Braucht Griechenland einen Schuldenschnitt?
In London wurde den Deutschen nach 1945 ein Großteil ihrer Schulden erlassen. Ein Vorbild für den Umgang mit Griechenland? Nein. Dafür gibt es bessere Argumente.
In London wurde den Deutschen nach 1945 ein Großteil ihrer Schulden erlassen. Ein Vorbild für den Umgang mit Griechenland? Nein. Dafür gibt es bessere Argumente.
Am Sonntag geht es um die Zukunft der Europäischen Union - und um die der Kanzlerin. Drückt sie ein neues Hilfsprogramm durch den Bundestag? Oder bricht sie mit Frankreich?
Nur dank der Stimmen der Opposition erhält der griechische Premier Tsipras eine Vollmacht für Verhandlungen über die neuen Sparvorschläge. Auch wenn Tsipras sich optimistisch gibt: Der Rückhalt in seiner Koalition bröckelt.
Haben die Sparauflagen des Internationalen Währungsfonds Griechenland in die Krise gestürzt? Nein, sagt der Chefökonom. Er geht jetzt in die Offensive.
China und Griechenland haben die Aktienkurse am Freitag in die Höhe getrieben. Aber was hat die Deutsche Telekom damit zu tun?
Griechenland fordert einen neuen Schuldenschnitt. Doch das Land hat schon drei Mal eine Erleichterung bekommen. Das hätte reichen können – dann kam die Wahl.
Alexis Tsipras hat geliefert – doch in Berlin fallen die ersten Reaktionen zurückhaltend bis geschäftsmäßig aus. Aus anderen europäischen Hauptstädten klingt es deutlich optimistischer.
Das umstrittene Tarifeinheitsgesetz ist jetzt gültig. Es tritt am heutigen Freitag in Kraft.
Wenn keine neuen Vorschläge aus Athen kommen, muss die EZB den letzten Geldhahn für Griechenland zudrehen. Der Zeitplan für eine abermalige „Rettung“ ist knapp – bis Mitternacht haben die Griechen Zeit.
Eine Stabilisierung der Kurse in China und Ruhe im Themenkomplex Griechenland lässt die Börsen durchschnaufen. Es geht nach oben.
Griechische Großbanken sind unterkapitalisiert. Das Eigenkapital, das sie haben, besteht größtenteils aus Steuerforderungen gegenüber dem bankrotten Staat.
Die Euro-Staaten sind noch bereit, mit Athen unter Bedingungen über ein Hilfsprogramm zu verhandeln. Aber der Zeitplan ist denkbar knapp bemessen. Und offenbar wollen Gläubiger eher ungewöhnliche Wege beschreiten.
Die Griechen sind ohne schriftlichen Vorschlag zum Sondergipfel nach Brüssel gereist. Mündlich haben sie mitgeteilt, in Kürze einen neuen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds ESM zu stellen.
Auch die Ukraine ringt mit ihren Gläubigern um neue Kredite und einen Schuldenerlass. Die Regierung punktet mit positiven Schritten, doch die Probleme sind immens.
Auf dem Euro-Gipfel sind Griechenlands Schulden das wichtigste Thema. Doch die Gläubiger wollen erst ernsthafte Reformen sehen, bevor sie dem Land Schulden erlassen. Selbst bei gutem Willen wäre ein Schuldenschnitt allein aus praktischen Gründen schon schwierig.
Die Krise Griechenlands hat viele neue Fachbegriffe hervorgebracht. Sie müssen sie unbedingt kennen, wenn Sie die vielen Analysen und Berichte leichter verstehen wollen. Hier kommt eine neue Fassung, die Ideen unserer Leser enthält.
Nach dem Nein-Votum der Griechen sieht Kanzlerin Merkel vorerst keine Basis für ein neues Hilfsprogramm. Vielmehr gibt es in der Koalition große Zweifel, ob Athen in der Euro-Zone verbleiben kann. Der Rücktritt von Finanzminister Varoufakis könne aber eine Chance sein, sagt der CDU-Abgeordnete Bosbach.
Finanzminister Giannis Varoufakis hat dafür gekämpft, dass die Griechen beim Referendum mit „Nein“ stimmen. Im Interview spricht er über die Achterbahnfahrt seiner Amtszeit, sein Verhältnis zu Wolfgang Schäuble und die Frage, wie es am Montag weitergeht.
Ministerpräsident Tsipras bekommt sein Referendum: Griechenlands oberstes Verwaltungsgericht hat die Abstimmung über die Reformauflagen der Gläubiger genehmigt. Schlechte Nachrichten kommen hingegen aus Luxemburg: Laut Rettungsfonds ist Athen jetzt pleite.
In Berlin drängen SPD und die Opposition Kanzlerin Angela Merkel angesichts der neusten Enthüllungen in der NSA-Affäre zu mehr Anstrengungen für umfassende Aufklärung.
Die harte Haltung zahlt sich aus: Für seinen entschlossenen Kurs in den Verhandlungen mit Griechenland feiert die Unionsfraktion den Finanzminister. Und nicht nur sie. Das engt den Spielraum von Kanzlerin Angela Merkel ein.
Die Regierung in Athen hat Ende Juni auch ein Darlehen der griechischen Notenbank über eine halbe Milliarde Euro nicht getilgt. Für die Europäische Zentralbank ist das delikat. Sie muss nun entscheiden, ob die griechische Notenbank dadurch verbotene Staatsfinanzierung leistet.
Griechenland benötigt in den nächsten drei Jahren zusätzlich 50 Milliarden Euro. Diese stolze Summe hat der Internationale Währungsfonds ausgerechnet. Und die jüngste Entwicklung hat er dabei noch nicht mal berücksichtigt.
Griechenland stellt seine Zahlungen an den IWF ein - und reiht sich damit neben Simbabwe, Sudan und Somalia ein. Für den Währungsfond ist das eine Katastrophe. Seine weltwirtschaftliche Bedeutung steht auf dem Spiel.
Die von der Staatspleite bedrohte Ukraine kann mit ihren Gläubigern über einen Schuldenerlass verhandeln. Nach wochenlangem Gezerre einigten sich beide Seiten auf Gespräche ohne Vorbedingungen.
Die Euro-Finanzminister wollen frühestens ab Montag wieder mit Athen verhandeln. Für den Tag erwartet Griechenlands Finanzminister Varoufakis bereits eine Einigung mit den Gläubigern. Und was macht sein Chef, Alexis Tsipras? Er provoziert mit einer Fernsehansprache.
Die Lage in Griechenland ist eskaliert. Wie konnte es soweit kommen? Ein Überblick.
Lenkt Alexis Tsipras doch noch ein? Einem Medienbericht zufolge ist der griechische Premier bereit, die meisten Forderungen der Geldgeber vom Wochenende zu akzeptieren – und fordert nur minimale Änderungen. Einen Dämpfer gibt es allerdings von Finanzminister Schäuble.
In Griechenland öffnen die Banken für drei Tage für Rentner und Pensionäre – schon am frühen Morgen ist der Andrang groß. Aus Athen werden neue Vorschläge erwartet.
Antikes griechisches Theater: Einem Prolog und einem Parodos folgen fünf Epeisodia. Am Ende steht der Exodus oder die Katastrophe. Klingt vertraut. Zuletzt kommt noch ein Schlusswort des Chors.
Athen kann für den IWF zum Milliardengrab werden. Ein Viertel aller ausgegebenen Kredite des Fonds steckt in Griechenland. Die Konsequenzen für die angeschlagene Institution sind absehbar.
Das Gespenst einer Staatspleite Griechenlands geht schon lange um. Das Land ist aber weder ein Unternehmen noch eine Privatperson. Das ist das Problem.
Nicht nur Griechenland wird von seiner Schuldenlast erdrückt. Auch Puerto Rico ist akut in Pleitegefahr. Das tropische Inselparadies stellt seine Gläubiger auf den Zahlungsausfall ein.
Dem turbulenten Wochenauftakt folgte am Aktienmarkt ein immer noch nervenaufreibender Dienstag. Viele Anleger greifen im Griechenland-Drama scheinbar nach dem Strohhalm eines Vermittlungsversuchs in letzter Minute.
Falls die Griechen in ihrem Referendum mit „Nein“ stimmen, muss Griechenland den Euro aufgeben, sagen alle namhaften EU-Politiker. Giannis Varoufakis sieht das anders: Griechenlands Mitgliedschaft sei nicht verhandelbar.
Heute ist der letzte Tag für Griechenland unter dem Rettungsschirm.