Die Angst der Nettoempfänger
In Spanien werden die Regierungschefs wieder vom Thema Migration eingeholt. Außerdem reden sie erstmals darüber, wie die Union erweiterungsfähig wird. Eine interne Berechnung erzeugt Unruhe.
In Spanien werden die Regierungschefs wieder vom Thema Migration eingeholt. Außerdem reden sie erstmals darüber, wie die Union erweiterungsfähig wird. Eine interne Berechnung erzeugt Unruhe.
Die Ölgesellschaft der Vereinten Arabischen Emirate haben ein riesiges Erdgasförderprojekt vergeben. Es beinhalte auch „innovative Dekarbonisierungstechnologien“.
Der Tigerpalast feiert mit Freunden und Weggefährten die neue Show und sein 35. Jahr. Als neuer Fan gibt sich Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef zu erkennen.
Der Bundeskanzler Scholz äußerte sich im spanischen Granada. Er sagte man müsse gewährleisten, dass es keine Eskalation des Krieges in der Ukraine gebe und Deutschland nicht Teil der Auseinandersetzung werde.
Krisen gibt es in Europa genug, doch das Treffen der Regierungschefs der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Granada bringt keine Fortschritte. Es bleibt bei Appellen an den Gemeinschaftsgeist.
Die Geberländer heben ihre Zusagen zum Grünen Klimafonds um fast 10 Milliarden Dollar an. Entwicklungsministerin Schulze appelliert an China und die Golfstaaten, sich auch zu beteiligen.
Bundesfinanzminister Christian Lindner und der chinesische Vizepremier He Lifeng wollen den gegenseitigen Marktzugang erweitern. Die Gespräche dazu seien „sehr offen und sehr konstruktiv“ verlaufen, sagt Lindner.
Nach dem Machtwort des Kanzlers will Deutschland dem Krisenmechanismus nun doch zustimmen. Mit der sich abzeichnenden Verständigung sind die tatsächlichen Migrationsprobleme aber noch lange nicht gelöst.
Die Tagung von Politik und Industrie geht ohne eine Begrenzung der Energiekosten zu Ende. Der Chemiebranche wird aber weniger Bürokratie in Aussicht gestellt.
Das Chaos auf dem Wohnungsmarkt liegt an den unterschiedlichen Zuständigkeiten: Bundesländer können selbst vieles regeln. Mitentscheidend ist aber, wie vor Ort gebaut wird.
Hohe Bau- und Finanzierungskosten, kaum bezahlbarer Wohnraum: Ein Treffen zwischen Wohnungsbranche und der Regierung soll Auswege aus der Bau- und Wohnkrise erörtern. Zwei wichtige Teilnehmer haben jetzt abgesagt.
Unter den EU-Staaten beginnt die Debatte darüber, wie die EU ihre Handlungsfähigkeit bewahren kann, wenn sie noch mehr Länder aufnimmt. Ein deutsch-französischer Expertenbericht liefert dazu Anregungen.
Der kanadische Ministerpräsident wirft Indien die Beteiligung an der Ermordung eines kanadischen Staatsbürgers der Sikh-Gemeinschaft in Kanada vor. Indien spricht von „absurden“ Vorwürfen.
Nach vielen Boomjahren im Niedrigzins haben sich die Bedingungen im Bau deutlich verschlechtert. Verlässliche Vorgaben und endlich eine verbindliche Förderkulisse sind nötig.
Der kanadische Premierminister Justin Trudeau sieht „glaubwürdige Hinweise“ für die Beteiligung Indiens an der Ermordung eines kanadischen Sikh-Aktivisten. Die Regierung weist einen indischen Spitzendiplomat aus.
Charles III. besucht Frankreich. Am Triumphbogen und im Élysée-Palast wird dem britischen König ein besonderer Empfang bereitet. Nicht jeder hält das für zeitgemäß.
Italiens Regierungschefin pocht auf ein Eingreifen der EU, um Migranten auf dem Weg über das Mittelmeer zu stoppen. Ihre Forderungen dürfte sie bei einem Besuch aus Brüssel auf Lampedusa geltend machen.
Vor vier Jahren musste Nordkoreas Diktator noch mit leeren Händen aus Russland abreisen. Diesmal war Putin der Bittsteller. Setzt er aufs falsche Pferd?
Die USA und Vietnam warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor der „Androhung oder Anwendung von Gewalt“ im Südchinesischen Meer. Der Adressat ist offenkundig.
Putin brauche in Brasilien keine Festnahme zu befürchten, sagte Brasiliens Präsident am G-20-Gipfel. Nun wurde er offenbar eines Besseren belehrt.
Europa, die USA und Indien blickten lang ratlos auf Pekings Strategie der „Neuen Seidenstraße“. Nun haben die Demokratien eine ähnliche Idee. Für dieses IMEC genannte Projekt brauchen sie aber all ihre Kräfte.
Brasiliens Präsident Lula da Silva versprach am Wochenende, Putin würde beim nächsten G-20-Gipfel in Brasilien nicht festgenommen. Nun ist er zurückgerudert.
Der US-Präsident wertet die bilateralen Beziehungen zu Vietnam auf – auch um Chinas Einfluss in der Region zu begrenzen. Auf der Pressekonferenz in Hanoi sind ihm die Strapazen seiner Asienreise anzumerken.
Im Nahen Osten will Washington Pekings Infrastrukturinitiative eigene Großprojekte entgegensetzen. Beim G-20-Gipfel in Neu Delhi spielt China eine Nebenrolle.
Die alten Industrieländer starten mit neuen Partnern ein gigantisches Infrastrukturprojekt – in Konkurrenz zu Chinas Seidenstraße. Zugleich stärken sie die in Washington sitzenden Finanzinstitutionen.
Der Gipfel in Indien drohte zu scheitern. Doch Ministerpräsident Modi gelingt ein diplomatischer Erfolg. Chinas Regierungschef hingegen nimmt eine Nebenrolle ein.
Die G20 haben sich angesichts gegensätzlicher Haltungen zum Ukrainekrieg auf eine Abschlusserklärung ohne direkte Kritik an Russland geeinigt. Scholz bewertet diese trotzdem für ein „klares Bekenntnis“ für die territoriale Integrität der Ukraine.
In Neu Delhi war den USA und Europa die Zusammenarbeit mit Schwellenländern wichtiger als eine weitere Solidaritätsgeste für die Ukraine. Das sichert den Bestand der G20, aber noch nicht ihre Bedeutung.
Der Westen eifert dem chinesischen Seidenstraßenprojekt nach. Doch politisch motivierte Kreditvergabe kann teuer werden. Also bitte, keine weitere Seidenstraße.
Der russische Präsident Putin soll zum G-20-Gipfel im kommenden Jahr nach Brasilien eingeladen werden. Der brasilianische Präsident Lula sagt, ihm drohe keine Festnahme – trotz internationalen Haftbefehls.
Abschlussdinner bei politischen Gipfeln sind meist eher fleischlastig. Doch beim G-20-Gipfel tischt Indiens Premier Modi vor allem eins auf: Hirse. Das hat einen politischen Hintergrund.
In Neu Delhi einigen sich die G-20-Staaten doch noch auf eine gemeinsame Erklärung. Dafür musste sich auch der Westen bewegen. Indien ist stolz auf das Dokument.
Die G20 haben in der gemeinsamen Gipfelerklärung den „Einsatz von Gewalt“ zur Erzielung von „Geländegewinnen“ in der Ukraine verurteilt. Die russische Aggression wird darin allerdings nicht beim Namen genannt.
Nächste Runde im Machtkampf der Großmächte: Washington möchte Pekings Seidenstraßen-Projekt Konkurrenz machen. Mit einer brisanten Idee, die auch Saudi-Arabien einschließt.
Die G-20-Staaten haben lange um eine Verurteilung des russischen Angriffs auf die Ukraine gerungen. Zeitweilig erschien es fraglich, ob eine Abschlusserklärung zustande kommt. Nun haben sie sich auf einen Kompromiss verständigt.
Der frühere Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sprach sich in einem F.A.Z.-Gastbeitrag gegen Alleingänge in der Klimapolitik aus. Darauf schrieb der Energieökonom Lion Hirth eine Entgegnung. Nun antwortet abermals Sinn.