Wer den deutschen Sieg bedrohte, musste sterben
Rassismus, Antisemitismus und das Trauma der Niederlage von 1918: Kay analysiert die nationalsozialistische Vernichtungspolitik als Teil einer Kriegsstrategie. Die Zielgruppe des Buchs bleibt unklar.
Rassismus, Antisemitismus und das Trauma der Niederlage von 1918: Kay analysiert die nationalsozialistische Vernichtungspolitik als Teil einer Kriegsstrategie. Die Zielgruppe des Buchs bleibt unklar.
Zwölfmal hatte das Münchner Metropoltheater seine umstrittene Produktion in den kommenden Wochen noch einmal zeigen wollen. Jetzt hat eine Bedingung des Dramatikers zum Aus für „Vögel“ geführt.
Wer waren die nichtdeutschen Täter des Holocaust? Der dänische Historiker Emil Kjerte hat zu den Wachmannschaften in einem kroatischen Todeslager geforscht. Ein Ergebnis: Die Frauen waren ideologisch engagierter.
Der Rosenstraßen-Protest war die größte Demonstration während der NS-Diktatur. Was diese mutigen Frauen wagten, führt mitten hinein in die Debatten der Gegenwart. Ein Gastbeitrag.
Annalena Baerbock hat den Jesiden im Irak nach den Gräueltaten des IS Unterstützung zugesagt. Die Außenministerin fordert während ihres Besuchs zudem, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Joachim Schnerfs Roman „Das Cabaret der Erinnerungen“ erzählt vom fortgesetzten Trauma der Schoa.
Der israelische Historiker Meron Mendel hat ein Buch über den deutschen Israel-Diskurs geschrieben. Ein Gespräch über leere Rituale, überspannte Debatten und eine mögliche Haltung zu Israel und seiner problematischen Regierung.
Gute Absicht macht noch keinen guten Film: Ari Folmans Zeichentricklehrstück „Wo ist Anne Frank“ läuft in den Kinos an und soll jungen Leuten die Geschichte des Holocaust näherbringen.
Noch ein Film über Anne Frank? Ari Folman glückt mit seinem Animationsfilm über die weltberühmte Tagebuch-Schreiberin ein Werk, das berührt und ihre Geschichte mit der Gegenwart verbindet.
Die Variationen des bitteren Elends sind vielfältig, das Ende ist stets monoton: Henryk Grynbergs dokumentarische Erzählung „Kinder Zions“ zeugt von den Schrecken des Holocaust.
Ein kürzlich restituiertes Gemälde von Wassily Kandinsky kommt in London zur Auktion. Die Vorbesitzerin verkaufte es in der NS-Zeit unter Zwang und starb im Holocaust. Nun könnte es einen Rekordpreis erzielen.
Der Holocaust-Überlebende Helmut Sonneberg ist tot. Der langjährige Fan von Eintracht Frankfurt, der Schulklassen vom Leben im Nationalsozialismus und im Konzentrationslager berichtete, wurde 91 Jahre alt.
Vor mehr als zwanzig Jahren hatte der österreichische Staat ein Gemälde von Gustav Klimt an die Erben einer im Holocaust ermordeten Kunstsammlerin zurückgegeben. Dabei hatte der ein anderes Werk des berühmten Künstlers gehört.
Sally Perel überlebte den Holocaust, indem er sich als Volksdeutscher ausgab. Bekannt wurde er durch seine Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“. Nun ist er im Alter von 97 Jahren in Israel gestorben.
Die Sicherheitslage in Israel und den palästinensischen Gebieten ist seit Tagen extrem angespannt. Nach dem schwersten Terroranschlag seit Jahren mit sieben Opfern bereitet sich die Region auf eine weitere Eskalation vor.
In Frankfurt erinnern Politiker, Schüler und Zeitzeugen an die Verbrechen der Nationalsozialisten und den Holocaust.
Die israelische Dichterin Neta Glezer wollte nichts mit Deutschland zu tun haben. Bis ihr Sohn nach Leipzig zog.
Zum 78. Jahrestag der Befreiung kamen Menschen weltweit zum Gedenken zusammen. In Auschwitz trafen sich Überlebende des Holocaust. In Jerusalem erlaubte Virtual Reality Ein- und Rückblicke auf das Leben und Sterben in dem Vernichtungslager.
Der Versuch, die nationale Kollektivscham angesichts des Holocausts aufrechtzuerhalten, ist zum Scheitern verurteilt. Es gibt andere Wege, auf denen das Gedenken bewahrt werden sollte. Ein Gastbeitrag.
Der Bundestag gedenkt der Opfer des Holocaust. „Es kann keinen Schlussstrich geben“, sagt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. Es sei gefährlich zu glauben, wir hätten ausgelernt.
Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. zeigt die Ausstellung „Haus der Ewigkeit. Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum“. Zu sehen ist sie erstmalig vom 27. Januar bis 26. Februar 2023 in Berlin.
Alexander Paz-Goldman wuchs als Kind von zwei Holocaust-Überlebenden auf. Im jungen Israel schämte er sich dafür. Heute veröffentlicht er erfolgreiche Bücher über seine Herkunft.
Das Leid von sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden sei unvergessen, schreibt der Bundeskanzler auf Twitter. Die Erinnerung am heutigen Gedenktag erfolge, damit so etwas nie wieder geschehe.
Deutschland trauert und gedenkt gedanklich unzureichend, widersprüchlich und inhaltlich zu deutsch. Amtsdeutsches Trauern und Gedenken orientiert sich an einem Volk, das es so gar nicht mehr gibt. Ein Gastbeitrag.
Der Bundestag beschäftigt sich mit der Wahlrechtsreform, zum Holocaust-Gedenktag werden erstmals queere Opfer gewürdigt und eine Expertenkommission legt Vorschläge gegen den Lehrkräftemangel vor.
Das Wissen über das Menschheitsverbrechen schwindet. Aber Wissensvermittlung reicht nicht.
Mehr als die Hälfte der Befragten wussten nicht, wie viele Juden ermordet wurden, ein Drittel konnte kein einziges Konzentrationslager benennen. Besonders bei jungen Menschen sind die Wissenslücken zum Holocaust gravierend.
Die Arolsen Archives wollen 30 000 Häftlingskarten aus dem KZ Stutthof digitalisieren und suchen dafür junge Helfer.
Die Anerkennung des Genozids an den Êzîden ist wichtig. Doch sie bleibt ein bloß symbolischer Akt, wenn aus ihr kein Handeln folgt.
In seinem neuen Roman „Als die Welt zerbrach“ stellt John Boyne die Frage nach der Schuld der Täterkinder. Die Fortsetzung des „Jungen im gestreiften Pyjama“ schädigt auch dessen großen Erfolg.
Die Abgeordneten stimmten einstimmig für die von den Ampelfraktionen und der Union gemeinsam vorgelegte Resolution. Damit folgt der Bundestag der Bewertung des Sonderermittlungsteams der Vereinten Nationen.
Der „Islamische Staat“ hat in Syrien und im Irak Tausende Jesiden gequält und ermordet. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Fraktionen der Union und Ampel die Gräueltaten nun als Völkermord anerkennen.
Nachdem mindestens 40 Menschen bei Protesten in Peru starben, leitet die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen Präsidentin Dina Boluarte ein.
Ist der rechte Politiker Ben-Gvir ein Betriebsunfall der israelischen Geschichte? Und warum haben sich eine Million Israelis europäische Pässe besorgt? Der Historiker Tom Segev im Gespräch.
Oder alles bloß eine Schmutzkampagne? In Berlin tobt ein Streit um die Frage, ob ein antisemitischer Nationalist das neue Schloss mitfinanzierte, und um die politischen Haltungen des Fördervereins.
Kasachstan litt Anfang der Dreißigerjahre im Verhältnis zur Bevölkerungszahl am meisten unter der Hungersnot in der Sowjetunion. Anders als im Fall der Ukraine sind sich Historiker hier aber uneins, ob es ein Völkermord war.