Das schwerste aller Verbrechen
Der Internationale Gerichtshof könnte auf Antrag Südafrikas bald über die Völkermordvorwürfe in Gaza befinden. Israel kann sich dem Verfahren nicht entziehen und bereitet seine Verteidigung vor.
Der Internationale Gerichtshof könnte auf Antrag Südafrikas bald über die Völkermordvorwürfe in Gaza befinden. Israel kann sich dem Verfahren nicht entziehen und bereitet seine Verteidigung vor.
Früher hießen die Kampfbegriffe zwischen Israelis und Palästinensern Antisemitismus und Apartheid – heute sind es neuer Holocaust und Genozid.
In der Debatte über den Nahostkrieg werden bisweilen Vergleiche mit dem Krieg gegen das NS-Regime gezogen. Es war die Hamas, die völkermörderisch vorging. Doch auch in Israel gibt es genozidale Phantasien.
Der indische Schriftsteller Pankaj Mishra hält Deutschland vor, den Krieg im Nahen Osten zu benutzen, um seinen Antisemitismus an Muslime abzuschieben. Für den realen Antisemitismus interessiert er sich wenig.
Wie aus Provenienzforschung eine persönliche Mission wurde: Der Kurator des Bayerischen Nationalmuseums hat Angehörige der ursprünglichen Besitzer von Alltagsobjekten aufgespürt.
Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die den Holocaust überlebt haben und davon erzählen können. Eine Künstliche Intelligenz soll die Lücke füllen – diese können Besucher in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt befragen. Funktioniert das?
Bei ihrem Besuch in Ruanda verspricht die Außenministerin Afrika Unterstützung im Kampf gegen Pandemien und andere Krankheiten. Außerdem geht es um den Bau einer Impfstofffabrik des Mainzer Biontech-Konzerns.
Im Oktober hatte Thunberg im Internet einen Beitrag geteilt, der Israel Völkermord unterstellte. Jetzt macht sie sich den Vorwurf in einem Meinungsbeitrag selbst zu eigen.
Im Visual History Archive sprechen neben Schoa-Opfern nun auch Überlebende des Massakers vom 7. Oktober. Die Berichte ihrer Erlebnisse sind schwer erträglich – dennoch sollten wir zuhören.
Auf dem Markenhof im Dreisamtal bereiteten sich junge Juden vor 100 Jahren auf eine Auswanderung nach Palästina vor. Die Geschichts-AG des Kollegs St. Sebastian in Stegen hat die Geschichte aufgearbeitet und einen Rolf-Joseph-Preis erhalten. Wir dokumentieren Auszüge.
Alte und Kranke zu pflegen ist für Juden eine religiöse Pflicht. In Frankfurt gibt es darum eine große Tradition jüdischer Pflegeeinrichtungen – die von den Nationalsozialisten unter Zwang aufgelöst werden sollten.
Deborah Feldman behauptet vor Millionenpublikum, sie würde marginalisiert – und sieht den Widerspruch nicht. Sie bekommt Zuspruch. Zeigt sich darin die deutsche Sehnsucht nach einem Befreiungsschlag?
Hat der Papst etwa „Genozid“ gesagt? Wenn ja, dann nicht im Blick auf den Terror der Hamas gegen Israel oder die Vernichtungsphantasien Irans.
Papst Franziskus soll bei einem Treffen mit Palästinensern aus dem Gazastreifen im Vatikan mit Blick auf die Opfer des israelischen Militäreinsatzes von einem „Genozid“ gesprochen haben. Der Vatikan bestreitet dies.
Die Schuld der Hamas wird die Palästinenser verfolgen. Die Verantwortung für die Shoah prägt Deutschland bis heute. Doch steht Israel uns wirklich nahe? Ein Gastbeitrag.
Studenten an amerikanischen Unis reiben sich in der Auseinandersetzung um den Krieg in Gaza auf, der ihnen vor allem ihre Ohnmacht zeigt – und, wie schnell Antisemitismus und Hass auf Muslime um sich greifen.
Wie erzählt man als Deutsche einem globalen Streaming-Publikum vom Holocaust? Und wie ist es, wenn man für die Premiere plötzlich Polizeischutz braucht? Ein Treffen mit Autorin Annette Hess, die ihren Roman „Deutsches Haus“ als Serie verfilmt hat
In seinem Buch „Aber ich lebe“ hat Gilad Seliktar Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden im Stil von Graphic Novels illustriert. In der Wiesbadener Ausstellung überzeugt die Form.
Im Jüdischen Museum Frankfurt wurden am Vorabend des Gedenktags zur Pogromnacht Texte von Holocaust-Überlebenden gelesen. Ein Abend gegen das Vergessen.
Einst fanden Tausende Juden Zuflucht „Down Under“. Am Jahrestag der Novemberpogrome schlagen 102 von ihnen in einem offenen Brief Alarm.
Der Staat kann kein friedliches Zusammenleben befehlen, aber die Voraussetzungen dafür schaffen. Haltung und Konsequenz, Bildung und Beispiel sind gefordert.
Zvi Cohen und Dov Golebowicz haben den Holocaust überlebt. In Israel glaubten sie, einen Ort der Sicherheit gefunden zu haben. Dann kam der Terrorangriff der Hamas.
Warum greift der Ökumenische Rat der Kirchen zu einer verschleiernden Sprache, wenn er die Hamas als Täter beschreibt? Ein Gastbeitrag
Die genozidale Botschaft der Hamas wurde in Israel verstanden. Zurzeit befinden sich die Dinge in einer prekären Schwebe. Die Zweistaatenlösung sollte wiederbelebt werden. Ein Gastbeitrag.
Der Holocaust berührt junge Menschen: Rolf-Joseph-Preis für Collage aus Lübben.
Nach dem Hamas-Terror zeigt die offizielle Politik Solidarität mit den Juden. Warum fällt das der „progressiven Zivilgesellschaft“ so schwer?
Der Vorsitzende der Jungen Union (JU) Winkel sagte beim Deutschlandtag in Braunschweig: „Entweder die demokratischen Parteien beenden die unkontrollierte Migration, oder die unkontrollierte Migration beendet unsere demokratischen Parteien.“
Der jüdische Glaube sieht nach dem Tod eines Menschen bestimmte Rituale vor. Doch im Krieg müssen viele Familien trauern, ohne diese zu vollziehen.
Warum ich der SPD-Chefin Saskia Esken geraten habe, die Buchvorstellung von Bernie Sanders in Berlin zu meiden. Ein Gastbeitrag.
War Pius XII. der „Schweigepapst“ im Angesicht des Holocausts, oder hat er Tausende Juden gerettet? Nach der Öffnung der Archive gibt es jetzt erste Forschungsergebnisse.
Von Debatten im Bundestag bis in den Keller des Auswärtigen Amtes: Der Angriff der Hamas auf Israel hat in der Hauptstadt viel in Bewegung gebracht.
Der Dokumentarfilmer Ken Burns wirft in seiner Serie „Die USA und der Holocaust“ einen Blick auf die amerikanische Flüchtlingspolitik im Lauf der Zeit.
Thriller, True-Crime-Serien und Reportagen: Im November gehen in den Mediatheken von ARD, ZDF und ARTE ganz unterschiedliche Inhalte online. Eine Auswahl der Streaming-Angebote.
Fakten und Fiktion: Der amerikanische Schriftsteller Louis Begley wird 90 Jahre alt
Der Historiker Jürgen Zimmerer sagt, die Deutschen verfolgten ein „völkisches Konzept“ in ihrer Erinnerungskultur. Der Holocaust nehme zu viel Raum ein, Opfer des Kolonialismus würden ausgeblendet. Das ist Geschichtsverzerrung.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas relativiert den Holocaust. Er tut dies nicht zum ersten Mal. Doch wehren sich palästinensische Intellektuelle und Kulturschaffende nun: Er habe das Recht verwirkt, für ihr Volk zu sprechen.