Bloß keine Turnhalle
Die Solidarität mit Flüchtlingen ist derzeit groß, dennoch kann die Stimmung schnell kippen. Das hat sich in Lörrach gezeigt. Welche Lösungen finden andere Kommunen?
Die Solidarität mit Flüchtlingen ist derzeit groß, dennoch kann die Stimmung schnell kippen. Das hat sich in Lörrach gezeigt. Welche Lösungen finden andere Kommunen?
In den Lahn-Dill-Kreis kamen im Winter viele Asylbewerber. Der Kreis wusste sich nicht anders zu helfen, als ein Oktoberfestzelt anzumieten. Dort leben knapp 250 Männer auf engstem Raum, fast ohne Privatsphäre. Ein Besuch in Wetzlar.
Hanau baut auf einem Kasernengelände und der Kreis mietet: Ein Gemeinschaftsprojekt sorgt für Flüchtlingsunterkünfte zur Erstaufnahme.
Eine Studie vergleicht die Erfahrungen ukrainischer Geflüchteter in zehn europäischen Ländern. In Deutschland wollen besonders viele bleiben – Defizite gibt es auf dem Arbeitsmarkt.
Eine Studie vergleicht die Erfahrungen ukrainischer Geflüchteter in zehn europäischen Ländern. In Deutschland wollen besonders viele bleiben – Defizite gibt es auf dem Arbeitsmarkt.
Die Polizei musste den Grünen-Politiker Stefan Fassbinder mit einer Kette von Beamten schützen. Unter den Demonstranten waren laut Polizeiangaben mindestens 20 Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen seien.
Wer spielt, braucht keine Worte: Das gilt auch für geflüchtete Kinder aus der Ukraine. Manche singen und tanzen, andere spielen Fußball. In Frankfurter Vereinen haben sie neue Freunde gefunden.
Am frühen Sonntagmorgen ist vor der italienischen Küste ein Boot mit Migranten gesunken. Mindestens 62 Menschen sterben, darunter auch Kinder. Noch ist unklar, wie viele Menschen noch vermisst werden.
Viele frühe Mitglieder der „Werteunion“ waren in der CDU tief verwurzelt, Gespräche mit der AfD wären für sie ein Verrat gewesen. Heute wollen einige mit ihr koalieren. Wie konnte es so weit kommen?
Tausende geflüchtete Ukrainerinnen suchen Arbeit in Hessen. Freie Stellen sind reichlich vorhanden. Doch es gibt einige Hürden.
Die Bundesregierung bietet Zuflucht an, ohne über eine Begrenzung nachzudenken. Den Kommunen bietet diese Politik keine Perspektiven.
Viele Ukrainer fürchten russische Angriffe am Jahrestag des Kriegsbeginns. In Bachmut hat die Regierung Zivilisten zur Flucht aufgerufen. Polens Grenzschutz zählt täglich tausende neue Einreisen.
Kein Kind in der Ukraine bleibt vom Krieg unberührt, sagt Christine Kahmann von UNICEF Deutschland im Interview – und erklärt, warum es wichtig ist, dass geflüchtete Kinder in Deutschland nicht lange in Sammelunterkünften leben.
Die Unterbringung von Flüchtlingen in Sozialwohnungen brachte die Stadt Lörrach in die Kritik. Doch die Mieter, denen gekündigt werden soll, hätten ohnehin bald eine neue Wohnung gebraucht.
Die EU-Asylagentur verzeichnete im vergangenen Jahr fast eine Million Asylanträge. Sie sieht die nationalen Aufnahmesysteme „unter beträchtlichem Druck“.
Die amerikanische Regierung will die illegale Migration eindämmen. Asylanträge sollen künftig nur noch vor der Einreise außerhalb der USA gestellt werden können. Hilfsorganisationen nennen die Pläne „illegal und unmoralisch“.
Etwa 40 Mieter sollen ihre maroden Wohnungen für Geflüchtete verlassen – das empört viele Bürger in Lörrach. Viele Kommunen stehen unter großem Druck, die Flüchtlinge unterzubringen.
Zwischen dem Hochtaunuskreis und der Stadt Kronberg gibt es Spannungen – wegen mobiler Wohncontainer für Flüchtlinge.
Auch in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Bergstraße ist man unzufrieden mit den Ergebnissen des Flüchtlingsgipfels in Berlin. Und die Situation könnte sich weiter verschärfen.
Seit der Flüchtlingskrise will die Bundesagentur für Arbeit gelernt haben. Nun sei es möglich, nahezu allen ukrainischen Flüchtlingen eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu bieten.
In den Landratsämtern und Rathäusern der Region hatte man sich vom Flüchtlingsgipfel in Berlin mehr erhofft. Vor allem das Fehlen finanzieller Zusagen wird angesichts des anhaltenden Zustroms bedauert.
Ein Asylbewerberheim ist nach einem Brand unbewohnbar geworden, 32 Bewohner mussten umgesiedelt werden. Ein Verdächtiger wurde bereits festgenommen.
Um die Kosten für die Betreuung von Flüchtlingen tragen zu können, soll die Kreisumlage erhöht werden. Sie wird von den Städten und Gemeinden gezahlt.
Bund, Länder und Kommunen haben bei ihrem Flüchtlingsgipfel in Berlin Entscheidungen über die weitere Verteilung finanzieller Lasten vertagt.
Die Bundesinnenministerin hat Vertreter von Ländern und Kommunen zum Flüchtlingsgipfel geladen. Das einzige konkrete Ergebnis ist die Verabredung zu einer engeren Zusammenarbeit. Über Geld soll später noch mal geredet werden.
Beim Flüchtlingsgipfel haben sich Bund, Länder und Kommunen auf eine verstärkte Zusammenarbeit geeinigt. Mehr Geld sollen die Länder erst einmal nicht bekommen. Der Landkreistag ist unzufrieden.
Viele Kommunen melden volle Flüchtlingsunterkünfte. Die Länder sehen den Bund in der Pflicht. Innenministerin Faeser lädt nun zum Gipfel. Die wichtigsten Fragen im Überblick.
In der Erstaufnahmeeinrichtung in Seeth können mehr als 1000 Menschen unterkommen – der Ort hat 700 Einwohner. Die Bevölkerung mitzunehmen sei nicht dauerhaft möglich, sagt der Bürgermeister.
Ein Boot mit 80 Migranten an Bord ist nach UN-Angaben vor der libyschen Küste gekentert. Nur sieben Menschen konnten sich zurück zur libyschen Küste retten.
Flüchtlingskrise +++ Ernst und Ironie +++ Synodaler Weg
Nicht erst nach dem Messerangriff von Brokstedt fordern Politiker effektivere Abschiebungen. Bundeskanzler Scholz berät an diesem Donnerstag auf dem EU-Gipfel darüber. Warum ist die Sache so kompliziert? Ein Überblick.
Der ukrainische Präsident Selenskyj will „Flügel“ für die Freiheit seines Landes und wirbt dafür in Brüssel. Die EU-Staaten ringen um einen härteren Migrationskurs. Und: Ignoriert die Gastronomie das Mehrweggebot? Der F.A.Z.-Newsletter.
Die EU müsse sich gegen Flüchtlinge an den Außengrenzen mit Zäunen und Mauern schützen – das fordert Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer kurz vor Beginn des Sondergipfels der EU-Staats- und Regierungschefs zur Flüchtlingskrise.
Vor dem EU-Gipfel zur Migrationspolitik hätte eine Regierungserklärung wenigstens andeuten müssen, wie Olaf Scholz die Schwierigkeiten bewältigen will, die sich seit Monaten aufgestaut haben. Dazu war nichts zu hören.
Kurz vor dem EU-Gipfel zur Migrationspolitik wurde darüber auch im Bundestag debattiert. Doch die Union ließ die Gelegenheit zur Zuspitzung verstreichen.
Von Gruner + Jahr bleibt nicht viel übrig, Merkel wird für die Aufnahme von Flüchtlingen ausgezeichnet und Bahngäste müssen sich auf Stillstand einstellen.