Mehr Waffenläden als Starbucks-Filialen
Nach dem Massenmord in einem Homosexuellen-Nachtklub in Orlando sind auch Amerikas laxe Waffengesetze wieder in der Diskussion. Hier kommt das Problem auf einen Blick.
Nach dem Massenmord in einem Homosexuellen-Nachtklub in Orlando sind auch Amerikas laxe Waffengesetze wieder in der Diskussion. Hier kommt das Problem auf einen Blick.
Es ist der größte mit Schusswaffen verübte Massenmord in der Geschichte Amerikas. Erhärtet sich der Verdacht einer islamistisch motivierten Tat, wird es den Wahlkampf weiter vergiften.
Der Streit zwischen Deutschland und der Türkei über die Armenien-Resolution droht zu eskalieren – wenn er das nicht schon ist. Wie kam es soweit? Ein Überblick.
Präsident Erdogan hat seine Rhetorik gegenüber Deutschland verschärft. Nun stellt er die Abstammung türkischstämmiger Bundestagsabgeordneter in Frage. Die Bundesregierung äußerte sich deutlich zu den Vorwürfen.
Dass der AfD-Abgeordnete Wolfgang Gedeon krude Thesen verbreitet, wusste der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen seit Jahren. Konsequenzen hatte das bisher nicht.
Die türkische Polizei riegelt das deutsche Generalkonsulat ab. Demonstranten schimpfen über „Faschismus“, nachdem der Bundestag das Massaker an Armeniern Völkermord nannte.
Auf verantwortungsvolle Weise hat der Bundestag entschieden, den Massenmord an den Armeniern Völkermord zu nennen. Dass die Kanzlerin und viele ihrer Minister mit Abwesenheit glänzten, ist kein Ausweis von Mut. Da hat der Abgeordnete Gysi recht.
Mit der Resolution stuft der Bundestag die Massaker an Armeniern trotz fortlaufender Kritik aus der Türkei als Völkermord ein. Die Abgeordneten betonen, die Türkei nicht an den Pranger stellen zu wollen. Die Bundeskanzlerin bleibt der Debatte fern.
Die Kanzlerin hat in der Unionsfraktion für die Resolution gestimmt, die das Massaker an Armeniern durch das Osmanische Reich als Völkermord einstuft. Bei der Abstimmung im Bundestag wird Merkel aber wohl nicht anwesend sein.
Der Bundestag will die Verbrechen der Türkei an den Armeniern künftig als Völkermord bezeichnen. Regierungspolitiker rechnen gegenüber der F.A.S. mit keinen gravierenden Konsequenzen. Die Türkei versucht, Abgeordnete unter Druck zu setzen.
Als die „Eagles of Death Metal“ im Bataclan spielten, richteten Islamisten ein Massaker an. Jetzt hat der Sänger Hughes in Interviews Verschwörungstheorien kundgetan. Und plötzlich ist die Band in Frankreich unerwünscht.
In Iran findet zum zweiten Mal ein Karikaturenwettbewerb zum Holocaust statt. Ausgerechnet jetzt, da Präsident Rohani sein Land öffnen will – Zufall ist das nicht.
Gleichheitsversprechen des schiitischen Islam contra real existierende Ungleichheit: Die Teheraner Buchmesse bietet Anlass zu weitreichenden Fragen nach Zensur und Lebensstil in Iran.
Nach den Diskussionen um das „Aghet“ Projekt wenden sich Künstler und Kulturschaffende in einem offenen Brief an die Kanzlerin. Sie fordern eine Resolution zum Völkermord an den Armeniern.
Im Zweifel für die Meinungsfreiheit: Das Landgericht Mainz weist eine Unterlassungsforderung der AfD zurück. In dem Streit ging es um den Vorwurf des Antisemitismus und der Holocaust-Leugnung.
Die Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn hat als Zeitzeugin über die Verbrechen der Nazi-Zeit aufgeklärt. Nun soll sie Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt werden.
Eine Ausstellung entzündet in Polen die Debatte über Judenrettungen während des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt: die Familie Ulma in der südöstlichen Woiwodschaft Karpatenvorland.
Irmgard Heydorn ist 100 Jahre alt geworden, Trude Simonsohn 95. Sie stehen nicht mehr als Zeitzeugen zur Verfügung. Wer wird nun an die NS-Zeit erinnern?
Das Urteil im Fall Karadžić und der nahezu unmögliche Nachweis des Absichtsmerkmals beim Genozid.
Auch ein Jahr, nachdem Andreas Lubitz den Germanwings-Flug gegen einen Berg steuerte, nennen viele Medien das Geschehen nicht beim Namen.
Mit der Festnahme des Terrorhelfers Salah Abdeslam ist den Ermittlern ein Durchbruch gelungen. Dabei spielten auch deutsche Behörden in Ulm eine entscheidende Rolle.
Der oscargekrönte Film „Son of Saul“ des Ungarn László Nemes führt uns bis an die Türen der Gaskammern. Brauchen wir das, um nicht zu vergessen?
Der ungarische Regisseur László Nemes, der gerade den Oscar für den besten ausländischen Film gewann, spricht im Interview über seine gewagte Idee, in „Son of Saul“ aus Sicht eines einzelnen Auschwitz-Häftlings zu erzählen.
In Polen wird die Geschichtswissenschaft zur Kampfzone: Nationalkonservative fordern die patriotische Wende – und warnen vor der deutschen Propaganda. Schon werden Gelehrte denunziert.
Gerhard Richter stellt derzeit seine vier abstrakten Bilder mit dem Titel „Birkenau“ aus: „Einen Rekordpreis dafür wird es definitiv nicht geben“, sagt er. Ein seltenes Interviews mit dem teuersten Maler der Gegenwart.
Margot Friedlander berichtet im Hörbuch „Versuche, dein Leben zu machen” von ihrer Zeit als Jüdin im Untergrund. Ein eindrucksvolles Dokument über ein weniger bekanntes Kapitel des Holocaust – und die Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau.
Wollen Union und SPD nicht über den türkischen Völkermord an den Armeniern diskutieren, um Ankara in der Flüchtlingskrise nicht zu reizen? Der Grünen-Vorsitzende Özdemir wirft den Abgeordneten „Unterwürfigkeit“ vor.
Reinhold H. wird Beihilfe zum Mord in mindestens 170.000 Fällen vorgeworfen. Direkt Nachweisen kann ihm das Gericht dies nicht. Früher taten sich deutsche Gerichte mit solchen Verfahren schwer. Das hat sich aber geändert.
Im Vorgehen Hitlers gegen Deutschlands Nachbarn seit dem Anschluss Österreichs 1938 ist das Muster einer Enthemmung erkennbar: Warum die Zerschlagung von Staaten die Voraussetzung für den organisierten Massenmord an den Juden war - und welche Lehren wir daraus ziehen sollten.
Eine Ausstellung in Berlin zeigt „Kunst aus dem Holocaust“. Es ist ein Blick in die Maschinerie des Todes – und in die Augen derer, die ihm trotzten.
Mehr als 40 Jahre nach seiner Hinrichtung ist nun das Gnadengesuch des NS-Verbrechers Eichmann an den israelischen Präsidenten gefunden worden. Wie schon im Prozess in Jerusalem spielt er seine Rolle im Holocaust herunter.
An diesem Mittwoch vor 71 Jahren befreite die sowjetische Armee Auschwitz. Yisrael Kristal hat das Vernichtungslager überlebt. Der 112-Jährige wurde 1903 in Polen geboren, lebt heute in Israel – und gilt als ältester Mann der Welt.
Der französische Filmemacher Claude Lanzmann zeigt uns sein journalistisches Frühwerk, das voller Überraschungen steckt. Sogar den Pantomimen Marcel Marceau brachte er zum Reden.
Viele Vertreter der jüdischen Gemeinschaft haben vor eine Wiederveröffentlichung von Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ gewarnt. Doch die Reaktion von Josef Schuster, dem Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, zeigt: In den vergangenen Jahren ist viel richtig gelaufen.
Der Völkermord an den Tutsi in Ruanda hatte eine solch bestialische Dimension, dass jeder Rechtsstaat der Welt verpflichtet war, die Täter zu verfolgen. Auch wenn das Urteil erst 20 Jahre nach der Tat erging: es wäre falsch gewesen, es nicht zu Ende zu bringen.
21 Jahre nach seiner Tat wurde ein früherer Bürgermeister in Frankfurt wegen des Massakers an mindestens 450 Tutsi in Ruanda verurteilt. Ein erstes Urteil gegen ihn hatte das Bundesverfassungsgericht als zu milde verworfen.