Diese Schlupflöcher nutzt der IS für die Terrorfinanzierung
Luftangriffe auf Öllaster treffen eine der wichtigsten Einnahmequellen des „Islamischen Staats“. Doch die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs sorgt für neue Schwierigkeiten.
Luftangriffe auf Öllaster treffen eine der wichtigsten Einnahmequellen des „Islamischen Staats“. Doch die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs sorgt für neue Schwierigkeiten.
Seit anderthalb Jahren lebt der frühere Übersetzer Masoom Gharibyar in Frankfurt. Langsam geht es aufwärts, auch dank einer neuen Bekannten. Marie Schwesinger hilft ihm mit Rat und Tat - ab und an auch mit einem kleinen theatralischen Auftritt.
Afghanistans Sicherheitskräfte wurden in Kundus von den Taliban überrascht. Hans-Lothar Domröse, deutscher Nato-General, schlägt nun vor, die Truppen „robust“ zu beraten.
Auch in Afghanistan gibt es Männer mit schwarzen Flaggen, die sich zum IS bekennen. Doch wer sind sie wirklich? Und warum wird auf einmal so viel über sie gesprochen?
Am Bahnhof von Kabul brechen Tausende nach Deutschland auf, sie sehen keine Zukunft in ihrem Land. Terror und Perspektivlosigkeit treibt die Afghanen zur Flucht - doch viele schaffen es nur bis Iran.
Die junge, gebildete afghanische Elite will fort aus dem kaputten Land mit seiner konservativen Gesellschaft. Jetzt machen sich auch die Jüngsten auf den Weg. Ihr Ziel: Deutschland.
Bei dem Beben in Afghanistan und Pakistan sind mehr als 300 Menschen getötet worden. Tausende Menschen übernachten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Freien. Doch Pakistan lehnt internationale Hilfe ab.
Dass die Taliban Kundus einfach überrennen konnten, hat das Vertrauen in die afghanische Regierung schwer beschädigt. Nicht nur der Gouverneur ist kriegsmüde und würde am liebsten nach Deutschland auswandern. Besuch in einer erschütterten Stadt.
Verteidigungsministerin von der Leyen geht mit der afghanischen Militärführung hart ins Gericht: „Als die Taliban Kundus überrannt haben, war die erste, zweite und dritte Führungsebene nicht da.“
Die Amerikaner wollen ihre Truppen länger in Afghanistan lassen. Jetzt sprechen sich auch die Verteidigungspolitiker der Regierungskoalition für einen längeren Einsatz der Bundeswehr aus.
Afghanische Mitarbeiter erheben schwere Vorwürfe gegen die bundeseigene Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Als die Taliban anrückten, habe sie ihr Arbeitgeber aus Deutschland ihrem Schicksal überlassen.
Der amerikanische Präsident Obama will einem Zeitungsbericht zufolge wesentlich mehr Truppen in Afghanistan belassen als bislang geplant. Für einen Abzug soll es offenbar keinen festen Zeitplan mehr geben.
Aus der Ferne will Masoom Gharibyar für die Sicherheit seiner Familie kämpfen. Mit anderen Afghanen geht er dafür auch ungewöhnliche Wege.
Die Vereinigten Staaten wollen den Hinterbliebenen der Opfer ihres Angriffs auf das Krankenhaus der Ärzte ohne Grenzen in Kundus Entschädigung zahlen. 22 Menschen waren getötet worden. In Kabul gab es derweil einen Anschlag auf die internationale Truppe.
Schon seit zwei Jahren schlittert Afghanistan dem Abgrund entgegen, doch im Westen nahm man das kaum zur Kenntnis. Wenn überhaupt noch über das Land gesprochen wurde, dann oft verharmlosend und beschönigend. Ein Kommentar.
22 Menschen starben beim Luftangriff der Amerikaner auf das Krankenhaus in Kundus. Selbst wenn von dort Kampfhandlungen ausgegangen wären, hätte er nicht geflogen werden dürfen, sagt Florian Westphal von Ärzte ohne Grenzen im FAZ.NET-Interview.
Ein amerikanischer General hat die Angaben zum Luftangriff auf ein Krankenhaus in Kundus berichtigt. Nicht eigene Truppen seien angegriffen worden, sondern die afghanische Armee. Diese habe um Unterstützung gebeten.
Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ weist nach der Bombardierung ihres Krankenhauses in Kundus den Vorwurf der Kollaboration mit den Taliban zurück. Die Organisation teilte mit, sie sei „angewidert“ von solchen Rechtfertigungsversuchen.
Neunzehn Menschen sterben in einem Krankenhaus in Kundus. Versehentlich getroffen von amerikanischen Bomben im Kampf gegen die Taliban. Der amerikanische Verteidigungsminister spricht von einem „tragischen Vorfall“
Nach den neuen Angriffen der Taliban will die Bundesregierung offenbar länger als geplant Präsenz in Afghanistan zeigen. Kommende Woche sollen davon die Nato-Partner überzeugt werden.
Die radikalislamische Gruppierung hat sich zu dem Angriff auf eine Militärmaschine bekannt. Bei dem Absturz in der Nähe eines Flughafens wurden alle Passagiere getötet.
Die Taliban haben in Kundus afghanische Helfer deutscher Organisationen verfolgt. Die Mitarbeiter fühlen sich von ihren Arbeitgebern im Stich gelassen.
Als die Bundeswehr in Afghanistan eingriff, waren die Ziele hoch gesteckt. Jetzt ist das einst von deutschen Soldaten gesicherte Kundus eine Kampfzone. Afghanische Regierungstruppen müssen nun beweisen, dass sie auch alleine den Taliban standhalten können.
Spezialkräfte der Armee haben nach Regierungsangaben die Taliban aus Kundus vertrieben. Die Islamisten hätten „schwere Verluste erlitten“. Den Taliban zufolge sind die Sicherheitskräfte indes nur kurz in die Stadt gekommen.
Auch Spezialeinheiten der Nato sind nahe des Flughafen von Kundus in Kämpfe mit den Taliban verstrickt. Den afghanischen Regierungstruppen ist es vorerst misslungen, die Stadt zurückzuerobern.
Die Einnahme von Kundus durch die Taliban wird die Lage in Afghanistan weiter destabilisieren – und noch mehr Menschen bewegen, ihr kaputtes Land zu verlassen.
Und täglich grüßt das Murmeltier: Wird Ursula von der Leyen doch noch nicht die Verteidigungsministerin sein, die in Afghanistan die Fahne der Bundeswehr einholt?
Einen Tag nach dem Fall von Kundus haben sich Bundeswehr-Soldaten über das Vorgehen der afghanischen Truppen gegen die Taliban informiert. Verteidigungsministerin von der Leyen warnt vor überstürzten Entscheidungen.
Am Montagmorgen starteten die Taliban eine Offensive gegen die nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus. Das hätte man voraus sehen können.
Taliban-Einheiten haben Kundus eingenommen. Einst verteidigte die Bundeswehr die afghanische Stadt - nun wurden Regierungstruppen überrannt.
Noch vor zwei Jahren war die Bundeswehr in der nordafghanischen Provinzstadt stationiert. Jetzt haben offenbar die Taliban die Stadt erobert und hissen ihre Flagge. Die Einwohner fliehen.
Gut beraten? Trotz Forschungswert nimmt die British Library ein Archiv zum Taliban-Regime nicht in seinen Bestand auf: Es verstößt gegen das Anti-Terror-Gesetz.
Frank-Walter Steinmeier und Susan Rice fordern Pakistan auf, seine ambivalente Haltung gegenüber den Taliban aufzugeben und Kabul bei der Versöhnung mit den Dschihadisten zu unterstützen. Ein schwieriges Unterfangen.
Trotz der prekären Sicherheitslage besucht Außenminister Steinmeier Kabul, um klarzumachen, dass Afghanistan auch nach dem Truppenabzug nicht vergessen werde. Ein Empfang im Präsidentenpalast erinnert an ein ambivalentes Jubiläum.
Außenminister Steinmeier ist am Sonntag nach Afghanistan gereist.Trotz der jüngsten Anschläge appelliert er an Präsident Ghani, die Friedensgespräche mit den Taliban wieder aufzunehmen.