Berlin an Athen: Noch ist alles offen
Die Regierung zögert mit der Zustimmung zum Rettungspaket für Athen. Zum Problem für die Kanzlerin wird die Rolle des IWF.
Die Regierung zögert mit der Zustimmung zum Rettungspaket für Athen. Zum Problem für die Kanzlerin wird die Rolle des IWF.
Die Sorgen um die Geschäfte der deutschen Wirtschaft mit China haben den Dax am Mittwochnachmittag unter 11.000 Punkte gedrückt. Der Euro hingegen legt den sechsten Tag in Folge zu.
Peking wertet seine Währung deutlich ab und schockt die Welt. Was als Schritt zu mehr Marktwirtschaft verkauft wird, könnte in Wahrheit der simple Versuch sein, die eigene Exportwirtschaft auf Kosten anderer Länder zu stärken.
Europas Politiker erlassen Griechenland die Schulden nicht. Aber glaubt irgendjemand noch, dass Griechenland seine Schulden je zurückzahlen kann?
Zu Zeiten von Schwarz-Gelb war die FDP noch für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Heute kommt sie zu einer anderen Einschätzung.
Griechenland braucht Geld. Über die Bedingungen für ein neues Hilfspaket verhandelt das Land derzeit mit seinen Geldgebern. Das alles dauert zu lange, meint die Bundesregierung. Die EU-Kommission hält dagegen.
Die chinesische Währung gilt als heißer Kandidat für den Korb der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds. Doch jetzt gibt es Signale, die Entscheidung zu vertagen.
Der Zeitplan für ein drittes Hilfspaket ist einem Zeitungsbericht zufolge nicht mehr zu halten. Die Regierung in Athen versuche, umstrittene Reformen zu verschieben.
Keine Überraschung: Kaum eröffnete die Athener Börse wieder den Handel, stürzten die Kurse ins Bodenlose. Vor diesem Hintergrund verhandeln die Gläubiger mit der griechischen Regierung weiter über schmerzhafte Einschnitte.
Sorgen um die chinesische Wirtschaft belasten die Tokioter Börse. Die Athener Börse öffnet wieder, derweil der Chef der griechischen Statistikbehörde zurücktritt.
Der Internationale Währungsfonds fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland, damit er sich am nächsten Hilfsprogramm beteiligt. Die EU-Kommission antwortet: Das ist „vollkommen vereinbar“.
Der IWF stellt seine Beteiligung an einem neuen Rettungspaket für Griechenland immer heftiger in Frage. Damit wankt das fragile Rettungsgleichgewicht.
Jetzt ist der IWF deutlich geworden: Der Fonds macht beim dritten Hilfspaket für Griechenland vorerst nicht mit. Er setzt die europäischen Gläubiger unter Druck.
Der Aktienmarkt in Schanghai verliert so viel wie seit acht Jahren nicht. Anleger vertrauen offenbar nicht auf die Eingriffe der Regierung. In Frankfurt und New York zittern Händler.
Die griechische Regierung hatte immer wieder Vorbehalte zur Beteiligung des IWF an künftigen Hilfen geäußert. Die anderen Geldgeber bestehen aber auf das Mitwirken des IWF an neuen Hilfen.
Das dritte Hilfspaket steht auf dem Programm: Nun können die Detail-Verhandlungen dazu zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern losgehen. Aus der Troika wird eine Quadriga, Syriza steht vor der Zerreißprobe und die Zeit drängt - mal wieder.
Griechenlands Schuldenlast kann und muss im Euroraum erleichtert werden. Das ist rechtlich auch ohne Grexit möglich. Bei den Verhandlungen mit Athen sollte dies Thema sein. Ein Gastbeitrag.
Die Entwicklung Griechenlands wird nach der Einigung mit den Gläubigern als „stabil“ eingestuft. Doch die Bonität des Landes beinhaltet weiter „erhebliche Risiken“.
Die Entspannung in der griechischen Schuldenkrise hat dem Dax einen positiven Wochenauftakt beschert. PayPal feiert in New York einen soliden Börsenstart und Gold-Anleger schauen sorgenvoll auf ihre Positionen.
IWF-Chefökonom Olivier Blanchard will bald in den Ruhestand gehen. Jetzt hat der Währungsfonds einen Nachfolger gefunden. Den kennt fast jeder Wirtschaftsstudent.
Beim IWF war eine wichtige Rate schon seit fast 3 Wochen überfällig. Auch bei der EZB war heute ein hoher Rückzahlungsbetrag fällig. Nun hat Griechenland bezahlt.
Christine Lagarde eilt seit 2011 von Krise zu Krise. Doch wie gerne würde die Chefin des IWF mal über etwas anderes reden als über Griechenland.
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Um die Griechenland-Rettung zu finanzieren, muss in Deutschland der Solidaritätszuschlag angehoben werden. Das fordert der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in einem Gastbeitrag.
Griechenlands Parlament streitet über die Reformauflagen, die Beamten streiken – und die Koalitionskrise eskaliert. Am Abend kommen die Volksvertreter zu ihrer entscheidenden Abstimmung zusammen.
Die Griechen können ihre Schulden nicht mehr tragen, sagt der Internationale Währungsfonds. Die Organisation geht damit auf Konfrontationskurs mit Deutschland.
Der Verkauf von Staatseigentum soll Griechenland 50 Milliarden Euro einbringen. Doch in Wahrheit basieren angebliche Privatisierungserlöse auf frei erfundenen Schätzungen.
Die Euro-Staaten haben Griechenland schnelles Geld versprochen. Aber woher soll es kommen? Ein Überblick über die Möglichkeiten.
Der ESM-Anteil am griechischen Hilfsprogramm könnte geringer ausfallen als angenommen. Bisher war von 82 bis 86 Milliarden Euro die Rede. Im günstigsten Fall muss der Euro-Krisenfonds ESM davon aber nur etwa die Hälfte decken.
Die Regierung in Athen weiß, welche Gläubiger sie gut behandeln muss und welche nicht. Am Dienstag beglich sie eine in Japan in Yen aufgenommene Samurai-Anleihe.
Bis zu 25 Milliarden Euro wollen die Regierungen der Euro-Staaten in die maroden Institute in Griechenland pumpen. Die faulen Kredite reißen große Löcher in die Bilanzen.
Nach fast 17 Stunden kommt am Morgen die Nachricht: Einigung. Der Grexit ist erstmal abgewendet. Doch Tsipras kann trotzdem nur verlegen lächeln. So lief die Nacht in Brüssel ab.
Wie groß wird das dritte Hilfspaket eigentlich? Welche Vorleistungen muss Athen erbringen? Und kommt es jetzt zum Schuldenschnitt? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Griechenland-Einigung.
François Hollande und Manuel Valls werben in Frankreich um Verständnis für die Kanzlerin. Berichte über ein Zerwürfnis weisen sie zurück. Die Einigung von Brüssel feiern sie als großen Erfolg.
Griechenland und die Geldgeber haben sich geeinigt. Einstimmig. Bis zuletzt haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras über einen Treuhandfonds gestritten. Doch das Drama ist noch nicht zu Ende.