsident Netanjahu am Sonntagabend im Krankenhaus auf. Er dringt auf eine Einigung im Streit über die Justizreform. Gegner und Befürworter gehen auf die Straße.
Der Jurist Aharon Barak hat das System richterlicher Kontrolle aufgebaut, das Israels Regierung nun demontieren will. Für die Anhänger der Justizreform ist er eine Hassfigur. Ein Porträt.
Vor der geplanten Verabschiedung des ersten Teils der Justizreform nimmt der Widerstand zu. Unterdessen gibt es Besorgnis über Netanjahus Gesundheitszustand.
Am Sonntag berät das israelische Parlament über die Justizreform, in der Nähe campieren Demonstranten. In der Nacht meldete sich Netanjahu zu Wort: Der Ministerpräsident musste operiert werden.
Die reflexhafte Empörung über angeblich judenfeindliche Vorfälle sei kontraproduktiv, sagt Meron Mendel. Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank kritisiert die Politik: Dort herrsche eine Dynamik des Übereifers.
In wenigen Tagen will Israels Regierung ein Kernelement zur Schwächung der Justiz verabschieden. Mehr als 1000 Reservisten der Luftwaffe drohen nun mit Dienstverweigerung und rufen damit den Verteidigungsminister auf den Plan.
In einer Ansprache an die Nation sagte Israels Ministerpräsident Netanjahu, die Justizreform werde „die Demokratie stärken“. Unterdessen halten die Proteste an. Druck kommt nun auch aus dem Militär.
In Washington hebt der israelische Präsident die tiefe Verbundenheit mit den USA hervor. Doch Itzchak Herzog warnt auch vor Antisemitismus: Kritik dürfe „nicht so weit gehen, dass das Existenzrecht des Staates Israel negiert wird.“
Amerika steht „fest“ an der Seite Israels, sagt US-Präsident Biden – trotz der jüngsten Spannungen um die Justizreform. Beim Besuch im Weißen Haus verspricht Israels Präsident Herzog, nach einem Ausweg aus der Krise zu suchen.
Israel folgt dem Beispiel von Donald Trump und erkennt den Anspruch Marokkos auf die Westsahara an. Das widerspricht dem Standpunkt von UN und EU.
Die Abstimmung über eines der Gesetze der umstrittenen Justizreform in Israel rückt näher. Auch der Protest nimmt zu und setzt auf kreative Methoden. Israelische Reservisten drohen mit Dienstverweigerung.
In einem Brief habe Netanjahu den marokkanischen König darüber informiert. Israel werde seine Entscheidung auch der UN übermitteln und plant die Eröffnung eines Konsulats. Seit Jahren nähern sich beide Staaten an.
In einer Woche möchte die israelische Regierung ihre umstrittene Justizreform verabschieden. Hunderte Reservisten und Ärzte drohen nun damit, ihre Arbeit niederzulegen, sollte das Gesetz verabschiedet werden.
In Stockholm dürfen nach dem Koran auch eine Bibel und die Thora verbrannt werden. Prompt kommt Kritik aus Israel.
Bis in die Nacht protestieren Bürger in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem gegen die Regierung. Mehrere Menschen wurden verletzt und fast 80 vorübergehend festgenommen.
Die Protestbewegung organisiert massive Störaktionen, nachdem die Knesset die Justizreform vorangetrieben hat. Ein Minister nennt die Demonstrationen „Terrorismus“.
Die Knesset stimmt in erster Lesung einem Gesetzentwurf zu, der die Möglichkeiten des obersten Gerichts einschränken soll. Kritiker sehen darin einen Angriff auf den Rechtsstaat – und protestieren einmal mehr.
In Israel gehen wieder Tausende gegen die Justizreform auf die Straße. Zuvor war der Polizeichef Tel Avivs zurückgetreten – weil er der Forderung nach einem härteren Vorgehen nicht nachkommen wollte.
Israel beendet die Militäroperation im Westjordanland, die als eine der größten seit Jahrzehnten gilt. Unterdessen reagiert die Luftwaffe auf palästinensische Angriffe aus dem Gazastreifen.
In der Nacht hat die israelische Armee ihre Militäroperation im Westjordanland fortgesetzt. Laut palästinensischen Angaben soll sie die Evakuierung des Flüchtlingslagers von Dschenin angeordnet haben.
Israels Ministerpräsident schickt die Armee nach Dschenin. Das ist auch für ihn gefährlich – wenn die Israelis glauben, dass die Extremisten den Takt vorgeben.
Der Widerstand gegen den geplanten Umbau der Justiz in Israel lässt nicht nach. Mit dem Protestlied „Bibi Ciao“ fordern die Demonstranten den Rücktritt des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
Irans Revolutionswächter bereiteten offenbar Anschläge auf Israelis auf Zypern vor. Eine Entführung durch Israels Auslandsgeheimdienst in Iran soll die Pläne durchkreuzt haben.
Massenproteste haben Israels Regierung dazu bewogen, die umstrittene Justizreform auszusetzen. Nun deutet der Ministerpräsident an, wie es mit dem Gesetzespaket weitergehen soll.
Derweil in Israel noch der Streit um die Justizreform tobt, versucht die Regierung ihre Macht auch anderweitig auszuweiten. Notenbankchef Yaron schlägt Alarm.
Die israelische Regierung treibt den Siedlungsbau massiv voran – auch als Antwort auf die Tötung von vier Israelis vor einer Woche. Die Pläne stoßen international auf Kritik.
Hunderttausende gehen in Israel auf die Straße, Rechte ebenso wie Liberale und Linke. Damit die Lage sich nicht weiter zuspitzt, braucht das Land dringend eine Verständigung der politischen Lager. Ein Gastbeitrag.
Die Leiter der wichtigsten Sicherheitsbehörden Israels nennen die Angriffe von Siedlern auf Palästinenser „Terrorismus“. Aus der Regierung kommt Kritik.
Die Proteste in Israel gegen die geplante Justizreform halten weiter an. Bei einer Kundgebung am Samstagabend rief der ehemalige Regierungschef Ehud Barak zum zivilen Ungehorsam auf.
Israels Militär geht mit massiven Mitteln gegen bewaffnete Palästinenser vor, Siedler zerstören Dörfer. Ministerpräsident Netanjahu steht unter immer größerem Druck von seinen Koalitionspartnern.
Zwei Bewaffnete eröffneten an einer Tankstelle das Feuer auf israelische Zivilisten. Der militärische Flügel der Hamas bekannte sich zu der Attacke und sprach von Rache für eine Militäraktion der israelischen Armee in Dschenin.
Israel will Tausende Baugenehmigungen im Westjordanland erteilen. Das gefällt weder den Palästinensern noch den Amerikanern.
Am Samstag war es das 23. Wochenende in Folge, an dem Zehntausende Menschen gegen die Politik der Regierung wortwörtlich Flagge zeigten.
Meeresbrise, Regenbogenflaggen und ausgelassene Stimmung: In Tel Aviv setzen rund 150.000 Menschen inmitten innenpolitischer Spannungen ein leuchtendes Zeichen für LGBTQ-Rechte.
Fünf arabische Israelis sind bei einer Schießerei in einer Autowaschanlage im Norden Israels getötet worden. Zuvor waren bereits ein Mann und ein dreijähriges Mädchen durch Schüsse verletzt worden.