Erdogan: „Wir werden bis zum Grab zusammen sein“
Der türkische Präsident hat die Stichwahl gewonnen. Das hat der Oberste Wahlrat am Sonntagabend bestätigt. Oppositionsführer Kilicdaroglu räumt seine Niederlage indirekt ein.
Der türkische Präsident hat die Stichwahl gewonnen. Das hat der Oberste Wahlrat am Sonntagabend bestätigt. Oppositionsführer Kilicdaroglu räumt seine Niederlage indirekt ein.
Sowohl bei staatlichen als auch bei oppositionsnahen Medien liegt Erdogan vorn. Das spricht dafür, dass der Amtsinhaber siegen könnte. Aber Kilicdaroglu gibt sich noch nicht geschlagen.
An diesem Sonntag entscheidet sich die Zukunft der Türkei. Unter Erdogan würde das Land wohl endgültig zu einem Ein-Mann-Regime. Hat Oppositionskandidat Kilicdaroglu noch eine Chance? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Es ist das erste Mal, dass es bei einer Präsidentschaftswahl in der Türkei zu einer Stichwahl kommt. Eine wichtige Rolle könnten dabei die Stimmen der rund 3,4 Millionen türkischen Wahlberechtigten aus dem Ausland spielen.
Im Großen und Ganzen werde in der Türkei korrekt ausgezählt, sagt Frank Schwabe, der Leiter der Wahlbeobachtermission des Europarats, der F.A.Z. Weniger sei über Abstimmungen im Ausland bekannt.
Viele in Hessen lebende Türken folgen dem Ruf Erdogans – und haben bei den Präsidentschaftswahlen für ihn gestimmt. Was sagt das über Integration aus?
Der türkische Notenbankchef Kavcioglu ist ein williger Vollstrecker der Niedrigzinspolitik des Präsidenten. Doch seine Bewährungsprobe dürfte erst noch kommen.
In der Türkei geht Amtsinhaber Erdogan als Favorit in die Präsidentschaftswahl. Auf Deutschlands Straßen wird der Pfingstreiseverkehr für viele Staus sorgen. Und in der Fußballbundesliga ist der letzte Spieltag spannend wie lange nicht.
In der Türkei hat Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu vor der Stichwahl Mühe, seine Anhänger zu mobilisieren. Viele wappnen sich für weitere fünf Jahre unter Recep Tayyip Erdogan.
Am Sonntag fällt in der Türkei die Entscheidung, ob Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan oder sein Herausforderer Kemal Kilicdaroglu die nächsten fünf Jahre Präsident sein wird. Die Wahl findet auch im weitgehend zerstörten türkischen Erdbebengebiet statt. Trotz anfänglichen Kritik an Erdogan ist auch hier der Wahlausgang ungewiss.
Vor der Stichwahl in der Türkei wird die Flüchtlingsfrage zum Zündstoff. Dafür haben Erdoğan und der Rechtsaußen Sinan Oğan gesorgt. Gewinnt Erdoğan, wird ein Exodus einsetzen. Und dabei geht es nicht um syrische Flüchtlinge.
Noch steht die Stichwahl an, doch danach wird die Türkei wohl keinen neuen Präsidenten bekommen. Wie fair geht es bei den Wahlen zu? F.A.Z.-Journalisten debattieren die politische Zukunft der Türkei.
Vor der Stichwahl in der Türkei rückt das Thema Flüchtlinge ins Zentrum der Debatte. Oppositionsführer Kilicdaroglu paktiert mit einer rechtsextremen Partei – und verspricht binnen eines Jahres alle Flüchtlinge im Land zurückzuschicken.
Nur fünf Tage lang können die Türken in Deutschland zur Stichwahl gehen. Die Wahlbeteiligung ist dennoch hoch. Auch weil Erdogan hier viele begeistert.
Vor der Stichwahl in der Türkei buhlen Recep Tayyip Erdogan und Kilicdaroglu um ultranationalistische Wähler. Davon profitiert ein Dritter: Sinan Ogan.
Die Münchner Staatsanwaltschaft klagt einstige Manager der insolventen Firma Finfisher an. Finfisher soll Spionagesoftware an den türkischen Geheimdienst verkauft haben.
In der ersten Runde der Präsidentenwahl kam Sinan Ogan auf Platz drei. Jetzt empfiehlt er seinen drei Millionen Wählern, für Erdogan zu stimmen.
Mit großer Mehrheit hat der Wuppertaler Rat den Weg für eine neue Moschee freigemacht. Doch gegen das Bauprojekt gibt es Widerstand. Der kommt diesmal von ganz links.
Die Neuansiedlungen ausländischer Unternehmen in Deutschland halten sich trotz widriger Umstände nahezu stabil. Besonders die USA investieren weiter erstaunlich stark, obwohl in der Heimat der Inflation Reduction Act lockt.
Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in einer Woche geht es um die Wahl zwischen zwei Gesellschaftsentwürfen. Die einen fürchten die Scharia, die anderen eine gottlose Gesellschaft.
Eine Türkei mit Olaf Scholz wäre ein Traum: Hoffnungen und Sehnsüchte vor der Stichwahl zwischen Erdogan und seinem Herausforderer Kemal Kilicdaroglu am 28. Mai.
Hoffen, obwohl man es besser weiß: Sieben Kulturschaffende aus der Türkei, die ihr Land verlassen haben, weil sie in Gefahr waren oder das Leben unter Erdogan nicht mehr aushielten, erzählen von ihrem Leben zwischen zwei Welten.
Sie hofften, obwohl sie es insgeheim wussten: Erdogan bleibt an der Macht. Sieben Menschen erzählen vom Leben zwischen zwei Welten
Christoph Busch sitzt in einem aufgegebenen U-Bahn-Kiosk in Hamburg und lauscht den Geschichten der Menschen, die vorbeikommen. Er lernt dabei viel über den Zustand unserer Gesellschaft.
Istanbuler Gericht spricht von „Beleidigung des Staatspräsidenten“
Eine türkische Zeitung steht im Verdacht, zur Hatz auf regierungskritische Journalisten aufzurufen. Nun wurden Journalisten von „Sabah“ durchsucht. Ankara sieht darin einen Komplott.
Die türkische Opposition unterlag im ersten Wahlgang. Nun fischt Kemal Kilidaroglu am rechten Rand. Er positioniert die CHP als Anti-Flüchtlings-Partei.
Wegen „Verunglimpfung der türkischen Nation“ und „Beleidigung des Staatsoberhauptes“ hat ein Istanbuler Gericht Haftbefehl gegen den Journalisten Deniz Yücel erlassen.
Die Deklaration des Europarat-Gipfels ist auch eine Warnung: An die Türkei, die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ignoriert. Und an Großbritannien, das beabsichtigt, das zu tun.
Die Einigung sei unter Vermittlung der Türkei entstanden, so Staatspräsident Erdogan am Mittwoch. Insbesondere die Lebensmittelversorgung von ärmeren Ländern kann hierdurch weiterhin gesichert werden.
Ankara hat nach einer Hausdurchsuchung bei türkischen Journalisten in Hessen den deutschen Botschafter einbestellt. Sie sollen Namen und Adressen von regierungskritischen Exiljournalisten veröffentlicht haben.
Die erste Runde der Wahlen hat der türkische Präsident gewonnen, weil er Ängste und Nationalismus schürt. Für Oppositionelle wird es nun noch gefährlicher.
Steinmeier plädiert im Interview mit der F.A.Z. für das Wählen ab 16. Viertklässler können immer schlechter lesen. Und Manchester City und Real Madrid treffen aufeinander. Der F.A.Z. Newsletter
In Matthias Göritz Roman „Sprache der Sonne“ sucht eine Studentin in Istanbul nach ihren Wurzeln und findet über Sprache die Welt.
In der Türkei bleibt Erdogan im Vorteil und sein Herausforderer sucht nach unausgeschöpftem Potential. Für Irritationen sorgt eine Entscheidung des Wahlrats über die Auslandswahl.