Der Körper des Präsidenten
Seine Muskeln sind eine Demonstration seiner Macht: Wladimir Putin ist nicht nur Politiker, sondern eine sorgsam gestaltete Kunstfigur, in der alte russische Mythen und neue Zeit zu einer Einheit verschmelzen.
Seine Muskeln sind eine Demonstration seiner Macht: Wladimir Putin ist nicht nur Politiker, sondern eine sorgsam gestaltete Kunstfigur, in der alte russische Mythen und neue Zeit zu einer Einheit verschmelzen.
Renault-Nissan übernimmt die einstige sowjetische Industrie-Ikone Awtowas - Hersteller der Traditionsmarke Lada. Auch wenn alle Beteiligten die Sache tief hängen - die Übernahme ist ein Paukenschlag für die Autoindustrie.
Die polnische Rechte nutzt den zweiten Jahrestag des Flugzeugabsturzes von Smolensk für Proteste. Deutlich wie nie zuvor sagt der frühere Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski, sein Bruder Lech sei „ermordet worden“.
Während unschuldig Verurteilte in Straflagern misshandelt werden und Polizisten Bürger vergewaltigen, erklären Teile der orthodoxen Kirche jede Opposition gegen Putin für illegitim.
Marina Salje galt als das „Großmütterchen der russischen Demokratie“. Kurz nach ihrem Tode haben ihre Freunde Dokumente bei Facebook hochgeladen, die dunkle Schatten auf das Geschäftsgebaren des Wladimir Putin werfen.
Am Sonntag hat Jelena Isinbajewa bei der Hallen-WM ihrer Sammlung einen weiteren Titel hinzugefügt: Sehr zur Freude der Staatsmacht und der Oligarchen verlängert die russische Stabhochspringerin ihre Karriere.
Terror gegen die Tschetschenen, Tanz auf dem Vulkan in Russlands Diskos - Dennis Gansels Film „Die vierte Macht“ behauptet: Alles fiktiv. Dabei lässt er zu viele wichtige Fragen offen.
Eine Woche nach Putins Sieg bei der Präsidentenwahl protestieren Zehntausende gegen Fälschungen. Der Oppositionelle Garri Kasparow nennt Putin einen „Diktator“. Erstmals werden Rufe nach einer friedlichen Revolution nach ukrainischem Vorbild laut.
Die russische Opposition spricht von „systematischen Fälschungen“ bei der Präsidentenwahl, der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder aber sagt, Wladimir Putin orientiere Russland „ernsthaft auf eine wirkliche Demokratie“ hin.
Russische Oppositionelle sollen am Montagabend auf einer Demonstration gegen Wahlfälschung zu „Unruhen“ aufgerufen haben. Gegen sie wird nun ermittelt.
Die Wahlbeobachter haben mit der Auswertung der Protokolle aus den Wahllokalen begonnen. Offenbar gibt es große Unregelmäßigkeiten.
Die russische Polizei hat in der Nacht zum Dienstag die meisten der mehr als 500 Demonstranten wieder freigelassen, die am Abend zuvor bei Protesten gegen die Wiederwahl Putins festgenommen worden waren.
Bei Protesten gegen die Wahl von Wladimir Putin zum neuen Kremlchef hat die Polizei am Montag in Moskau und St. Petersburg rund 500 Demonstranten festgenommen. Unter ihnen zahlreiche prominente Putin-Gegner.
Wladimir Putin hat seinen Anhängern in Sicherheitskräften, Behörden und Staatsbetrieben in den vergangenen Wochen teure Versprechen gemacht. Das hat sich für ihn zunächst ausgezahlt, kann aber bald zu einem Problem werden.
Bei der Siegesfeier nach der Präsidentenwahl lief Wladimir Putin eine Träne über das Gesicht. Fälscht er neben Wahlen jetzt auch Tränen?
Ein kalter Wind weht durch Moskau. Wie in der russischen Hauptstadt versucht wurde, für die Präsidentenwahl das richtige Ergebnis für Wladimir Putin sicherzustellen.
Bis vor einem Jahr war Michail Prochorow ein russischer Oligarch wie jeder andere. Dann wurde er vom Kreml gestürzt. Bei der Präsidentenwahl erzielte er einen überraschenden Erfolg.
Der syrische Machthaber Assad hat Wladimir Putin zu seinem „bemerkenswerten“ Wahlsieg in Russland gratuliert. Assad wünschte den Russen „Fortschritt und Wohlstand“.
Wladimir Putins Wahlsieg zeigt vor allem den Mangel an Alternativen. Dass er Russland in die Zukunft führen kann, ist mehr als zweifelhaft. Seine Wille zur Reform ist Lippenbekenntnis.
Wladimir Putin hat die russische Präsidentenwahl gewonnen. Nach amtlichen Angaben lag sein Anteil bei knapp 64 Prozent der Stimmen. Die OSZE stellte Unregelmäßigkeiten in jedem dritten Wahllokal fest.
Der starke Mann Russlands versucht vor der Präsidentschaftswahl am Sonntag wieder, mit antiwestlicher Rhetorik Stimmung zu machen. Doch das Land ist heute ein anderes als vor vier Jahren, als eine Mehrheit der Russen noch bereit war, Wladimir Putin zu folgen.
Die F.A.Z. dokumentiert einen Artikel des russischen Ministerpräsidenten für die Zeitung „Moskowkije Nowosti“. Putin unterstellt dem Westen alleine wirtschaftliche Motive für das Engagement in der Arabischen Welt. Washingtons Raketenabwehrpläne bezeichnet er als „nicht hinnehmbar“.
Nicht nur Schwellenländer wie China und Brasilien verbarrikadieren sich hinter Zöllen, um ihre lokale Autoindustrie zu beschützen. Auch im Westen grassiert der Protektionismus. Für Europas Autoindustrie sind solche Rangeleien gefährlich.
Laut einem Bericht des russischen Staatsfernsehens ist kurz vor den Präsidentenwahlen ein geplanter Anschlag auf Wladimir Putin vereitelt worden. Putin wirft dem Westen unterdessen eine gewaltsame Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder vor.
Bei einer Großkundgebung unter dem Motto „Schützen wir Russland“ haben am Donnerstag Zehntausende für den Präsidentschaftskandidaten Putin demonstriert. Nach Angaben der Opposition sollen Etliche unter Drohung von Gehaltskürzungen zur Teilnahme genötigt worden sein.
Russlands Ministerpräsident Putin hat eine Aufrüstung der Streitkräfte angekündigt. Es gebe Versuche, in unmittelbarer Nachbarschaft Russlands Kriege zu schüren, schreibt Putin zwei Wochen vor der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes.
Der russische Wahlkampf ist auch eine Medienschlacht. Während Putin seine Stellvertreter ins Fernsehen schickt, wird er selbst im Internet auseinandergenommen.
Noch hat Putin die Macht in Russland, und noch weiß der Widerstand nicht, was nach dem Status quo kommt. Noch. Auf Dauer lassen sich die Bürger aber nicht mehr zähmen.
Der russische Konzern Gasprom hat eingestanden, die Gaszufuhr in die EU gedrosselt zu haben. Seit dem Wochenende haben sich die Lieferungen wieder verbessert. In Italien ist die Lage hingegen weiter „kritisch“.
Es war das Wochenende der Demonstrationen in Moskau, und wohin die Proteste gegen Putin noch führen, ist kaum abzusehen. Putins Unterstützer sind überzeugt, dass ein Erfolg der Opposition das russische Staatsschiff zum Kentern brächte.
Der kurze Frühling im UN-Sicherheitsrat ist vorbei. Doch wenigstens sind die Fronten klar. Russland und China stehen an der Seite des Bösen.
„Russland ohne Putin“ forderten die einen, „Putin ist super“ skandierten die anderen: Mehr als 200.000 Menschen sind am Samstag in Moskau und St. Petersburg auf die Straßen gegangen, um einen Monat vor der Präsidentenwahl zu demonstrieren.
Für Moskau bleibt Syrien der wichtigste Partner im gesamten Nahen Osten. Russland will dafür sorgen, dass der UN-Sicherheitsrat Gewaltanwendung gegen Syrien niemals billigt.
Zwei Millionen Unterschriften braucht, wer in Russland zur Präsidentenwahl als Kandidat zugelassen werden will. Die Zählweise ist eine Machtfrage. Genau das wurde dem Liberalen Grigorij Jawlinskij, der gegen Putin antreten wollte nun offenbar zum Verhängnis.
Putins Wahlprogramm wirkt wie eine Kopie seiner früheren Ankündigungen: Es ist ein wiederkehrendes Motiv seiner Rhetorik, die Probleme Russlands zu benennen, anderen die Schuld dafür zu geben und dann die Lösung zu versprechen.
Sollte Wladimir Putin im März die Präsidentenwahl gewinnen, will er die Einstellung der Staatsmacht den Bürgern gegenüber ändern. So heißt es in dem Wahlprogramm, das Putin am Donnerstag vorstellte.