Berlin braucht ein Denkmal
Zum 75. Mal jährt sich der Warschauer Aufstand. Was aber wissen wir von den Helden des polnischen Widerstands? Es wird Zeit, der Opfer der deutschen Besatzung Polens öffentlich zu gedenken. Ein Gastbeitrag.
Zum 75. Mal jährt sich der Warschauer Aufstand. Was aber wissen wir von den Helden des polnischen Widerstands? Es wird Zeit, der Opfer der deutschen Besatzung Polens öffentlich zu gedenken. Ein Gastbeitrag.
Polen präsentierte sich nach der Wahl von der Leyens selbstbewusst: Die PiS sei es gewesen, die den Wahlsieg ermöglicht habe. Nun wähnt sich Warschau in der Gunst der neuen EU-Kommissionspräsidentin – und setzt auf Kompromisse.
Der aus Litauen stammende Dichter Czesław Miłosz arbeitete im Warschauer Untergrund gegen die deutsche Besatzung. Inmitten der Grauen entwarf er scheinbar naive Verse, die an die eigene Kindheit erinnern.
Am Dienstag steht Ursula von der Leyen im EU-Parlament zur Wahl als Kommissionspräsidentin. Doch die entscheidenden Stimmen sind nicht aus Deutschland zu erwarten.
In einem noch im Bau befindlichen Gebäude in Warschau brach auf den oberen Stockwerken ein Feuer aus. Verletzt wurde niemand.
Ein Fassadenkletterer hat das höchste Gebäude in Warschau bezwungen. Ohne Seil und Absicherung. Eine Augenzeugin sah leichtsinnigen Akt und streamte das Geschehen live auf Facebook.
Demonstranten protestierten vor dem Nationalmuseum in Warschau, weil Bilder wegen "Unsittlichkeit" aus einer Ausstellung entfernt wurde. Das Werk von 1973 zeigt eine Frau, die lasziv in eine Banane beißt. Nun riefen Protestanten die „Bananenrepublik“ aus.
Die Commerzbank hat ihrer Tochtergesellschaft M-Bank die europaweite Expansion nicht zugetraut. Jetzt gehen die Mitarbeiter selbst voran. Und auch Finanzinvestoren engagieren sich für neue Banken aus Warschau.
Der Chef der nationalkonservativen PiS-Partei in Polen Jaroslaw Kaczynski wollte ein teures Hochhaus. Jetzt hat er Ärger deswegen – mit der Familie, mit der Opposition und vielleicht auch bald mit der Staatsanwaltschaft.
In Polen könnte eine neue Generation von Oppositionspolitikern der Regierungspartei PiS gefährlich werden. Für die Europawahl hat sie ein Bündnis geschmiedet.
Aufgrund eines Streits zwischen Polen und Israel ist das für Dienstag geplante treffen abgesagt worden. In dem Konflikt geht es um die Frage, ob Polen mit Nationalsozialisten kollaboriert haben.
Bei einer von den Vereinigten Staaten organisierten Nahost-Friedenskonferenz im polnischen Warschau haben die Amerikaner von den europäischen Verbündeten gefordert, wie sie selbst aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen.
Iran bereite einen neuen Holocaust vor, sagt der amerikanische Vizepräsident. Schon vorher hatte Israels Ministerpräsident mit einer Videobotschaft für Wirbel gesorgt.
Polens und Amerikas Außenminister sprechen bei einer Nahostkonferenz über gemeinsame Ziele – Polen will dabei ein Scharnier zwischen Europa und Amerika sein.
Ein Film zeichnet nach, wie mutige Menschen mitten im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv gründeten, um das Menschheitsverbrechen der Deutschen zu dokumentieren.
Bei seinem Besuch in Warschau wird Matteo Salvini sehr wohlwollend empfangen – und wirbt für ein Bündnis seiner Lega mit der regierenden PiS-Partei. „Polen und Italien werden Teil des neuen europäischen Frühlings sein“, kündigt er an.
Die Bundeswehr sucht weiterhin nach Personal. Jetzt sollen auch EU-Ausländer rekrutiert werden dürfen – Deutschlands Nachbarländer sind von diesem Vorhaben wenig begeistert.
Im vergangenen Jahr registrierte Frontex 150.000 illegale Grenzübertritte in die EU. Der Wert liegt rund 92 Prozent unter dem der Flüchtlingskrise im Jahr 2015.
Um das geplante Museum zum Warschauer Getto tobt in Polen und in Israel ein Streit. Dies auch, weil die Regierung für das Projekt einen prominenten israelischen Historiker gewonnen hat.
Im Jahr 2003 ist der Eiserne Vorhang nie gefallen. Ein Jurastudent und ein abgehalfterter Ermittler wollen herausfinden, warum. Mit etwas mehr Mut zum Spröden wäre die polnische Netflix-Serie „1983“ ein Coup.
Als Bischof Juliusz Bursche 1942 nach Jahren im KZ starb, hatte nichts mehr an den Gegner der Nationalsozialisten erinnern sollen. Jetzt wurde er in Warschau symbolisch beigesetzt. Zwei Freizeithistoriker hatten seine Spuren doch gefunden.
Vor 100 Jahren entstand wieder ein unabhängiger Staat Polen. Ein in Deutschland weitestgehend unbekannter Mann trug einen wesentlichen Anteil dazu bei.
Maaßen wollte seine Sicht der Dinge klarmachen, ließ die Rede vor internationalen Geheimdienstlern später ins Deutsche übersetzen – und wartete wohl darauf, dass sie durchgestochen wird.
Es muss nicht immer Krakau sein: In der polnischen Hauptstadt passiert viel mehr – Hochhäuser polieren das rauhe Warschau im Zentrum auf, die Untergrundkultur zieht es auf die andere Seite der Weichsel, nach Praga.
Bei den 15. deutsch-polnischen Regierungskonsultationen in Warschau haben die Partner über die Intensivierung ihrer Zusammenarbeit gesprochen. Trotz Gemeinsamkeiten gibt es auch noch einige Streitfragen.
Ob die Wiederaufnahme des „Weimarer Dreiecks“ oder der Umgang mit Minderheiten– bei dem deutsch-polnischen Treffen gab es viele Themen. Kontroverse Angelegenheiten, wie etwa die Justizreform, kamen nur am Rande vor.
Nach Österreich hat auch die polnische Regierung angekündigt, den Migrationspakt der Vereinten Nationen nicht unterzeichnen zu wollen. Angela Merkel hingegen verteidigte das Abkommen.
Der rechtsnationalistischen Regierung in Warschau sind kritische Medien ein Dorn im Auge. Die Verantwortung dafür verortet Mateusz Morawiecki in Deutschland.
„Kein erledigtes Thema“: Polens Präsident Duda pocht laut einem Bericht auf weitere Reparationszahlung von Deutschland. Die polnische Regierung argumentiert vor allem mit der nahezu völligen Zerstörung Warschaus.
Nach den Kommunalwahlen am Sonntag beginnen nun die Koalitionsgespräche. Die regierende nationalkonservative PiS-Partei geht gestärkt in die Verhandlungen.
Vorwürfe gegen „die Juden“ gab und gibt es immer wieder. Ein Beispiel aus dem Polen des Jahres 1968.
Claus Eisele ist gelernter Rohrinstallateur. Heute gehören ihm 35 Krane, die in Frankfurt und der Welt im Einsatz sind. Eine Geschichte eines typischen Mittelständlers.
Während in Warschau immer wieder Tausende gegen die Regierungspartei PiS demonstrieren, hat sie in der polnischen Provinz viele Anhänger. Kindergeld und Wohnungsbauprojekte geben ihnen das Gefühl: Die Politik kümmert sich.
Der Prager Frühling 1968 begann als zaghafte Reform von oben und wurde als revolutionäre Massenbewegung zu einer Herausforderung für den von der Sowjetunion geführten Ostblock.
Im Osten Europas ist 1918 die Landkarte neu gezeichnet worden: Wie im Zwischenraum zwischen Deutschland und dem revolutionären Russland Gesellschaften ohne eigene Staaten ihre historische Chance nutzten – und wie schwierig es war, aus den neuen Gebilden Staaten mit Gesellschaften zu machen.
Warschau hat ein weiteres Stück seiner Justiz zerstört. Deutschland darf nie auch nur daran denken, den östlichen Nachbarn zu strafen. Ein „Europa B“ im Osten aber wäre eine Gefahrenzone.