Griechenland kann auf Milde hoffen
In Athen wird an der Regierungsbildung gearbeitet, in Brüssel an Kompromissen: Offenbar sind die Geldgeber Griechenlands zunehmend bereit, dem Mittelmeerland mehr Zeit für Reformen zu geben.
In Athen wird an der Regierungsbildung gearbeitet, in Brüssel an Kompromissen: Offenbar sind die Geldgeber Griechenlands zunehmend bereit, dem Mittelmeerland mehr Zeit für Reformen zu geben.
Nach der Wahl in Griechenland fordert der Sieger einen Reformaufschub. Nea-Dimokratia-Chef Samaras bittet offenbar darum, zwei Jahre länger Zeit zu bekommen.
Die EU, Griechenland und der Missmut der Bürger: Auf dem Europa-Forum Wachau in Niederösterreich stand die Zukunft der Europäischen Union zur Diskussion - ohne die übliche Krisenhysterie.
Nach der Wahl in Griechenland bemüht sich der konservative Wahlsieger Antonis Samaras unter Hochdruck, Partner für eine pro-europäische Regierung zu finden. Die neue Regierung soll schneller stehen als von vielen erwartet.
Auch nach dem Wahlsieg der Konservativen in Griechenland lehnt Bundeskanzlerin Merkel Nachverhandlungen an den Hilfspaketen ab. In Athen zeichnet sich unterdessen die Bildung einer Regierungskoalition unter ND-Chef Samaras ab.
Nach der Wahl in Griechenland steigt der Druck auf Europa, einen raschen Ausweg aus der Schuldenkrise zu finden. Auf dem G-20-Gipfeltreffen in Mexiko wies EU-Kommissionspräsident Barroso Kritik anderer Länder am europäischen Krisenmanagement scharf zurück.
Alexis Tsipras sieht sich weiter als Vertreter der Mehrheit der Griechen und droht mit Protesten gegen künftige Sparbeschlüsse. Der Wahlsieger Antonis Samaras hat zwar vor allem auf dem Land gut abgeschnitten, aber im Großraum Athen geben die Linksradikalen den Ton an.
Die EU bleibt nach der Wahl in Griechenland skeptisch. Schließlich machte Wahlsieger Samaras bis vor einem Jahr noch Stimmung gegen jeden Sparbeschluss. Auch Pasok-Chef Venizelos hat in Brüssel nicht den besten Ruf.
Obwohl das Wahlergebnis aus Athen für verhalten optimistische Reaktionen in Berlin sorgt, werden in der Bundesregierung Differenzen über den Umgang mit der künftigen griechischen Regierung sichtbar. Außenminister Westerwelle deutet Zugeständnisse „beim Zeitplan“ an.
Sein ganzes Leben lang hat Antonis Samaras sich nach Macht verzehrt. Schon mehrmals war er ihr nahe: als Außenminister der Nea Dimokratia und als Gründer der nationalistischen und populären Partei „Politischer Frühling“. Nun steht er kurz vor dem Ziel.
In Griechenland haben die Reformparteien die Wahl gewonnen. Doch die Schuldenkrise ist damit noch lange nicht gelöst. Eine Analyse.
Das Chaos ist ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung und damit der Gegenbegriff zu Kosmos, dem griechischen Begriff für die Weltordnung.
Die öffentlich-rechtlichen Sender berichteten gestern Abend von einem Schicksalstag – für Deutschland. In Athen, Berlin (und Paris) saßen die Zuschauer jedoch in der zweiten Reihe. Der Platz auf dem Thron blieb König Fußball reserviert.
Nach der Wahl in Griechenland müht sich die konservative Nea Dimokratia (ND) um eine Regierungsbildung: Sie wurde stärkste Kraft, braucht aber Koalitionspartner. Das Linksbündnis Syriza kündigte an, sich nicht zu beteiligen. ND-Chef Samaras sagte, alle Regierungsparteien müssten dazu stehen, dass Griechenland „seinen Verpflichtungen nachkommt“.
Shakespeares tollste Komödie wird unter Michael Thalheimers Regiedampfwalze in München zu einer Horrorschau aus Blut und Hoden, Irrsinn und Gewalt. Also eine ganz und gar konventionelle Inszenierung.
An diesem Sonntag wählen die Griechen. Gewinnt die radikale Linke, könnte das Land den Euro verlieren. Darauf sind alle vorbereitet. Unsere Korrespondenten berichten aus Berlin, Frankfurt, Paris, Brüssel, Washington und Athen.
Die Griechen haben den Euro-Austritt abgewendet. Nach dem überraschenden 1:0 gegen die favorisierten Russen stehen sie im Viertelfinale. Karagounis ist der Mann des Abends.
Ioannis ist Souvenirhändler in Athen. Er verkauft den Touristen Griechenland, wie es mal war. Aber inzwischen macht das neue Griechenland es dem alten schwer.
Herrscht in Griechenland Chaos? Immerhin: Die Griechen sind fleißig. Immer mehr Griechen räumen kurz vor der Parlamentswahl ihre Konten und wappnen sich mit Hamsterkäufen für einen Ausstieg aus dem Euro. Allein von den Sparkonten der größten Institute des Landes wurden jüngst pro Tag 500 bis 800 Millionen Euro abgezogen. Das ist noch mal deutlich mehr als im Mai, als pro Tag 300 bis 400 Millionen Euro abgebucht wurden. Ist das Chaos? Nun ja, wir hören jedenfalls schon, dass die Griechen nicht hamstern sollen. Falls die Reformgegner bei der Wahl am Sonntag siegen, droht dem Euro-Staat, der seit Mai 2010 nur durch internationale Kredite um eine Insolvenz herumkommt, die Zahlungsunfähigkeit und eine Rückkehr zur ungeliebten Drachme. „Die Menschen schreckt diese Aussicht", sagte der Chef des Einzelhandelsverbandes, Vassilis Korkidis, in Athen. Hamsterkäufe seien aber keine die Lösung. „Man darf nicht in Panik verfallen. Wenn man den Schrank mit Lebensmitteln füllt, entgeht man der Krise dennoch nicht."
Bevor die Griechen wählen, räumen sie vorsichtshalber ihre Konten. Dabei haben die gemäßigten Kräfte durchaus Aussicht auf eine Mehrheit. Helfen könnte ihnen ein „Gewinnerbonus“ des griechischen Wahlrechts.
Wird Europas älteste Währung dereinst eine Renaissance erleben? Eine kleine Kulturgeschichte, die möglicherweise noch nicht zu Ende ist.
Am Sonntag wählen die Griechen ihr neues Parlament. Was passiert dann? Die Euro-Finanzminister wollen noch am Abend miteinander telefonieren, die Kanzlerin hat ihren Abflug zum G-20-Gipfel verschoben und die Notenbanken bereiten sich offenbar für schwere Marktturbulenzen vor. Von einer koordinierten Aktion ist die Rede.
Griechenlands früherer Wirtschaftsminister Stefanos Manos kritisiert die Forderungen des Auslands an sein Land: Sie sind ihm nicht radikal genug.
In Griechenland werden wieder Kopfkissen gefüllt: Kurz vor der Parlamentswahl in Athen räumen zahlreiche Bankkunden ihre Konten. Sie fürchten, ihre Guthaben könnten nach der Wahl zwangsweise auf eine neue Währung umgestellt werden - und dadurch drastisch an Wert verlieren.
In Australien leben etwa eine halbe Million Menschen mit griechischen Wurzeln. Viele dieser griechischen Australier sind nun auf der Suche nach Investments in der Heimat ihrer Vorfahren - in einer Mischung aus Vaterlandsliebe und Schnäppchenjagd.
Die Schiffe liegen im Hafen fest, es gibt kein Geld für Benzin oder Diesel. Den Menschen auf Chalki geht es nicht gut. Die kleine griechische Insel braucht den Euro, weil sie kein eigenes Wasser hat.
Vordergründig ist die Wahl in Griechenland eine Abstimmung über den Euro. Doch die Eurogruppe lehnt den Austritt Athens kategorisch ab, weil das kurzfristig bequemer ist. Damit lädt sie die Griechen ein, ihr weiter auf der Nase herumzutanzen. Eine Analyse.
Hans-Werner Sinn ist der bekannteste deutsche Ökonom. Wir baten ihn, darzustellen, welche Gefahren drohen, welche Chancen bestehen und wie man sich verhalten könnte. Es wurde ein Exkurs weit über die Ökonomie hinaus zu Fragen der Geschichte, der Moral und simpler Mathematik.
Nach der Hilfe für Spanien blicken die Ökonomen wieder nach Griechenland. Dort wird am Sonntag gewählt. Ein Euro-Austritt Griechenlands könne auch Deutschlands Bonität unter Druck setzen, warnt die Ratingagentur Fitch. Gewohnt düster sieht auch der amerikanische Ökonom Roubini die Lage.
Wie schön wäre es, wenn es dem Essener Spezialchemiekonzern Evonik gelänge, ohne Blessuren an die Börse zu gehen. Inzwischen aber sieht es sehr danach aus, dass dieses positive Börsenszenario ein schöner Traum bleiben wird. Denn ob Evonik an die Börse geht, wird angesichts der Nervosität an den Finanzmärkten immer fraglicher. Eigentlich wäre die Wahl in Griechenland exakt in die Mitte der ursprünglich geplanten Zeichnungsfrist für die Evonik-Papiere gefallen. Nun aber sollen zunächst weitere Gespräche folgen. Und selbst Banker, die dem Unternehmen wohlwollend gegenüberstehen, können sich kaum ein Ergebnis in Athen vorstellen, das „gut" genug ausfällt, um die Emission in diesem Umfeld zu einem Erfolg werden zu lassen.
Es gibt Griechen, die haben ihre Firma bis jetzt erfolgreich durch die Krise manövriert. Doch vor der Wahl packt sie Angst: Was, wenn bald alle Mühe umsonst war?
Mit ihrer Kritik an der Zahlungsmoral der Griechen sorgte IWF-Chefin Christine Lagarde für einen Sturm der Entrüstung in Athen. Nun stellt sich ausgerechnet der oberste griechische Steuerfahnder hinter sie.
Was geschieht nach der griechischen Parlamentswahl am 18. Juni? Erleichterung? Panik? Sollten sich jene Kräfte durchsetzen, die von Sparen und von Reformen nichts halten, droht mutmaßlich ein Staatsbankrott. Die Antwort in Brüssel, Berlin und Frankfurt lautet: Mehr Europa, vertiefte Integration.
Ferien in Griechenland sind besser als ihr Ruf. Die Hotels sind sauber, die Menschen freundlich. Und wer sucht, findet tolle Anlagen zu einem vernünftigen Preis. Ein Test auf Kreta.
Leeres Gerede, Gewaltverharmlosung und pseudorevolutionäres Geschwätz: Der Links-Politiker Alexis Tsipras steigt trotz seltsamer Ansichten in Griechenland zum potentiellen Königsmacher auf.