Die Sedisvakanz der Politik
Eine neue Regierung ist in Rom nicht in Sicht. Auch die Amtszeit von Präsident Napolitano endet. Er hat jetzt noch einmal die Ehre des Landes verteidigt, auch gegen Deutschland.
Eine neue Regierung ist in Rom nicht in Sicht. Auch die Amtszeit von Präsident Napolitano endet. Er hat jetzt noch einmal die Ehre des Landes verteidigt, auch gegen Deutschland.
Nach der Wahl wird in Italien wieder um Posten und Pfründen gefeilscht. Schafft es der erfolgreiche Populist Beppe Grillo, diesen politischen Viehmarkt zu beenden?
Der italienische Komiker Beppe Grillo unterstellt dem SPD-Kanzlerkandidaten wegen dessen „Clown“-Äußerungen schlechte Manieren. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nennt dagegen die Bezeichnung Clown „in Bezug auf Herrn Berlusconi harmlos.“
Der Chef des italienischen Mitte-links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, will am kommenden Mittwoch Staatspräsident Napolitano eine Minderheitsregierung vorschlagen. In seinem Programm kündigt er eine Abkehr von der Sparpolitik an.
In den achtziger Jahren beendete er seine Fernsehkarriere durch harsche Politikkritik, dann entdeckte er das Internet für sich. Wie Beppe Grillo mit beißender Politsatire dazu kam, Italiens stärkste Partei vorzuführen.
Der Zirkusdirektor Bernhard Paul hat Peer Steinbrücks Äußerung kritisiert, bei der Wahl in Italien hätten zwei Clowns gewonnen. „Clown ist ein ehrenwerter Beruf“, sagte Paul.
Warum wieder Berlusconi? Nicht nur mit Clownerien, sondern auch mit seinem Verständnis vom Staat nimmt er viele Italiener für sich ein: Wer wenig bekommt, kann wenig verschwenden.
Italiens Präsident Napolitano hat Peer Steinbrück nun auch öffentlich kritisiert. Für Union und FDP ist der SPD-Kanzlerkandidat nach dessen abfälligen Äußerungen über Berlusconi und Grillo ein „außenpolitisches Sicherheitsrisiko“. Die SPD-Führung verteidigt Steinbrück.
Italiens Präsident Napolitano hat ein für Mittwoch geplantes Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück abgesagt. Hintergrund sind Steinbrücks Äußerungen zum Wahlausgang in Italien, in denen er Berlusconi als Clown verspottete.
In Italien herrscht nach der Parlamentswahl politisches Chaos. Und genauso haben es die degenerierten Parteien gewollt. Denn nun können sie mit ihrer Plünderung des Landes weitermachen.
Nach der Wahl in Italien wächst die Sorge vor einer politischen Krise im Land - keine Partei konnte in beiden Parlamentskammern eine Mehrheit gewinnen. Bersani vom Mitte-links-Bündnis sprach vom Beginn der Zeit der Diplomatie. Auch Berlusconi zeigte sich offen für Koalitionsverhandlungen.
Monti hatte viel vor. Doch letztlich war er sich selbst am meisten im Weg. Und dass er die Nähe zu Angela Merkel suchte, machte ihn zur leichten Beute für seine Gegner.
Bersani und Berlusconi müssen zueinander finden. Sonst lacht sich Grillo ins Fäustchen. Die Alternative heißt Neuwahlen oder große Koalition.
Wenn die Vernunft schläft, triumphieren die Populisten: Die antieuropäische Aggressivität, welche den italienischen Wahlkampf durchzog und die sich auch im Wahlergebnis für Berlusconi und Grillo ausdrückt, gibt zu denken. Eine handlungsfähige Regierung in Rom ist in weite Ferne gerückt.
Clowns? Nein, wenn schon, dann entstammen Beppe Grillo und Silvio Berlusconi der Commedia dell’arte. Als Pulcinella (französisch Polichinelle) gibt jeder der beiden den bauernschlauen Tölpel mit Bauch und Buckel – in Lagerfelds neuer Karlikatur.
Der deutsche Leitindex ist nach der Aussicht auf eine politisch verfahrene Situation in Italien rund 2 Prozent tiefer in den Handel gestartet. Die Anleger fürchten das Patt.
In Italien droht nach der Parlamentswahl eine politische Blockade. Das Mitte-Links-Bündnis unter Pier Luigi Bersani hat zwar eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus errungen, doch im Senat hat keine Partei die absolute Mehrheit erringen können.
Die Hälfte der Italiener hat für Parteien gestimmt, die aggressiv antieuropäisch auftreten. Das ist ein besorgniserregendes Signal für den gesamten Kontinent.
Pier Luigi Bersani möchte der nächste italienische Ministerpräsident werden. Der Sohn eines Tankstellenpächters hat keinen Sinn für Prunk und Pracht. Ein Berlusconi-Stil liegt dem Sozialdemokraten fern.
Das mögliche Patt nach der Wahl in Italien lässt die Finanzmärkte wenig Positives erahnen. Schon an dem Reformeifer des zunächst vermeintlichen klaren Siegers Bersani hegten Experten Zweifel. Mit dem Patt und dem Druck auch durch die Protest-Bewegung des Komikers Beppe Grillo sieht die Reformzukunft eher düster aus.
Der Komiker und Politprediger Beppe Grillo befindet sich auf dem Vormarsch, Berlusconi verordnet das Lächeln. Und alle wollen Gelder ausgeben, die beim besten Willen nicht da sind. Römische Elegien.
Selbst am Tag der Wahl wissen viele Italiener noch nicht, wem sie ihre Stimme geben - wenn überhaupt. Denn das Vertrauen in die alten Parteien ist gering. Das zeigt auch ein Besuch in Sizilien, der Region, die eine entscheidende Rolle bei der Machtverteilung spielen wird.
Italien entscheidet heute über die Zukunft der Währungsunion. Europa fürchtet sich vor einem Sieg Berlusconis. Kehrt die Krise wieder zurück?
Der Kandidat der Demokratischen Partei in Italien, Pierluigi Bersani, gilt als pragmatischer Traditionalist. Lange wurde er als Favorit gehandelt, doch den Palazzo Chigi dürfte er wohl nur mit Mühe erreichen.
Inmitten der laufenden Wahl in Italien ist der deutsche Aktienmarkt zum Wochenauftakt fest in den Handel gestartet. Starke Vorgaben von der Wall Street und aus Asien sorgten dafür, dass sich der Dax wieder mühelos über die Marke von 7.700 Punkten vorarbeitete. Auch der Euro kann Zugewinne verbuchen.
Statt wirtschaftspolitischer Diskussion gibt es nur viele Versprechen vor den Parlamentswahlen in Italien. Der Außenseiter Beppe Grillo könnte das Land künftig unregierbar machen.
Das mögliche Ende der ultralockeren Geldpolitik der amerikanischen Notenbank macht den Anlegern zu schaffen. Dazu kommen Sorgen, dass sich die Euro-Zone nicht so schnell erholt.
Die Ruhe ist vorbei: Italien droht politisches Chaos. Das macht Anleger nervös. Muss am Ende die EZB einspringen?
tp. ROM, 18. Februar. Um Italiens Wirtschaft ist es schlecht bestellt. Jeden Tag gehen Arbeitsplätze verloren. Die Wirtschaftsleistung soll auch 2013 wieder ...
Analysten machen ihre Prognosen für die Entwicklung von Zinsen und Aktienkursen in Italien von den politischen Szenarien abhängig. Eine Rückkehr von Berlusconi ist auf dem Finanzmarkt nicht erwünscht.
Der Dax steigt stärker als die anderen europäischen Leitindizes. Dagegen rücken die Sorgenkinder Italien und Spanien wieder in den Fokus. Der Verkauf eines Aktienpaket an Beiersdorf sorgt für Gesprächsstoff.
Kein Papst, keine Regierung, dafür ein Berlusconi: Italien wählt ein neues Parlament. Die halbe Welt hat Angst vor einem Comeback des Medienmoguls. Und die Italiener?
In Italien hat die Bewegung des Komikers Beppe Grillo offenbar weiter in der Gunst der Wähler gewonnen. Schon rätselt man, wie sich ihre Kandidaten im Parlament verhalten werden.
Die Parteien treffen sich zum Politischen Aschermittwoch, dabei bekommt jeder sein Fett weg. Steinbrück lästert über Seehofer, Stoiber über Berlusconi und Trittin über den Zynismus im Lande.
ROM, 10. FebruarUmfragen in Italien sagen, der Abstand zwischen dem bisher führenden Lager um den Partito Democratico (PD) von Pier Luigi Bersani und seinem ...
Italien steckt noch immer tief in der Krise. Dennoch bieten die Parlamentswahlen am letzten Februarwochenende keinen Lichtblick.