Erdogans deutsche Klassenzimmer?
Die Türkei setzt Deutschland unter Druck, hierzulande zuzulassen, was auch die Deutschen in der Türkei unterhalten: Auslandsschulen. Schon aber die Methode weckt Misstrauen.
Die Türkei setzt Deutschland unter Druck, hierzulande zuzulassen, was auch die Deutschen in der Türkei unterhalten: Auslandsschulen. Schon aber die Methode weckt Misstrauen.
Auch in Hessen könnte es künftig eine türkische Schule geben. Doch Kultusminister Alexander Lorz knüpft das an ganz bestimmte Bedingungen.
Ein Abkommen soll den rechtlichen Rahmen für die drei geplanten Schulen regeln. Dabei müsse sichergestellt werden, dass die Schulen nicht zum Einfallstor für Erdogans Ideologien würden, heißt es von der Kultusministerkonferenz.
Die türkische Religionsbehörde Ditib verlegt einen Teil der Imamausbildung nach Deutschland und spricht von einer „historischen Entwicklung“. Deutsche Politiker sind zurückhaltender.
Vorsicht bei Umarmungen und kurzen Röcken: Die Justiz in der Türkei steckt immer dann den Kopf in den Sand, wenn die Angelegenheiten ansatzweise die Regierung berühren.
Durch die Gasleitung Turkstream weiten Moskau und Ankara ihren Einfluss in Südosteuropa erheblich aus. Leidtragender ist vor allem die Ukraine. Doch auch die EU ist besorgt.
Das Massaker an Zehntausenden Aleviten im ostanatolischen Dersim war lange Zeit ein Tabuthema in der Türkei. Eine Initiative aus Bochum kämpft gegen das Vergessen – und wird von türkischen Nationalisten angefeindet.
Die Zahl der gestellten Anträge liegt deutlich unter dem in der Koalition vereinbarten Limit. Bundesinnenminister Horst Seehofer wertet den Rückgang als Erfolg. Hauptherkunftsländer der Schutzsuchenden waren Syrien, der Irak und die Türkei.
Nun geht es doch ganz schnell: Die Türkei schickt erste Soldaten nach Libyen. Am Donnerstag hatte das Parlament Präsident Erdogan dafür grünes Licht gegeben.
Die griechische Regierung in Athen will die Migrationskrise durch Änderungen der Asylgesetze in den Griff bekommen. Der Erfolg des Vorhabens ist ungewiss.
In der libyschen Hauptstadt Tripolis sind Dutzende Militäranwärter getötet worden. Die Streitkräfte machen den abtrünnigen General Chalifa Haftar für den Angriff verantwortlich.
Das Parlament im Osten Libyens hat Ermittlungen gegen den international anerkannten Ministerpräsidenten Sarradsch beschlossen. Dieser hatte Abkommen mit der Türkei über Militärhilfe abgeschlossen.
Erdogan will die international anerkannte Regierung unter Ministerpräsident Fajez Sarradsch in Tripolis mit einer Militärintervention stützen. Russland spricht von einer alarmierenden Entscheidung der Türkei.
Das türkische Parlament hat der Entsendung von Soldaten nach Libyen zugestimmt. Die Opposition fürchtet, das Land werde in einen Bürgerkrieg verwickelt – und müsse mit einer neuen Flüchtlingswelle rechnen. Kritik kommt aus Moskau und Washington.
In Nordsyrien steht die Türkei Seite an Seite mit russischen Soldaten, in Libyen kämpfen Türken gegen sie. Aber was wollen eigentlich die Europäer?
In Athen ist ein Abkommen zu einer seit Jahren geplanten Gas-Pipeline unterschrieben worden. Gas soll somit aus dem östlichen Mittelmeer nach Europa geleitet werden – der hierüber entfachte Streit mit Ankara weitet sich aus.
In Libyen tobt ein Machtkampf zwischen General Haftar und der Regierung in Tripolis. Der türkische Präsident hat sich nun vom Parlament die Erlaubnis für einen Truppeneinsatz geholt.
Die Mehrzahl der Asylbewerber in Hessen stammt aus der Türkei. Die Regierungskoalition des Hessischen Landtags diskutiert über das Tempolimit. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.
Je weiter die Zeit voranschreitet, umso geringer wird für Erdogan die Aussicht, Wahlen zu gewinnen. Jetzt lassen altbekannte Versprechungen des türkischen Präsidenten Neuwahlen vermuten.
Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu ist der Hoffnungsträger der türkischen Opposition. Bei seiner Reise nach Sarajevo ist er allerdings nicht bei allen willkommen – denn Erdogans Macht reicht bis nach Bosnien.
Bei Flüchtlingszahlen zeichnen sich 2019 wieder sinkende Werte für Hessen ab. Das Hauptherkunftsland ist aber dasselbe geblieben.
So könne man „die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten“ erreichen, sagt der italienische Regierungschef. Den türkischen Präsidenten Erdogan habe er vor einer militärischen Intervention in dem Land gewarnt – wegen der hohen Zahl ziviler Opfer.
Der türkische Präsident persönlich enthüllt zwei Prototypen des türkischen Elektro-Autos. Schon in zwei Jahren soll das Fahrzeug auf den Markt kommen. Einen ersten Großkunden gibt es auch schon.
Seit 2017 ist Wikipedia in der Türkei nicht mehr abrufbar. Nun beurteilt das türkische Verfassungsgericht die Sperre als rechtswidrig – und sieht die Meinungsfreiheit in Gefahr.
Der türkische Präsident will sich Anfang Januar die Erlaubnis des Parlaments holen, um die libysche Regierung militärisch zu unterstützen. Die kämpft mit dem mächtigen General Chalifa Haftar um die Macht in dem Bürgerkriegsland.
Die Zahl der Migranten, die wegen des Kriegs in Syrien in die Türkei fliehen, sei hoch, heißt es aus türkischen Sicherheitskreisen. Präsident Erdogan hatte zuvor vor einer neuen Migrationswelle in Richtung Europa gewarnt.
Syrien und Russland haben die Bombardierung der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens verstärkt. Viele Menschen fliehen weiterhin in Richtung Türkei. Der türkische Staatspräsident Tayyip Recep Erdogan warnte daraufhin vor einer Überlastung seines Landes.
Union und FDP finden harte Worte für den Vorstoß von Grünen-Chef Habeck, Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland zu holen – man müsse die Situation vor Ort verbessern. SPD-Innenminister Pistorius zeigt sich da offener.
Das türkische Parlament ratifiziert das Militärabkommen mit Libyen. Dafür hagelt es deutliche Kritik aus der Opposition. Wie schon vor acht Jahren in Syrien könnte die Türkei abermals in einen ausländischen Krieg verwickelt werden.
Zerrissene Familien und schlechte Versorgung: Nach der türkischen Invasion herrscht in Nordsyrien Angst und Schrecken. Der Hass auf die Türkei ist groß, vor Russland haben die Menschen jedoch Respekt.
Der türkische Präsident wusste schon immer, wie man Konkurrenten ausschaltet und das Volk für sich gewinnt. Erdogans Prasserei aber fällt immer mehr Menschen auf.
Seit Jahrzehnten gilt ein amerikanisches Embargo gegen die Republik Zypern. Da es mittlerweile als kontraproduktiv bewertet wird, soll es aufgehoben werden. Die Türkei warnt vor einer „gefährlichen Eskalation“.
Allein in den vergangenen sechs Monaten hat Griechenland rund 45.000 Migranten aufgenommen, sagt der Flüchtlingsbeauftragte der Regierung. Für das Land sei die Situation „kritischer“ als noch 2015.
Wegen angeblicher Beleidigung Recep Erdogans hat ein Gerichtsverfahren gegen den Grünen-Politiker Mehmet Kilic begonnen. Dieser ist jedoch nicht erschienen – weil ihm bei Einreise in die Türkei Festnahme und bis zur vier Jahre Haft drohen.
Mehr als 70.000 illegale Einreisen aus der Türkei sind in diesem Jahr bislang registriert worden. Das ist ein Anstieg um fast die Hälfte im Gegensatz zum Vorjahr, heißt es in einem vertraulichen Bericht der EU-Kommission.
Die Nato beruht auf der Zusage aller Mitglieder, einander Beistand zu leisten. Passt das zum Selbstverständnis des türkischen Präsidenten?