Politische Augenklappen
Der Konsens über das Anti-Piraterie-Mandat ist gekündigt. Die Erweiterung des Einsatzgebietes um einen zwei Kilometer breiten Küstenstreifen wird von SPD und Grünen scharf kritisiert.
Der Konsens über das Anti-Piraterie-Mandat ist gekündigt. Die Erweiterung des Einsatzgebietes um einen zwei Kilometer breiten Küstenstreifen wird von SPD und Grünen scharf kritisiert.
Abseits öffentlicher Aufmerksamkeit hat Guido Westerwelle auf der internationalen Bühne an Statur gewonnen. Westerwelle wirkt derzeit wie ein echter Außenminister. Dennoch blickt der FDP-Politiker auf das Scheitern seines Traums.
Nach Australien erwägt nun offenbar auch Neuseeland einen früheren Abzug seiner Soldaten aus Afghanistan. Die Nato-Außenminister beraten in Brüssel über die Strategie. Die „LA Times“ veröffentlichte derweil Bilder von amerikanischen Soldaten, die mit toten Attentätern posieren.
Australien will die meisten seiner Soldaten früher als erwartet aus Afghanistan abziehen. Ministerpräsidentin Gillard kündigte an, ein Großteil der Truppen werde wohl schon bis Ende 2013 nach Hause zurückkehren.
Erstmals seit dreizehn Jahren stagnieren auf der Welt die Militärausgaben. Die Verteidigungsminister in Europa und Amerika müssen sparen. China bleibt dagegen Rüstungs-Wachstumsmarkt.
Nach den Taliban-Angriffen vom Sonntag greift Afghanistans Präsident Karzai die internationale Schutztruppe Isaf an: „Besonders das Versagen der Nato“ hätte die Angriffe mit vielen Toten möglich gemacht. Das müsse untersucht werden.
Die ganze Nacht über waren in Kabul Schüsse und Explosionen zu hören. Auch andere Städte Afghanistans wurden von der Angriffsserie erschüttert, die die Taliban als „Beginn einer Frühjahrsoffensive“ bezeichneten. Erst am Montagmorgen endeten die Kämpfe.
Gerade stecken Hunderttausende Schüler im Abitur. Woran die wenigsten denken: Auch für ihre Lehrer steht einiges auf dem Spiel. Wie fühlt es sich an, zum letzten Mal mit einer Klasse ins Abitur zu gehen? Ein Abschlussbericht.
Die Internationale Schutzruppe für Afghanistan kann auf die Wiedereröffnung ihrer wichtigsten Versorgungsrouten hoffen. In Islamabad stimmte das Parlament für eine begrenzte Wiedereröffnung der gesperrten Landverbindungen.
Die Untaten des islamistischen Serienmörders Mohamed Merah in Toulouse haben die Aufmerksamkeit auf die zunehmende ethnisch-religiöse Durchmischung der französischen Streitkräfte gelenkt.
Die afghanische Regierung und die amerikanischen Truppen haben ein Abkommen unterzeichnet, dass den Ablauf nächtlicher Razzien neu regelt. Die Amerikaner sprechen von einem „Meilenstein für die Rechtsstaatlichkeit“.
Al Qaida hat sich in Mali eingenistet - das Land wird zu einem afrikanischen Afghanistan. Der Welt droht ein enormer kultureller Verlust.
Ein Attentäter hat in der nordafghanischen Provinz Farjab mindestens zehn Menschen mit sich in den Tod gerissen. Ob Isaf-Soldaten zu Schaden kamen ist unklar.
Sebastian Nerz ist schon fast ein Jahr der Bundesvorsitzende der jungen Partei. Wie viel Macht er hat und was er mit ihr anstellen will, ist noch nicht ganz klar.
Ein offenbar geistig verwirrter Pilot hat übrigens am Dienstag ein Flugzeug auf einem Flug von New York nach Las Vegas zu einer unplanmäßigen Zwischenlandung gezwungen. Der Kapitän sei durch die Kabine gestürmt und habe unter anderem wirr über eine Bombe an Bord, Al Qaida, Iran und Afghanistan gesprochen, berichteten Passagiere. Als der Kapitän ins Cockpit zurückkehren wollte, wurde er von einigen Fluggästen überwältigt. DerKopilot übernahm das Kommando, und gemeinsam mit einem Piloten außer Dienst, der an Bord des Flugzeugs war, landete er die Maschine im texanischen Amarillo. Angesichts solcher Ereignisse dürfte sich mancher Passagier mit Tony Christie gefragt haben: „Is this the way to Amarillo?"
Die Aussagen der dritten Ehefrau Bin Ladins geben Aufschluss über seine Flucht: Der Al-Qaida-Führer versteckte sich immer in Städten und nicht, wie vermutet, in den Stammesgebieten Pakistans.
Wenn Kinder in Computer-spielen versinken und endlos im Netz surfen, sind Eltern schnell alarmiert. Aber was weiß man eigentlich über Spielsucht im Internet? Zwei Bücher sondieren das Terrain.
Die Taliban wollen die Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten fortsetzen. Zuvor aber müsse Washington nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten „das Vertrauen“ wiederherstellen. In Helmand tötete ein Mann in afghanischer Armeeuniform zwei Nato-Soldaten.
Der amerikanische Soldat, der in Afghanistan in einem Amoklauf etliche Zivilisten erschossen haben soll, ist des Mordes in 17 Fällen angeklagt. Bisher war stets von sechzehn Toten die Rede.
„Salafistischer Autodidakt“, so beschreibt die französische Staatsanwaltschaft den mehrfachen Mörder von Toulouse. Mohamed Merah hatte sich wiederholt auf eigene Faust ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet aufgemacht. Der Geheimdienst wusste das. Sein Weg weckt böse Erinnerungen.
Metaphysischer Witz und Aberwitz: Im Alter von 84 Jahren legt Ernst Augustin seinen vielleicht letzten Roman vor. „Robinsons blaues Haus“ ist ein Handbuch des Wohnens und des Lebens. Ein Besuch in München.
Vergeblich haben Spezialeinheiten versucht, in das belagerte Mehrfamilienhaus einzudringen. Der mutmaßliche Serienmörder schoss auf die Polizisten. Nun belagern sie das Mietshaus in der Hoffnung, dass der Verdächtige irgendwann erschöpft aufgibt.
Der mutmaßliche Attentäter von Toulouse plante einen Anschlag auf einen weiteren Soldaten. Außerdem habe er im Gespräch mit Polizisten bedauert, nicht noch mehr Opfer getötet zu haben, sagte der zuständige Staatsanwalt in Toulouse. Der Mann hält sich noch immer in einem Haus verschanzt.
Der Abzug aus Afghanistan wird für die westlichen Truppen zu einer gewaltigen logistischen Herausforderung werden. Die Bedingungen sind dort schwieriger als im Irak.
Erdogan sagt seinen Deutschland-Besuch ab, die angekündigte Massen-Demonstration findet trotzdem statt: 22.000 Menschen haben gegen die Unterdrückung von Minderheiten in der Türkei protestiert. Dabei sollte Erdogan für Menschlichkeit geehrt werden.
Präsident Karzai hat schon oft unter Druck der Afghanen Amerika gemaßregelt. Jetzt warf er die Nato-Strategie über den Haufen. Der Westen ist nicht mehr willkommen.
Der afghanische Präsident Karzai wirft den Vereinigten Staaten vor, bei der Untersuchung des Amoklaufs eines amerikanischen Soldaten nicht zu kooperieren. Er relativierte außerdem die Forderung nach einem schnelleren Abzug der internationalen Soldaten.
Die afghanische Regierung will die Sicherheitsverantwortung im Land bereits 2013 und nicht wie bisher geplant 2014 von der Nato übernehmen. Präsident Karzai forderte zudem einen Rückzug aller ausländischen Soldaten in ihre Stützpunkte.
Karzais Vorstoß für eine schnellere Übergabe der Sicherheitsverantwortung ist zunächst einmal innenpolitisch motiviert: er signalisiert den Afghanen, für die die ausländischen Soldaten Besatzer sind, dass er auf ihrer Seite ist.
Die afghanische Regierung will die Sicherheitsverantwortung im Land bereits 2013 und nicht wie bisher geplant 2014 von der Nato übernehmen. Präsident Karzai forderte zudem einen Rückzug aller ausländischen Soldaten in ihre Stützpunkte. Die Taliban setzen derweil ihre Gespräche mit Amerika aus.
Das amerikanische Militär hat den Amokläufer, der 16 Afghanen getötet hat, außer Landes gebracht. Präsident Obama schließt nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Cameron einen zügigeren Abzug aus Afghanistan aus.
Überschattet von einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf Leon Panetta ist der amerikanische Verteidigungsminister im Süden Afghanistans eingetroffen. Der mutmaßliche Amokschütze von Pandschwai, ein Feldwebel der Army, wurde unterdessen ausgeflogen.
Verteidigungsminister de Maizière ist um Zuversicht bemüht. Er will auf seiner Reise durch Usbekistan, Pakistan und Afghanistan Gründe dafür gefunden haben.
Verteidigungsminister de Maizière hat in Kabul ein deutsch-afghanisches Partnerschaftsabkommen angekündigt. Auch der amerikanische Verteidigungsminister Panetta reiste nach Afghanistan.
Die Bluttat eines vermutlich verwirrten Soldaten hat in Amerika ein politisches Erdbeben ausgelöst. Doch Obama will die amerikanischen Truppen nicht schneller aus Afghanistan abziehen - trotz der zunehmenden Kriegsmüdigkeit.
Nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten in Afghanistan wird in den Vereinigten Staaten wieder über den Sinn des Militäreinsatzes debattiert. Während Präsident Obama offiziell an dem Abzugstermin Ende 2014 festhält, streut die Regierung gezielt Informationen über einen früheren Rückzug.