„Wir besiegen dieses Virus nur weltweit oder gar nicht“
Schon jetzt führt die Pandemie zu einer dramatischen Hungerkrise. Muss Europa handeln? Ein Gespräch mit Entwicklungsminister Gerd Müller.
Schon jetzt führt die Pandemie zu einer dramatischen Hungerkrise. Muss Europa handeln? Ein Gespräch mit Entwicklungsminister Gerd Müller.
Afrika geht im Nachrichtentrubel oft unter. Und das, obwohl Entwicklungminister Gerd Müller dieser Tage Milliarden verteilt. Die Frage ist nur: Was hilft dem Kontinent wirklich auf lange Sicht?
Fast so lang wie der Äquator, eine dreimal höhere Kapazität als alle bisherigen Kabel: Facebook plant eine neue Internet-Verbindung für Afrika und zwischen Afrika und Europa. Es geht um viele neue Nutzer.
Katrin Pütz hat eine Mini-Biogasanlage entwickelt. Sie soll Menschen in Entwicklungsländern Perspektiven geben. Auf Fördergelder verzichtet sie.
Die historische Forschung hat sich von der Vorstellung verabschiedet, dass der koloniale Staat ein totalitäres Regime gewesen sei. In den postkolonialen Studien kehren die Träume der Kolonialherren von absoluter Macht zurück.
„Israel, die Juden und wir“: Ein Artikel von Achille Mbembe aus dem Jahr 1992 belegt, dass die Auseinandersetzung mit Israel der Ausgangspunkt seiner ganzen Theorie ist. Ein Gastbeitrag.
Wegen Klimaveränderungen und Heuschreckenschwärmen waren in Afrika schon vor der Pandemie Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die Maßnahmen gegen Covid-19 machen die Lage noch schlimmer.
Danksagungen in wissenschaftlichen Arbeiten bezeugen nicht nur Demut, sondern dokumentieren auch die eigene Truppenstärke. Bei der finanziellen Unterstützung kommt zudem noch ein affirmativer Akt ins Spiel.
Die Pandemie könnte viele afrikanische Länder in noch größere wirtschaftliche Not stoßen. Doch auch ohne die Corona-Krise hat Deutschland Grund, seine Hilfen zu überdenken. Ein Gastbeitrag.
Während alle Welt auf das Coronavirus blickt, breitet sich im südlichen Afrika die Malaria tropica aus. Das liegt auch an den Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Dutzende Millionen Arme können sich aufgrund der Ausgangssperren nicht mehr ernähren. Die Vereinten Nationen fürchten eine Hungerwelle „biblischen Ausmaßes“.
Halb Tarzan, halb Lord Byron: Der Modefotograf, der mit den Reichen und Schönen feierte, bleibt vor allem für seine Bildbände über die bedrohten Wildtiere Afrikas in Erinnerung.
Experten sind sich einig, dass Afrika noch eine Katastrophe durch das Coronavirus bevorsteht. Nun appellieren afrikanische Intellektuelle an ihre Staaten: Sie wollen die Krise als Chance begreifen.
Zerfallende Gesundheitssysteme, ein Kreislauf an Krankheiten und hohe Staatsverschuldungen – Afrika ist für die Pandemie nicht gewappnet. Der kongolesische Geistliche Cibaka Cikongo über die Folgen der Corona-Krise auf dem Kontinent.
Die Weltgesundheitsorganisation hat dazu aufgerufen, afrikanische Länder stärker im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Entwicklungsminister Müller meint, die Pandemie berge in Afrika Risiken „bis hin zum Staatsverfall“.
In Afrika stößt das Verhängen von Ausnahmezuständen oder Ausgangsbeschränkungen bei vielen Menschen auf Panik und Verweigerung. Viele Arme haben mehr Angst vor Hunger als vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.
In Zeiten der Epidemie häufen sich rassistische Vorfälle in China. In der Stadt Guangzhou leben besonders viele Afrikaner. Nachdem ihre Berichte bekannt wurden, schaltet sich die Zentralregierung ein.
Die Entwicklungsländer wird die Corona-Krise viel härter treffen als uns, schreibt Joachim Nagel vom KfW-Vorstand in einem Gastbeitrag. Nichthandeln könnte sich als Bumerang erweisen: Je tiefer die weltweite Rezession ausfällt, desto stärker ist auch eine Exportnation wie Deutschland betroffen.
Afrika im Zeiten der Corona-Pandemie: Mit Seuchenschutz haben afrikanische Länder Erfahrung, auch ist die Bevölkerung vergleichsweise jung. Aber es mangelt ihnen an vielem, nicht nur an teuren Beatmungsgeräten und Intensivbetten.
Zwei Wissenschaftler schlagen vor, einen möglichen neuen Impfstoff gegen Covid-19 in Afrika zu testen. Nicht nur David Alaba vom FC Bayern, dessen Vater aus Nigeria stammt, reagiert entrüstet.
Corona könnte in den ärmsten Ländern eine humanitäre Katastrophe verursachen. Der IWF sieht die „dunkelste „Stunde“ und mobilisiert Hilfen mit der Weltbank. Gibt es bald ein Schuldenmoratorium?
Viele Menschen in Zimbabwe haben kaum Reserven, um die Ausgangssperre zu überstehen. 5,5 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen. Doch Hilfsorganisationen können wegen Corona derzeit nichts tun.
Ohne Schlangen droht die Rattenplage. Wer aber im afrikanischen Königreich Eswatini, ehemals Swasiland, gebissen wird, muss um sein Leben bangen. Eine Frau will das nicht hinnehmen – und kämpft mit Haken und Zange.
Monika Staab hat achtzig Länder gesehen. Nun ist sie in Gambia, um Mädchen zu fördern und Trainerinnen auszubilden. Es ist Teil eines lebenslangen Kampfs um Gleichberechtigung – mit all seinen Schwierigkeiten.
Auch afrikanische Länder verhängen drastische Maßnahmen gegen die Pandemie. Doch manche warnen vor den negativen Folgen, die die Einschränkungen haben könnten: Die Wirtschaften brechen zusammen.
Lange hat sich Südafrika in Zuversicht gewogen, dass das Coronavirus an dem Land vorbeizieht – wegen der Temperaturen. Doch längst herrscht auch in Kapstadt der Ausnahmezustand.
In Japan laufen Massen zusammen, als das olympische Feuer eintrifft. In Amerika sprechen sich fast drei Viertel von 300 Athleten für eine Verschiebung der Spiele aus. Das IOC reagiert und setzt sich selbst eine Frist.
Die Migration nach Europa lasse sich ohnehin nicht stoppen, sagt eine Expertin. Die nächste große Flüchtlingswelle könne – anders als noch 2015 – aus Afrika kommen. Offen sei nur noch, wann.
Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Epidemie auf Fachkräfte aus Kuba und Venezuela. Doch Lateinamerika könnte die bald ebenso dringend benötigen. Das Virus ist dort nicht die erste Geißel.
Kann es sein, dass es in den meisten afrikanischen Ländern noch keinen einzigen Coronafall gibt? Christian Lindmeier von der Weltgesundheitsorganisation spricht über die Ausbreitung des Virus und darüber, wie verlässlich die Infektionszahlen sind.
Jahrelange Entwicklungsarbeit könnte durch die Heuschrecken zunichte gemacht werden, warnt die Organisation. Bis genügend Pestizide versprüht wären, könnte es noch zwei bis drei Jahre dauern.
Die Kolonialismusdebatte als Chance: Nanette Snoep und Hermann Parzinger reden über das Humboldt-Forum und die Zukunft ethnologischer Museen.
Der Kalte Krieg tobte auch in Afrika. Nur hat das außerhalb kaum jemand gemerkt.
Der Coronavirus zwingt uns, die Globalisierung zu überdenken, sagt Komplexitätsforscher Bar-Yam. China habe die Welt mit seinem Vorgehen vor Schlimmerem bewahrt.
In Südafrika gibt es viel Wirbel um eine Pflanze: Sie wird Spekboom genannt, ist eine Sukkulente und soll große Mengen an Kohlendioxid schlucken. Ist da was dran?
Ernst May und andere Protagonisten des „Neuen Frankfurt“ emigrierten in die Sowjetunion, nach Afrika und in die Türkei. Ihre Ideen funktionierten auch in totalitären Kontexten erstaunlich gut.