„Größter Betrugsfall der Nachkriegsgeschichte“
Olaf Scholz und Angela Merkel weisen Kritik im Wirecard-Betrugsskandal bislang von sich. Doch ein Untersuchungsausschuss wird immer wahrscheinlicher. Jetzt hängt es von den Grünen ab.
Olaf Scholz und Angela Merkel weisen Kritik im Wirecard-Betrugsskandal bislang von sich. Doch ein Untersuchungsausschuss wird immer wahrscheinlicher. Jetzt hängt es von den Grünen ab.
EU-Verschuldung +++ Cashflow +++ Wirecard +++ Bilanzbetrug +++ Hermann Kükelhaus
Danyal Bayaz war Unternehmensberater. Jetzt deckt er die liberale Flanke der Grünen ab. Im Wirecard-Skandal schlägt seine große Stunde.
Al Capone hat sie erfunden, kriminelle Banden und Clans nutzen sie, und sogar im Wirecard-Fall soll sie eine Rolle spielen: die Geldwäsche. Warum gerade Deutschland ein Paradies dafür ist – und sich daran wohl so schnell nichts ändern wird.
Bei Wirecard wurde keineswegs jeder vom Hof gejagt, der etwas mit dem Milliarden-Betrug zu tun hatte. Im Gegenteil: Im Aufsichtsrat der Wirecard Bank ist die alte Garde weiter in Amt und Ehren. Nun könnte die Finanzaufsicht einschreiten.
Warum Felix Krull nie einen Job bei Wirecard angenommen hätte: Über den Unterschied zwischen Hochstaplern und Betrügern.
Der insolvente Zahlungsdienstleister hat über die Jahre immer mehr Schulden angehäuft. Einem Gutachten des Insolvenzverwalters zufolge stehen den Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe nur 26,8 Millionen Euro an Guthaben gegenüber.
Das Insolvenzverfahren für den Zahlungsdienstleister ist eröffnet. Der entlässt 730 Mitarbeiter – Verwalter Jaffé steht vor einer Sisyphusaufgabe.
Im Skandal um den Zahlungsdienstleister beginnt nun ein neues Kapitel. Der Insolvenzverwalter will alles zu Geld machen, was eben geht.
Wirtschaftsprüfer bewegen sich in einer Balance zwischen Dienstleistung und öffentlichem Auftrag. Wenn in den Prüfergesellschaften der Dienstleistungsgedanke überwiegt, ist Gefahr im Verzug.
In Großbritannien schreitet die Zerschlagung des insolventen Konzerns voran. Nach einem Medienbericht kauft die britische Railsbank die Wirecard Card Solutions. Die britische Tochtergesellschaft wechselt samt Kundenstamm und Mitarbeiter den Besitzer.
Der Essenslieferdienst Delivery Hero löst den Zahlungsdienstleister Wirecard im wichtigsten deutschen Aktienindex ab. Schnell drängen sich Vergleiche auf – trotz Verlusten will die Bestellplattform davon nichts wissen.
Der Zahlungsabwickler verschwindet aus dem Dax. Doch die Verluste der Privatanleger bleiben – in Milliardenhöhe. Über Frust, Wut und Klagemöglichkeiten.
Der Umsatz der niederländischen Unternehmens legte im ersten Halbjahr um mehr als ein Viertel zu. Dass unter dem Strich aber weniger übrig blieb als im vorigen Jahr, liegt kurioserweise an der Kursexplosion an der Börse.
Die Börse glaubt an ein Unternehmen, das rasant wächst, aber kein Geld verdient. Wächst hier nach Wirecard der nächste Wackelkandidat heran?
Das Berliner Unternehmen profitiert von der Insolvenz des Finanzdienstleisters Wirecard und nimmt dessen Platz an der Börse ein. Das 2011 gegründete Unternehmen ist heute in mehr als 40 Ländern tätig.
Nach weniger als zwei Jahren fliegt Wirecard vorzeitig aus dem Dax. Den Platz des insolventen Zahlungsdienstleisters übernimmt mit Delivery Hero ein Essenslieferant, der in der Corona-Krise besonders gefragt war.
Die Rolle des Wirecard-Aufsichtsrats wurde bislang kaum diskutiert. Würde das Kontrollgremium effizienter, könnte es Bilanzbetrug schnell erkennen und verhindern. Ein Sechs-Punkte-Plan von drei Gastautoren.
Mit einer Aktie alles verloren? Wem das passiert, der kann auf Hilfe vom Fiskus hoffen. Denn eine umstrittene Steuerregel ist möglicherweise verfassungswidrig.
Selbst wenn es geprellten Anlegern gelingt, Wirtschaftsprüfern eine Schuld nachzuweisen, fehlt oft das Geld, um alle Forderungen zu begleichen. Das zeigt sich jetzt im Fall der insolventen Infinus-Gruppe, deren Schneeballsystem 2014 zusammenbrach.
Die Verbannung des Skandalunternehmens aus der ersten Börsenliga ist nachvollziehbar, schafft aber kaum Nutzwert für die Marktteilnehmer. Die Börse will die Dax-Regeln nun einer weiteren vertieften Überprüfung unterziehen.
Guttenberg hat abermals promoviert, doch begleitet von ungewöhnlichen Umständen: Wen die menschliche Komödie einmal als eine ihrer Figuren erkannt hat, den scheint sie nicht wieder loszulassen.
Auch Bafin-Mitarbeiter haben mit Wirecard-Aktien gehandelt – im laufenden Jahr sogar viel häufiger als im Vorjahr. Das Finanzministerium findet das „nicht ungewöhnlich bzw. nicht auffällig“.
Eine Folge des milliardenschweren Bilanzskandals ist, dass der insolvente Zahlungsabwickler Wirecard schon nächste Woche aus dem deutschen Leitindex Dax fliegt. Nachrücken wird aller Voraussicht nach der Restaurant-Lieferdienst Delivery Hero.
Der Essenslieferant Delivery Hero macht seit Jahren Verluste. Jetzt steigt er wohl in den Dax auf. Ist er wirklich reif dafür?
Das Bundeskriminalamt bittet die Bevölkerung bei der Suche nach dem ehemaligen Vertriebsvorstand von Wirecard um Hilfe: Marsalek soll sich im Ausland aufhalten, bisherige Ermittlungen seien allerdings ohne Erfolg geblieben.
Die Deutsche Börse will den insolventen Zahlungsabwickler Wirecard loswerden – und ändert nun ihr Regelwerk, um das Unternehmen schon im August aus der ersten deutschen Börsenliga zu werfen.
Das Regelwerk der Deutschen Börse hat trotz des offenkundigen Skandals einen sofortigen Ausschluss von Wirecard aus dem Stadardwerteindex nicht möglich gemacht. Was sich nun ändern soll.
Wirecard war ein Liebling der Anleger. Sie haben am Ende viel Geld verloren. Doch wie war der Betrug möglich? Schließlich hatten die Wirtschaftsprüfer dem Unternehmen Jahr für Jahr eine saubere Bilanz attestiert.
Im Fall Wirecard führt eine Spur zu russischen Agenten, aber BND und Verfassungsschutz haben nichts bemerkt. Dabei gab es Grund zum Argwohn.
Kaum ein anderer Filmproduzent in Deutschland versteht es, Zeitgeschichte so erfolgreich als Massenunterhaltung zu inszenieren. Jetzt knüpft sich Nico Hofmann den Wirecard-Skandal vor. Was treibt ihn an?
Seit dem Kollaps des Dax-Konzerns Wirecard weisen mehrere Spuren nach Russland. Die deutschen Nachrichtendienste haben nichts bemerkt. Jetzt zeigen sie mit dem Finger aufeinander.
Karl-Theodor zu Guttenberg hat noch immer einen guten Draht zur Kanzlerin. Das wurde im Zuge der Wirecard-Affäre deutlich. Arbeitet der frühere Verteidigungsminister an seiner Rückkehr oder hat er sich endgültig die Finger verbrannt?
Der Duft- und Aromahersteller gehört neben der Bestellplattform zu den heißen Anwärtern auf einen Nachrückplatz für den wichtigen Leitindex, wenn der Zahlungsdienstleister ausscheidet.
Aus Sorge um ihre Arbeitsplätze wollen Wirecard-Mitarbeiter in drei Tochtergesellschaften des Skandal-Unternehmens Betriebsräte gründen. Sie könnten dann im Fall einer Schließungen mit dem Management Sozialpläne aushandeln.
Die Aufarbeitung des Wirecard-Skandals wird von einem Todesfall überschattet. Medienberichten zufolge ist der frühere Asienchef des Unternehmens im Alter von 44 Jahren in Manila gestorben.