Gauland will Doppelspitze beibehalten
Jörg Meuthen steht nach Frauke Petrys Rückzug allein an der Parteispitze. Das finden viele in der Partei gut. AfD-Fraktionschef Gauland zählt nicht dazu.
Jörg Meuthen steht nach Frauke Petrys Rückzug allein an der Parteispitze. Das finden viele in der Partei gut. AfD-Fraktionschef Gauland zählt nicht dazu.
AfD-Chef Jörg Meuthen wechselt als Abgeordneter ins Europa-Parlament, will an seinem Landtagsmandat in Baden-Württemberg jedoch festhalten. Das erzürnt die Kritiker – denn der bisherige Fraktionsvorsitzende könnte finanziell immens profitieren.
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Blütezeit der Volksparteien. Seither trocknen die Individualisierung der Gesellschaft, die Fragmentierung ihrer Öffentlichkeit und die Diversifizierung von Arbeitsmarkt und Anstellungsverhältnissen den gesellschaftlichen Nährboden aller Großverbände aus.
Anders als vor vier Jahren entspricht das Wählerprofil der AfD ziemlich eindeutig dem anderer rechtspopulistischer Parteien in Europa. Warum es so kam, wie es kommen musste, und warum es wohl auch so bleiben wird.
Die AfD hält an ihren „verschiedenen Strömungen und Flügeln“ fest. Öffentlicher Widerstand gegen die Neue Rechte ist in den Reihen der Partei kaum zu hören.
Der ehemalige Banker Thorsten Schulte hat sich die Wut auf Angela Merkel und Mario Draghi von der Seele geschrieben. Das Buch des AfD-Sympathisanten ist ein Bestseller – obwohl der Handel es boykottiert. Oder gerade deswegen?
An der Berliner Polizeiakademie herrschten schlimme Verhältnisse, so ein anonymer Vorwurf. Arabische Clans würden versuchen, junge Mitglieder einzuschleusen. Polizeipräsident und Innensenator wehren sich.
Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen will in das Europaparlament wechseln. Damit sind die wenigsten Parteikollegen einverstanden. Eine Flucht will Meuthen in seinem Vorstoß nicht sehen.
Weil der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen in das Europaparlament wechselt, will sich Dirk Driesang aus dem Bundesvorstand der Partei zurückziehen.
FDP-Chef Christian Lindner hält ein Scheitern der Jamaika-Gespräche für möglich. Es mache keinen Sinn, eine Regierung zu bilden, die dauernd streitet.
Nach wenigen Minuten war auf dem Landesparteitag klar: Künftig wird die Berliner AfD nur noch von einer Person geführt: Georg Pazderski. Die Verliererin heißt Beatrix von Storch.
Ein Scheitern der Jamaika-Gespräche brächte kaum jemanden etwas – doch dafür braucht es weniger Gereizheit und mehr Kompromissbereitschaft. Außerdem im FAZ.NET-Countdown: Trump in Asien und Hitchcock im Schwalm-Eder-Kreis.
Lahmes Internet, wenig Ärzte: Ländliche Gegenden müssen im Vergleich zu Großstädten oft zurückstecken. Vertreter der Kommunen ärgert das. Sie fordern von der neuen Bundesregierung mehr Geld.
Was erfährt man über den Zustand des Humors in Deutschland, wenn man Komödianten, Kabarettisten und Fernsehsatirikern auf Twitter folgt? Eine Bestandsaufnahme nach der Bundestagswahl.
Rassische Herkunft, religiöse Überzeugung, Sexualleben: Das Recht zur Erhebung dieser Daten hat die AfD bislang von Journalisten gefordert. Nun macht die Partei einen Rückzieher.
In der AfD-Fraktion betonen alle ihre Unterstützung für die Islamthesen von Albrecht Glaser. Nur in der Frage, was dessen Thesen eigentlich sind, herrscht offenbar Unklarheit.
Die Sondierungen der Jamaika-Koalition sind in einer kritischen Phase. Das zeigt sich auch bei Maybrit Illner. Dabei könnte den Parteien eine einfache Einsicht helfen.
Die AfD-Fraktion will den anderen Parteien Gelegenheit geben, Albrecht Glaser besser kennen zu lernen. Das soll die Hürden für einen vierten Wahlgang aus dem Weg räumen.
Der Streit über die Einwanderungspolitik wird nun wieder dort ausgetragen, wo er ausgetragen werden muss: im Bundestag. Auch wenn die AfD über die Stränge schlagen wird, kann das dem Ansehen der repräsentativen Demokratie insgesamt nur nutzen. Ein Kommentar.
Das Wahlergebnis lässt das Gros der Deutschen ratlos zurück. Sollten die schwarz-gelb-grünen Sondierungsgespräche scheitern, wünschen sich laut der jüngsten Umfrage im Auftrag der F.A.Z. 46 Prozent Neuwahlen.
Was waren das Zeiten, als Redner im Bundestag einander mit erlesenen Beleidigungen bedachten. Ob das mit der AfD im Parlament geht? Wolfgang Schäuble lässt schon erkennen, auf welche Tonalität er als Präsident setzt.
Für seine Ausführungen über Hermann Göring und Clara Zetkin erntete der AfD-Abgeordnete Bernd Baumann viel Kritik. Was daran richtig und was falsch ist.
In der konstituierenden Sitzung hat die AfD ihren ersten Auftritt im Bundestag. Der große Eklat bleibt aus. Doch klar wird auch: Das Spiel hat gerade erst begonnen.
Der langjährige CDU-Politiker und bisherige Finanzminister Wolfgang Schäuble wird Präsident des 19. Bundestags. Bei der Wahl seiner Stellvertreter gibt es keine Überraschung.
709 Abgeordnete hat der 19. Bundestag, der am Dienstag zusammengetreten ist. Fast 40 Prozent der Parlamentarier sind neu und mit der AfD gibt es eine Fraktion, die einen neuen Wind in die parlamentarische Arbeit bringen.
++ Bundestag lehnt AfD als Vize-Präsidenten ab ++ Fünf Schäuble-Stellvertreter im ersten Anlauf gewählt ++ Erfrischende Streitlust prägt konstituierende Sitzung ++ Das war der Tag im FAZ.NET-Liveblog.
Mit der AfD-Fraktion zieht keine Truppe „Nazis“ in den Bundestag ein, und sie besteht auch nicht nur aus den Dumpfbacken, zu denen sie gemacht werden. Vielleicht verfahren CDU und CSU mit ihrem Schmuddelkind eines Tages ähnlich wie die SPD mit ihrem, der Linkspartei. Ein Kommentar.
Xi Jinping gewinnt an Einfluss, das Bundesverfassungsgericht prüft die Volkszählung von 2011 und der Gläubigerausschuss von Air Berlin berät über den aktuellen Stand der Verkaufsverhandlungen.
Jede Fraktion im Bundestag bekommt einen Sitz im Bundestagspräsidium, auch die AfD. Aber die anderen Parteien lehnen den Kandidaten ab – Streit steht bevor. Heute zeigt sich die Tonalität der nächsten vier Jahre.
Heute dürfte FDP-Politiker Kubicki zu einem der Vizepräsidenten des Bundestages gewählt werden. Er rät, mit der AfD im Parlament „vernünftig und fair“ umzugehen. Abgeordnete bekräftigen ihre Ablehnung gegen den umstrittenen AfD-Kandidaten Glaser.
Wenn der Bundestag an diesem Dienstag seine Vizepräsidenten wählt, könnte es zum Eklat kommen. Dass der AfD-Kandidat Albrecht Glaser scheitert, gilt als sicher – aber was geschieht dann?
Hamburg, Berlin und Wien leuchten vor moralischer Überlegenheit, während das Land um sie herum finster wird. Weil der eingeschlossenen Elite kein Kontakt zu Andersdenkenden zugemutet werden kann, muss ein Tunnel her.
So spannend das Wochenende in Spanien, Italien und Tschechien war, so verhältnismäßig entspannt blieb es bei uns. Doch schon bald könnte es mit der deutschen Ruhe vorbei sein.
Der Einzug der AfD in den Bundestag bewegt die Teilnehmer einer Großdemonstration in Berlin. Am Reichstagsgebäude versammelten sie sich für eine symbolische Aktion.
So ein bisschen freuen sich die Sozialdemokraten über das katastrophale Ergebnis der Bundestagswahl. Endlich sind sie die Union los. In der Opposition soll alles besser werden.
Klaus-Dieter Frankenberger, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik der F.A.Z., war auf Vortragsreise in den Vereinigten Staaten. In Atlanta sprach er über Populismus in Europa.