Und wenn die ganze Welt zusammenfällt
Gerhard Schröder und Wladimir Putin bleiben beste Freunde. Sie sind ja beide nur kleine Sünderlein.
Gerhard Schröder und Wladimir Putin bleiben beste Freunde. Sie sind ja beide nur kleine Sünderlein.
Der frühere Bundeskanzler Schröder zeigt sich in der Krim-Krise als Versteher seines Freundes Wladimir Putin. Für den völkerrechtswidrigen Anschlussplan für die Krim hat er einen bemerkenswerten Vergleich aus seiner eigenen Amtszeit parat.
Es sei unerträglich, dass IOC-Präsident Thomas Bach bei der Eröffnung der Paralympics mit Putin Champagner trinke, kritisiert Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth.
„Die Zeit drängt“: Kanzlerin Merkel droht Moskau mit Sanktionen, der russische Präsidenten müsse an einer internationalen Kontaktgruppe zur Lösung der Krim-Krise mitwirken. An diesem Donnerstag wird sie eine Regierungserklärung zur Ukraine abgeben.
Dass der Auftakt zur Börsenwoche schwach werden dürfte, stand bereits am letzten Wochenende an dieser Stelle fest. Dass es aber so schwach werden würden, war dann doch überraschend.
Die EU plant auf das Referendum über den Anschluss der Krim an Russland mit abermaligen Sanktionen gegen Moskau zu reagieren. China ruft Amerika zur Besonnenheit in der Krim-Krise auf. Gleichwohl schickt Washington Kampfflugzeuge und Soldaten nach Polen für ein Manöver.
Wladimir Putin wünscht sich beim Aufsichtsratschef Tönnies einen Besuch des FC Schalke 04: Fans reagieren erbost. Der Ehrenrat ist eingeschaltet.
Der frühere Bundeskanzler hält den Rechtsbruch für offensichtlich - will Putin aber dennoch nicht verurteilen: Die EU trage in der Krim-Krise Mitschuld. Eine Vermittlerrolle will Schröder weiterhin nicht übernehmen.
Wladimir Putin lässt sich nicht umarmen. Der Westen muss ihm klare Grenzen setzen.
Republikaner sagen, die Schwäche ihres Präsidenten habe Putin zur Krim-Invasion ermuntert. Das lenkt ein wenig ab von der Kritik an Deutschland: Zahlreiche Kongressmitglieder klagen, die Europäer zauderten mit Sanktionen bloß wegen ihrer Gasverträge.
Wenn Moskau die Krim annektiert, kann es die Schwarzmeerflotte aufrüsten und seine Macht in der Region festigen. Kiew bleibt angesichts dieses Szenarios nur ein Trost: engere Beziehungen zur Nato.
Bislang macht der russische Präsident keine Anstalten, in der Krim-Krise einzulenken. Deswegen verschärft der Westen nun den Tonfall: Unisono drohen die Spitzenpolitiker in Washington, Berlin und Paris mit noch härteren Sanktionen gegen Moskau.
Er ist der reichste Mann der Ukraine. Rinat Achmetow beherrscht das Donbass und hat beste Kontakte nach Russland. Aber eine Abspaltung der Region läuft seinen Interessen zuwider.
Sie fürchten einen „Brudermord“: In einem offenen Brief an Wladimir Putin fordern in Deutschland lebende Kulturschaffende aus der Ukraine und Russland die Verhinderung einer militärischen Eskalation.
Präsident Hollande tritt in der Ukraine-Krise weniger forsch auf als in früheren Konflikten. Dafür gibt es gute Gründe, auch wirtschaftliche. Ohnehin hatte sich Frankreich bisher kaum für die Zukunft des Landes interessiert.
Erste Politiker erwägen die Absage der WM, um Putins Ukraine-Politik zu strafen. Gesucht werden Sanktionen, die weh tun, ohne die deutsche Wirtschaft zu treffen. Doch sie müssen Teil einer Gesamtstrategie sein.
In Sotschi beginnen die Paralympics ausgerechnet unter dem Motto „das Eis brechen“. Präsident Putin eröffnet die Spiele. Die Ukraine protestiert wegen des Krim-Konflikts mit Russland - sie schickt nur den Fahnenträger ins Stadion.
Die Weltverbesserungs-Attitüde ist ad absurdum geführt. Sein eigentliches Ziel, ungestörte Spiele zu ermöglichen, hat das Internationale Olympische Komitee verfehlt. Radikale Reformen sind nötig.
Die Sorge um die Krim-Krise hat den Dax am Freitag 2 Prozent tiefer aus dem Handel gehen lassen. Auch gute Daten von Amerikas Arbeitsmarkt konnten die Stimmung nicht heben.
Nur noch 15 Prozent der Deutschen halten Russland für einen vertrauenswürdigen Partner. Der Verlust an Glaubwürdigkeit und an Partnerschaftsfähigkeit gehört zu den Kosten von Putins Annexion der Krim.
Wladimir Putin als diabolischer Hausmeister, so kann man ihn sich womöglich vorstellen. Jedenfalls, wenn man versucht zu verstehen, warum er auf die Wirtschaft so wenig Rücksicht nimmt.
Wladimir Putin spricht nicht mehr nur von „bedrohten Russen“ im Nachbarland. Nun bietet Moskau dem ukrainischen Volk seinen Schutz vor „faschistischen“ Putschisten an.
Die ukrainischen Behindertensportler nehmen Abstand von der Idee eines Boykotts der Paralympics in Sotschi. Den Ausschlag gab wohl ein Gespräch zwischen Staatspräsident Putin und dem Chef der ukrainischen Delegation.
Was jetzt in der Ukraine passiert, kann man seit 2013 im Thriller „Command Authority“ von Tom Clancy und Mark Greany nachlesen. Fragt sich, wie die beiden das so genau voraussehen konnten.
Jetzt boykottiert auch die Bundesregierung die Paralympics. Deren Präsident Philip Craven pflegt seinen Trott und hofft auf die „besten Winterspiele aller Zeiten“.
Was verspricht sich Wladimir Putin davon, wenn er den Konflikt immer weiter anheizen lässt? Je weiter die Auseinandersetzung eskaliert, desto größer wird auch das Risiko für ihn.
Zwei Talkrunden, ein Thema: Droht uns ein neuer Kalter Krieg? Gestern Abend hatten sich gleich Maybrit Illner und Reinhold Beckmann diese Frage für ihre Sendung vorgenommen. Geredet wurde dann über anderes.
Angesichts der Machtdemonstration Putins sind die amerikanischen Sanktionen nicht mehr als Nadelstiche. Aber die neue Ost-West-Konfrontation lässt sich nicht länger leugnen.
Russlands Präsident Putin und der amerikanische Präsident Obama haben die Krise in der Ukraine besprochen. Obama rechtfertige Sanktionen und forderte die russischen Truppen zur Rückkehr auf. Putin mahnte, die gemeinsamen Beziehungen nicht aufs Spiel zu setzen.
Hamid Karzais Bruder zieht seine Präsidentschaftskandidatur zurück. Und macht damit Platz für den ehemaligen Außenminister Zalmai Rassoul. Rassoul erscheint in Kabul als eine Art afghanischer Medwedjew.
Der vermeintliche Verlust der Ukraine an den Westen beunruhigt Putin. Russland hat andere Pläne für seine Anrainerstaaten. Aus der Zollunion soll langfristig eine „Eurasische Union“ werden.
Kanzlerin Merkel gibt sich auf dem EU-Sondergipfel zur Krim-Krise abgeklärt. Litauen warnt dagegen aufgewühlt davor, dass Putin die Nachkriegsgrenzen in Europa neu zieht. Die Ukraine sei nur der Anfang.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht Wladimir Putin in Moskau – und mahnt. Doch der russische Präsident sagt zu dem Vorschlag, eine Kontaktgruppe einzurichten, „weder ja, noch nein“.
Washington verhängt Sanktionen gegen russische Regierungsbeamte. Es seien Einreiseverbote und weitere Strafmaßnahmen gegen jene verhängt worden, die für die Gefährdung der ukrainischen Sicherheit verantwortlich seien, teilte das Weiße Haus mit.
In zehn Tagen soll auf der Krim über die Zukunft der Halbinsel abgestimmt werden. Russland trifft längst Vorkehrungen für den Anschluss - allen gegenteiligen Äußerungen Putins zum Trotz.
In den vergangenen Tagen gab es nur wenige Beiträge, die sich wirklich seriös um eine Konfliktentschärfung auf der Krim bemühten. Einige davon kamen aus Berlin.