Amerika belohnt China und Singapur
Geht es nach Washington, soll Iran sein Öl nicht mehr verkaufen können. Singapur und China haben nun ihre Quoten gesenkt. Das belohnen die Vereinigten Staaten mit Straffreiheit.
Geht es nach Washington, soll Iran sein Öl nicht mehr verkaufen können. Singapur und China haben nun ihre Quoten gesenkt. Das belohnen die Vereinigten Staaten mit Straffreiheit.
Die stark gesunkenen Ölpreise erleichtern es der EU, wie geplant zum 1. Juli den Ölimportstopp gegen Iran durchzusezten. Auch Südkorea stellt die Einfuhren ein.
Der russische Präsident Putin ist zu einem Besuch in Israel eingetroffen. Der israelische Präsident Peres sagte im Beisein Putins, Russland werde eine Bedrohung durch das iranische Atomprogramm nicht zulassen.
Amerikanische und israelische Geheimdienste sollen einen Computervirus entwickelt haben, der gegen iranische Netzwerke eingesetzt wurde. „Flame“ sollte Informationen für einen Cyberangriff liefern.
Ernüchterung gleich zu Beginn der Atomkonferenz: Die Gespräche der UN-Vetomächte und Deutschlands mit Iran stocken. Iran will auf keinen Vorschlag der Sechsergruppe eingehen. Iranische Medien berichten von „schlechter Stimmung“ in Moskau.
Es ist nicht leicht, einen Gesprächstermin bei Mahmud Ahmadineschad zu bekommen. Aber will man ihm überhaupt die Bühne eines Interviews geben?
Kofi Annan will eine neue Syrien-Kontaktgruppe bilden. Der Syrien-Beauftragte warb für eine Beteiligung Russlands und Irans. UN-Generalsekretär Ban warnte derweil vor einem „offenem Bürgerkrieg“.
Iran will nach Angaben des Staatsfernsehens mindestens zwei neue Atomkraftwerke bauen. Sie sollen in der Nähe von Buschehr entstehen, wo das bisher einzige Atomkraftwerk des Landes steht.
Aserbaidschan wird autoritär regiert. Hätte man deshalb dem „Eurovision Song Contest“ fernbleiben sollen? Der Kaukasus-Staat hat erst in den vergangenen Monaten erfahren, was es wirklich bedeutet, Teil der europäischen Wertegemeinschaft zu sein.
Die iranisch-amerikanische Regisseurin Maryam Keshavarz bringt mit ihrem ersten Spielfilm „Sharayet - Eine Liebe in Teheran“ auch westlichen Augen neuen Respekt vor mutigen Menschen bei.
Nach Auskunft des IAEA-Chefs Yukiya Amano haben sich Iran und die Internationale Atomenergie-Organisation auf eine Untersuchung des iranischen Atomprogramms geeinigt. Einige Differenzen müssten aber noch geklärt werden.
Der in Deutschland lebende Rapper Shahin Najafi soll in einem Lied einen Imam beleidigt haben. Nun schreibt die Presse in Teheran, ein Großajatollah habe ein Todesdekret gegen Najafi ausgesprochen.
Angesichts des Embargos der westlichen Welt findet Iran offenbar Wege, sein Öl gegen Yuan-Devisen nach China zu exportieren. Die chinesische Währung wird von Teheran als Zahlungsmittel akzeptiert.
Wo Politik zum guten Ton gehört und Herta Müller ihre verspätete amerikanische Ehrenrunde beginnt: Das New Yorker PEN-Festival unterstützt literarische Offenheit.
Hacker haben laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars ein iranisches Ölexport-Terminal angegriffen. Das Virus habe einige Dateien gelöscht.
Iran zwingt der Welt sein Spiel auf Zeit auf. Solange aber Ayatollah Ali Chamenei die Macht in Teheran in den Händen hält, werden die Verhandlungen über das Atomprogramm lediglich unwesentliche Schritte vorankommen.
Bei den Verhandlungen in Istanbul zeigen die fünf UN-Vetomächte mitsamt Russland und Deutschland Geschlossenheit. Sie signalisieren dem iranischen Chefunterhändler Dschalili, dass Iran für jedes Entgegenkommen im Atomstreit mit einer Gegenleistung rechnen kann.
Die ersten Atomverhandlungen seit 15 Monaten könnten Präsident Obama zufolge die „letzte Chance Irans“ für eine gewaltlose Beilegung des Atomstreits sein. Die Messlatte, die sich die Diplomaten für die Gespräche auferlegt haben, liegt tief. Doch selbst diese könnte gerissen werden.
Scharf wie selten hatte der Westen im Februar Moskaus Syrien-Politik gerügt. Auf dem G-8-Treffen sind die Töne leiser. Am Samstag will man Iran geeint gegenübertreten.
Der Syrien-Sondergesandte Annan hat sich abermals optimistisch gezeigt, dass beide Seiten am Donnerstag die Kampfhandlungen einstellen werden. Am Mittwoch beschoss das Assad-Regime indes mehrere Städte des Landes. Die Türkei fordert derweil eine UN-Resolution zum Schutz der syrischen Bevölkerung.
Iran hat gegenüber dem Sondergesandten Kofi Annan jede ausländische Einmischung im Syrien-Konflikt abgelehnt. Ungeachtet der Friedensvereinbarungen setzten Assad-Truppen ihre Offensive in Homs und Hama fort.
Günter Grass kritisiert Israel und dessen Pläne eines präventiven militärischen Eingreifens gegen Teherans Atomprogramm. Niemand kann Staaten das Selbstverteidigungsrecht absprechen. Nur wann und wie kann es völkerrechtlich in Anspruch genommen werden?
Der Westen verlangt zu Beginn der Atomverhandlungen mit Iran nach einem Zeitungsbericht, sofort die unterirdische Atomanlage in Fordo zu schließen. Zudem soll das Land die Urananreicherung auf 20 Prozent stoppen.
Noch immer reißt die Kritik an Günter Grass wegen seines Israels-Gedichts nicht ab. Nun hat sich als erstes Regierungsmitglied Außenminister Westerwelle zu Wort gemeldet - und Grass’ Kritik an Israel vehement zurückgewiesen.
Israel stimmt seine Verbündeten in Washington und Berlin auf einen Angriff gegen Iran ein: Gezielte Luftangriffe könnten das Kernwaffenprogramm um drei bis vier Jahre zurückwerfen.
Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident, findet harte Worte für Günter Grass und sein jüngstes Gedicht. Auch israelische Schriftsteller und Feuilletonisten zeigen sich entsetzt vom israel-kritischen Werk des Nobelpreisträgers.
Obama verstärkt den Druck auf Teheran. Nach dem Öl-Embargo-Beschluss der EU nimmt jetzt auch der amerikanische Präsident die iranischen Ölexporte ins Visier. Die iranische Zentralbank soll weiter isoliert werden.
Die Außenminister der Arabischen Liga verhandeln in Bagdad über eine Resolution zur Ende der Gewalt in Syrien. Dort gehen die Kämpfe unterdessen weiter. Der türkische Ministerpräsident Erdogan fordert einen Regimewechsel.
Das persische Neujahrsfest feiern viele Iraner im kleinen christlichen Nachbarland Armenien. Hier gibt es Popmusik, Frauen und Alkohol.
Nach Ansicht amerikanischer Regierungsbeamter hilft Iran der syrischen Regierung bei der Niederschlagung des Aufstands. In Damaskus kam es abermals zu Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Der Sondergesandte Annan wird erst kommende Woche nach Peking reisen.
Nach Angaben der Zeitung „Guardian“ haben Aktivisten tausende E-Mails des syrischen Machthabers Assad abgefangen. So soll sich Assad Rat in Teheran über den Umgang mit der Protestbewegung geholt haben. Aus Damaskus wurden abermals Gefechte gemeldet.
Die Hizbullah-Miliz sucht ihren Weg zwischen dem Aufstand in Syrien und der iranisch- israelischen Konfrontation.
Für vieles, was die Welt über Teherans Atomprogramm weiß, gibt es keine plausible Erklärung außer dem Streben nach einer Bombe. Iran wird dabei behindert, kommt aber trotzdem immer mehr voran.
Obama hat eine „Eindämmungspolitik“ gegenüber Teheran abgelehnt. Das ist seine bisher stärkste Warnung. Viel spricht dafür, dass er auf diese Weise Israel von einem Angriff auf Iran abhalten will.
Netanjahu hätte mit Obama gern einen Zeitplan für einen Iran-Angriff vereinbart. Doch für die amerikanische Regierung ist der Beschluss Teherans ausschlaggebend, eine Bombe zu bauen - und der sei noch nicht gefallen.
In Deutschland wird kaum darüber gesprochen, welche Konsequenzen - auch für die Bundesregierung - ein israelisch-iranischer Krieg haben könnte. Dabei gehört die Debatte darüber in die Öffentlichkeit. Ein Gastbeitrag des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.