Großer Ärger wegen Wirecard-Zertifikaten
Privatanleger spekulieren gern mit Leerverkäufen – oder schützen ihre Depots damit vor Abstürzen. Das kann gründlich schiefgehen, wie der Fall Wirecard zeigt.
Privatanleger spekulieren gern mit Leerverkäufen – oder schützen ihre Depots damit vor Abstürzen. Das kann gründlich schiefgehen, wie der Fall Wirecard zeigt.
Jan Marsalek, der flüchtige ehemalige Vorstand von Wirecard, soll sich in Russland aufhalten – und unter Aufsicht des Militärgeheimdiensts GRU stehen. Was hat der Manager mit ihm zu schaffen?
Die Branche wächst zwar auch in Corona-Zeiten. Doch das Verfolgerfeld hinter den „Big Four“ wird kleiner – und die Sorgen über die Folgen des Wirecard-Skandals wachsen.
Traue keinem Manager, wenn er sagt, er widme sich dem Gemeinwohl. Firmen müssen Gewinne machen. Was denn sonst?
Der Finanzausschuss des Bundestags plant für den 29. Juli eine Sondersitzung, die sich mit dem insolventen Zahlungsabwickler beschäftigt. Hat die Bundesregierung Wirecard unterstützt, obwohl der Verdacht von Unregelmäßigkeiten schon bestand?
Die Deutsche Börse will ihre Regeln doch schon bald ändern. Jeder darf dazu per E-Mail seine Meinung sagen. Bis Mitte August will die Börse die Antworten auswerten.
Bafin-Chef Felix Hufeld fordert nach dem Wirecard-Skandal schärfere Regulierungen: „Der aufsichtliche Werkzeugkasten muss hier nachgeschärft werden.“ Vorwürfe gegen seine Behörde weist er zurück – diese habe ihre Aufgabe im Sinne des Gesetzgebers erfüllt.
Jan Marsalek hat den Finanzdienstleister Wirecard mitgeprägt bis zu seiner fristlosen Entlassung. Seither wird er gesucht. Nun führt eine Spur nach Belarus.
Die Filmgesellschaft Ufa plant Aufstieg und Fall des Dax-Konzerns Wirecard zu verfilmen. Der Skandal sei wie ein Drama unter Königen zwischen gerissener Kriminalität und Technologiegläubigkeit.
Angela Merkel hat laut eines Medienberichts im vergangenen Jahr mit dem damaligen Wirecard-Berater Karl-Theodor zu Guttenberg über die China-Expansion des Skandalkonzerns gesprochen. Das Kanzleramt sagte demnach seine Hilfe zu.
In der Affäre um den Dax-Konzern rückt eine Sondersitzung des Bundestags-Finanzausschusses näher. In der Opposition ist sogar schon von einem möglichen Untersuchungsausschuss die Rede.
Die Staatsanwaltschaft München hat bei der Aufklärung des Wirecard-Skandals offenbar einen wichtigen Ermittlungserfolg erzielt. Ein ranghoher Manager räumte laut seinem Anwalt eine Tatbeteiligung ein.
Das Vertrauen in den Kapitalmarkt, das auch die Wirtschaftsprüfer fördern sollen, hat gelitten. Wer es Kriminellen in Zukunft nun so schwer wie möglich machen will, muss die Prüfung vor Ort stärken.
Das Finanzministerium legt im Skandal um Wirecard einen Bericht vor, aus dem hervorgeht, dass Finanzminister Olaf Scholz seit 2019 von den Ermittlungen wusste. Regierung und Bafin verwickeln sich nunmehr in Widersprüche.
Der Skandal um das Dax-Unternehmen ist noch bei weitem nicht vollends aufgeklärt. Doch von verdächtigen Vorgängen bei Wirecard weiß der Bundesfinanzminister schon länger.
Das Investmentunternehmen von Karl-Theodor zu Guttenberg hat Wirecard beraten. Außerdem soll sich der frühere Verteidigungsminister bei der Bundesregierung für den nun insolventen Zahlungsdienstleister eingesetzt haben.
Groß war die Sorge, dass der Skandal um Wirecard der ganzen Tech-Branche schadet. Weit gefehlt. Die Anleger sind in Rekordlaune.
Die Opposition kritisiert die kargen Angaben des Ministeriums und will mehr Informationen über die Gespräche mit dem ehemaligen Wirecard-Chef Braun. Am Donnerstag könnte es eine Gelegenheit geben.
Die Wirecard-Affäre wird auch der Finanzaufsicht Bafin angelastet. Ihr Präsident Felix Hufeld räumt Fehler ein, aber weist die alleinige Verantwortung von sich.
Es kommt wenig überraschend: Die Finanzaufsicht Bafin hat den früheren Wirecard-Chef Braun offiziell bei der Staatsanwaltschaft wegen Insiderhandels angezeigt.
Marco Brockhaus hat früher kurzfristig in Unternehmen investiert. Jetzt will er Technologieführer weiterentwickeln und geht dafür an die Börse – trotz Corona.
Der Fall des Zahlungsdienstleisters ist ein Nackenschlag für die Aktienkultur in Deutschland. Im deutschen Leitindex hat das Unternehmen nichts mehr zu suchen.
Der Fall des Zahlungsdienstleisters hat die deutsche Finanzaufsicht Bafin blamiert. Amerikas Behörde wäre so etwas nicht passiert, heißt es überall. Als Vorbild taugt sie trotzdem nicht.
In der Aufarbeitung des Skandals rückt die Rolle der Bundesregierung in den Fokus. Vor allem ein Gespräch von Finanz-Staatssekretär Kukies und dem ehemaligen Wirecard-Chef Braun hat die Opposition im Blick.
Neben der Commerzbank und Wirecard steht die Deutsche Bank derzeit solide da. Karl von Rohr spricht darüber, wo die Corona-Krise Spuren hinterlässt, was er sich von der Bafin wünscht und warum die Bank Hilfe von Google braucht.
Wirecard eine Betrügerbude, die Commerzbank ziel- und führungslos, das ließe sich noch aushalten. Aber Daimler mit kapitalem Motorschaden? Wir brauchen einen wie Trump. Dringend.
Der Bafin-Führung wird seit Wochen vorgeworfen, im Bilanzskandal um Wirecard zu zögerlich agiert zu haben. Tatsächlich waren die Kontakte zur Führung des Dax-Unternehmens sehr spärlich.
Der Fall Wirecard hat die Wirtschaftsprüfer in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die massive Kritik am System wird Folgen haben für die Branche, die Aufsicht der Prüfer und für die gute Unternehmensführung.
Seit gut zwei Wochen ist der frühere Wirecard-Manager auf der Flucht. Nun werden neue Details über Jan Marsalek bekannt: Er soll Kontakte in die österreichische Geheimdienstszene haben und könnte in die „Ibiza-Affäre“ verstrickt sein.
Online-Bestellplattformen gehören zu den Profiteuren der Corona-Pandemie – etwa Delivery Hero, das es nach dem Abstieg von Wirecard sogar in den Dax schaffen könnte. Doch es gibt auch vielversprechende Konkurrenten.
Kurseinbrüche am Aktienmarkt zu Corona-Beginn, inzwischen beim Dax trotz Wirecard, Lufthansa & Co. mehr als eine Erholung: Wie soll ich mich als Anleger verhalten? Was ist die richtige Strategie?
Die Aufsicht schaue zu oft weg, kritisiert der frühere Grünen-Politiker Gerhard Schick. Seine Bürgerbewegung hat nun eine Unterschriftenaktion gestartet.
In München ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den deutschen Finanzdienstleister. Nach einem Bericht soll Wirecard auch in Amerika untersucht werden. Die Festnahme eines Deutschen wird in diesem Zusammenhang genannt.
Das Finanz-Start-up, das sich auf Geschäftskonten für Selbständige spezialisiert hat, sichert sich 4 Millionen Euro von Investoren. Ein kleiner Lichtblick für das Unternehmen. Für das laufende Jahr hatte man sich düstere Szenarien ausgemalt.
Die ersten Teile von Wirecard stehen schon kurz vor dem Verkauf, teilte der Insolvenzverwalter mit. Die Reihe der Interessenten ist lang. Eine Kreditlinie ist fast komplett ausgeschöpft.
Der Skandal um den Dax-Konzern soll eine EU-weite Aufsicht über Zahlungsdienstleister zur Folge haben. Zudem soll die Börsenaufsicht wie das amerikanische Vorbild SEC schlagkräftiger werden. Die Zentralisierung der Aufsicht zeigt sich auch an anderen Stellen.