Putin und die Affenbande
Die Demonstranten in Moskau spotten lustvoll über den Mann, der wieder in den Kreml will. Aber Ideen dafür, wie es weitergehen soll, hat die Bewegung noch nicht.
Die Demonstranten in Moskau spotten lustvoll über den Mann, der wieder in den Kreml will. Aber Ideen dafür, wie es weitergehen soll, hat die Bewegung noch nicht.
Was Christian Wulff bisher vorgeworfen wird, hat nicht das Zeug zur Watergate-Affäre. Aber dem Mann aus Hannover fällt es schwer, Person und Amt auseinanderzuhalten.
Bei den größten Massenprotesten seit mehr als zwölf Jahren sind in Russland zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung Putin zu demonstrieren. Kreml-Berater sowie der frühere Finanzminister Kudrin sprechen sich für Neuwahlen aus.
In Russland demonstrieren derzeit Zehntausende gegen das Ergebnis der Parlamentswahl. Mit dabei ist der Musiker Jurij Schewtschuk, eine Ikone der Opposition. Seine Lieder sind der Soundtrack zu den Protesten gegen das Putin-Regime.
Der russische Milliardär Michail Prochorow tritt bei der Präsidentenwahl im nächsten März gegen Wladimir Putin an. Viele Russen glauben, seine Kandidatur sei von den Machthabern eingefädelt worden, um dem Sieg Putins den Anschein von Legitimität zu geben.
Die politische Gängelung in Russland wird immer weniger hingenommen. Die oppositionellen Kräfte sind sich meist zwar in der Ablehnung Putins einig, aber das ist meistens schon die gemeinsame Klammer.
Noch ist es wenig wahrscheinlich, dass aus den Kundgebungen in Russland eine Bewegung wird, die Putins schon zwölf Jahre währende Herrschaft bald beenden könnte.
Die Polizei hat sich korrekt verhalten und die Staatsmedien haben fair berichtet: Moskau hat die größte Kundgebung seit zwei Jahrzehnten erlebt. Während die Putin-Gegner demonstrieren, verhandelt die loyale Opposition über Posten.
Viele Russen schreckt die Aussicht, zwölf Jahre lang mit Putin an der Macht weiterleben zu müssen. Doch gibt es noch keine Alternative zu ihm und seiner Partei.
Unter Druck durch Demonstranten wählt Putin scharfe Worte in Richtung Washington und Raketen als Drohgeschütze. Der vielgerühmte Neuanfang in den amerikanisch-russischen Beziehungen hat nicht viel gebracht.
Hunderte Kremlkritiker sitzen nach den Protesten gegen Wahlfälschung weiter im Gefängnis - und bekommen nun Unterstützung: Der frühere Präsident Gorbatschow fordert eine neue Abstimmung.
In Russland spitzt sich die Lage zu: Bei Protesten in Moskau und St. Petersburg gegen die Fälschung der Duma-Wahl hat die Polizei nach eigenen Angaben 400 Demonstranten festgenommen. Putin lässt Militär auffahren.
Die regierende Partei Einiges Russland hat bei der Parlamentswahl deutliche Verluste hinnehmen müssen, kann die absolute Mehrheit aber letztlich behaupten. Aus zahlreichen Orten wurden Verstöße gegen das Wahlgesetz gemeldet.
Dmitrij Gudkow kämpft in Russlands Provinz für die Opposition und greift dabei zu ungewöhnlichen Mitteln. Er lässt keine Möglichkeit aus, Moskau zu attackieren.
110 Millionen Russen sind an diesem Sonntag zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Die Macht wird in den Händen einer sehr kleinen Elite bleiben.
Er könnte bis zum Jahr 2024 Präsident bleiben: Der Parteitag der Partei Einiges Russland hat der Kandidatur Wladimir Putins für die Wahl im März zugestimmt.
Der frühere Schach-Weltmeister Kasparow gilt als stärkster Spieler der Geschichte. Heute engagiert sich der 48-Jährige für Schach als Schulfach und als russischer Oppositionsaktivist.
Mila Kunis hilft bei einer Wette, Anne Hathaway demonstriert inkognito, Wladimir Putin spielt Eishockey und Arnold Schwarzenegger twittert voller Stolz über seine Platzwunde.
In Russland wächst die Unzufriedenheit mit der Regierung. Doch Proteste muss die Kreml-Partei nicht fürchten - solange sie Wohltaten versprechen kann.
Der erste Strang der Ostsee-Pipeline ist fertig. Vor nicht langer Zeit war sie ein Politikum, bis heute bleibt die Frage, wie abhängig Deutschland von Russland ist.
Eine Konferenz über Herrschergaben in Moskau zeigt: Man fürchte die Russen, auch wenn sie Geschenke bringen. Und wer zu wenig brachte, wurde von Tataren schon mal entmannt.
Die neue Ostseepipeline „Nord Stream“ wird zwar die Liefersicherheit erhöhen, aber auch die Abhängigkeit von Russland. Doch umgekehrt gilt das ebenso.
Alexej Miller lenkt seit 2001 den russischen Erdgaskonzern Gasprom. Unter Miller ist das Unternehmen ein Global Player geworden und doch ineffizient und intransparent geblieben.
Peter Loibner bewarb sich per E-Mail bei der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti um ein Praktikum - und durfte dort vom ersten Tag an richtig mitarbeiten.
In seinen „Briefen aus dem Gefängnis“ gibt Michail Chodorkowski längst nicht alles über sich preis, was der Adressat gerne über den Geschäftsmann wissen möchte.
Der Prozess zwischen Boris Beresowskij und Roman Abramowitsch wirft ein Schlaglicht auf das Russland der neunziger Jahre und der Gegenwart.
Mit einer Medienoffensive wirbt Russlands Führungsduo für die geplante Rochade an der Spitze des Staates. Für Ministerpräsident Putin ist dabei eines zentral: Stabilität.
Die EU muss auf das Willkürurteil gegen Julija Timoschenko entschieden und klar reagieren. Die europäische Tür aber sollte für die Ukraine offen bleiben.
Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Timoschenko ist von einem Gericht in Kiew wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Außenminister Westerwelle sagte, dieses Urteil könne nicht folgenlos bleiben.
Es war schon vermutet worden, doch nun ist es sicher: Die beiden Amphoren, die Putin von einem Tauchgang mitgebracht hatte, waren dort speziell für ihn abgelegt worden.
"Dass Europa fällt, wenn der Euro fällt, ist Kanzlerin Angela Merkels Mantra geworden. Trotzdem hat sie während der gesamten Euro-Krise gezaudert und die wachsende Zahl der Deutschen bestärkt, die sich die D-Mark und den damit verbundenen Status für ihr Land zurückwünschen.
Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew und Ministerpräsident Wladimir Putin haben schnell einen Ersatz für Langzeit-Finanzminister Aleksej Kudrin gefunden. Putin kündigte an, dass im Einklang mit Medwedjew ein früherer Stellvertreter Kudrins, Anton Siluanow, den Posten einnehmen werde.
Abschied von einer Zeit der falschen Illusionen: Russland befällt nach Putins selbstherrlicher Ankündigung, die Nachfolge von Regierungschef Medwedjew anzutreten, ein zähes Ekelgefühl.
Präsident Dmitrij Medwedjew hat Finanzminister Aleksej Kudrin wegen dessen Kritik nicht einfach entlassen: Er hat ihn öffentlich vorgeführt.
Die Übelkeit will nicht verschwinden. Das ist es, was man von den politisch engagierten Russen heutzutage am häufigsten hört. Natürlich hätten alle darauf gewartet, dass Wladimir Putin sich wieder zum Präsidenten machen lassen will, ...
Wladimir Putin soll in Russland wieder das Amt des Präsidenten übernehmen. Die Wirtschaft ist erleichtert, dass die Zeit der Unsicherheit vorbei ist - vermisst aber ein Signal des Aufbruchs.