Vor der großen Neuverteilung
Immer mehr ausländische Soldaten verlassen Afghanistan. Heimische Kräfte sollen die Lücke füllen. Die Isaf lobt deren Beitrag. Doch viele Afghanen fürchten die Kämpfer - etliche sind alte Bekannte.
Immer mehr ausländische Soldaten verlassen Afghanistan. Heimische Kräfte sollen die Lücke füllen. Die Isaf lobt deren Beitrag. Doch viele Afghanen fürchten die Kämpfer - etliche sind alte Bekannte.
Wer auch immer für die Republikaner gegen Obama antreten wird - er wird aus dem Zweikampf ein Wirtschaftsduell machen. Dabei hat Obama gerade auf diesen Feldern seine Versprechen nicht halten können.
Die Nato hat am Donnerstag betont, dass der Abzugsplan aus Afghanistan trotz des früheren Abzugs der Franzosen weiterhin gelte. Der amerikanische Verteidigungsminister Panetta wies aber darauf hin, dass schon 2013 für die Übergangsphase ein „entscheidendes Jahr“ sei.
Während die westlichen Staaten ihren Abzug aus Afghanistan vorbereiten, ist eines sicher: Die Taliban werden eine militärische Macht bleiben. Und sie werden auch wieder zu einer politischen Macht werden, mit der sich arrangieren muss, wer dort leben oder Geschäfte machen will.
Laut britischen Medien erhärtet ein interner Nato-Bericht den Verdacht, dass der pakistanische Geheimdienst die Taliban in Afghanistan weiterhin unterstützt. Der afghanischen Armee stellt die Studie, die auf der Befragung tausender Afghanen beruht, ein vernichtendes Zeugnis aus.
„Abscheulich, hinterhältig und ehrlos“ nannte der Richter die Taten Mohammed Shafias, der seine drei Töchter und ihre Stiefmutter 2009 ermordete und anschließend einen Unfall vortäuschte.
Washington und Kabul suchen scheinbar auf getrennten Wegen den Dialog mit den Taliban. Die Rolle Pakistans in dem Gesprächsprozess bleibt undurchsichtig.
Philipp zu Guttenberg hält die Lobrede auf Ottfried Fischer beim Orden wider den tierischen Ernst – und derbleckt seinen Bruder in der Laudatio.
Auch wenn die Bundeswehr ein Jahr länger in Afghanistan bleibt, ist längst klar, dass der Einsatz nicht mit einem großen Sieg enden wird. Es wäre schon viel erreicht, wenn am Ende keine große Niederlage stünde.
Dirk Niebel ist ein alter Streiter. Derzeit kämpft er gegen den Eindruck, er versorge in seinem Entwicklungsministerium einige FDP-Leute mit Posten.
Der Bundestag hat die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan um ein Jahr mit einer verringerten Truppenstärke gebilligt. Die Höchstgrenze für die einzusetzenden Soldaten wird von bisher 5350 Soldaten auf 4900 herabgesetzt.
Amerikas Präsident Obama fordert eine Mindeststeuer für multinationale Unternehmen. Auch die Spitzenverdiener sollen mit höheren Steuern belegt werden, sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation.
Der Regionalkommandeur der Isaf in Nordafghanistan, General Markus Kneip, spricht mit der F.A.Z. über Standortschließungen, die besonderen Fähigkeiten der Deutschen und das internationale Engagement über das Jahr 2014 hinaus.
Der Amerikaner John Napier ist Soldat - und Bobpilot. Für die Armee war er in Afghanistan als Maschinengewehrschütze an der Front, nun bereitet er sich auf die WM vor.
Im Vorwahlkampf steht Sarkozy unter Druck, die 3600 französischen Soldaten so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Ein überhastetes Disengagement würde Afghanistan aber noch mehr destabilisieren.
Frankreich stellt seinen Beitrag am Afghanistan-Einsatz in Frage: Nach dem Tod von vier französischen Soldaten hat Präsident Sarkozy alle Militäroperationen ausgesetzt. Auch einen vorzeitigen Abzug schloss er nicht aus.
Noch tut die Linkspartei so, als suche sie wieder Tritt als Sammelbecken der „wahren Sozialdemokraten“. Doch ist sie auf dem besten Weg, zur politischen Sekte zu werden.
Dem Militäretat der Vereinigten Staaten drohen Kürzungen von fast 1 Billion Dollar. Mehr als 1 Million Stellen in der Gesamtwirtschaft könnten davon betroffen sein. Doch Fachleute warnen vor einer Dramatisierung der Lage.
Die Lage ist seit der Unabhängigkeitserklärung 2008 recht stabil, doch im serbisch-kosovarischen Grenzgebiet wächst die Spannung. Jüngst kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei.
Nader Nadery, entlassener Kommissar der afghanischen Menschenrechtskommission, hat einen brisanten Bericht über Kriegsverbrechen verfasst. Nun muss er verhindern, dass dieser zensiert wird.
Zwei der vier Marine-Infanteristen, die auf einem Video bei der Schändung getöteter Taliban-Kämpfer zu sehen sind, sind offenbar identifiziert worden. Der amerikanische Verteidigungsminister Panetta sicherte dem afghanischen Präsidenten Karzai eine rasche Aufklärung zu.
Afghanistan bleibt nicht nur weltgrößter Opiumproduzent, die Anbaufläche hat sogar erstmals seit Jahren wieder zugenommen. Auch der Preis für Rohopium ist gestiegen: Bauern verdienen mit der Droge elfmal so viel wie mit Weizen.
Die Wehrpflicht ist erst einmal Geschichte. Die Grundsätze der „Inneren Führung“ aber sollen in der Bundeswehr fortwirken. Gerade für die Freiwilligenarmee im Einsatz sind sie brisant.
Frankreich trauert um den Reporter Gilles Jacquier. Er war vermutlich in eine Falle geraten. Das syrische Regime gerät nun in harsche Kritik von Jacquiers Kollegen - und unter Mordverdacht.
Das Pentagon hat Untersuchungen wegen eines Videos eingeleitet, das amerikanische Soldaten zeigt, die offenbar auf die Leichen von getöteten Taliban-Kämpfern urinieren.
Die traditionsreiche Heereseinheit, das V. Korps, wird offenbar den vor ein paar Tagen verkündeten Sparplänen der amerikanischen Regierung zum Opfer fallen.
Wohin mit Hamayun? In „Der Glücksfinder“ lassen Edward van de Vendel und Anoush Elman einen sechzehn Jahre alten afghanischen Flüchtling erzählen.
Ein angeblicher Spion des amerikanischen Geheimdienstes CIA ist von einem iranischen Revolutionsgericht zum Tode verurteilt worden. Unterdessen verschärft sich der Atomstreit zwischen Washington und Teheran, nachdem Iran eine weitere Anlage zur Urananreicherung in Betrieb genommen hat.
Ist Christian Wulff eine tragische Figur? Wäre sein Fall ein Stoff für Kino oder Fernsehen? Wir haben bei drei Filmemachern nachgefragt.
Präsident Obama will in den nächsten zehn Jahren acht Prozent des bisherigen Verteidigungshaushalts einsparen. Laut neuer Militärdoktrin müssen die amerikanischen Streitkräfte künftig nicht mehr in der Lage sein, zwei große Landkriege gleichzeitig zu führen.
Die Taliban haben sich in einer Mitteilung bereit erklärt, im Ausland ein Büro für Friedensverhandlungen einzurichten. Es habe vorbereitende Gespräche mit allen wichtigen Seiten gegeben, darunter Qatar, hieß es.
Deutsche Militärberater sollen auch nach dem Truppenabzug im Land bleiben. Ihre Arbeit besteht vor allem darin, ein Vertrauensverhältnis zu den afghanischen Armeeoffizieren aufzubauen. Dafür greifen die Deutschen zu ungewohnten Methoden.
Der Deutsche Bundeswehr-Verband sorgt sich um die Attraktivität des Soldatenberufs. „Die Gefahr, dass die Attraktivität dieses Berufes sinkt, ist hoch“, sagt der Vorsitzende Heer des Verbandes, Oberstleutnant Thomas Behr, im Interview mit der F.A.Z.
Die Spannungen zwischen Pakistan und den Vereinigten Staaten dauern an. Pakistan wies einen Bericht der Nato zu den tödlichen Luftangriffen auf pakistanische Soldaten im Grenzgebiet zu Afghanistan zurück.
Verteidigungsminister de Maizière ist zu einem Kurzbesuch in Afghanistan eingetroffen. Er wolle den deutschen Isaf-Soldaten seinen „persönlichen Respekt zollen“.