Wenn Amerika pleite ist
Die Regierung schickt die Beamten nach Hause, weil ihr das Geld fehlt. Aber die Märkte bleiben unbeeindruckt. Wie lange noch?
Die Regierung schickt die Beamten nach Hause, weil ihr das Geld fehlt. Aber die Märkte bleiben unbeeindruckt. Wie lange noch?
Der Teil-Stillstand der amerikanischen Bürokratie belastet die Wirtschaft, aber das Ausmaß muss bislang nicht schrecken. Obama macht mit seinen ständigen Warnungen auch Politik.
Der Verwaltungsstillstand Amerika lähmt auch die internationale Politik der Weltmacht. Die Verhandlungen über die Freihandelszone mit der EU wurden verschoben, die Sanktionen gegen Syrien und Iran können nicht umgesetzt werden. Auch ein Treffen mit Putin musste Obama absagen.
Eigentlich wollten Amerikaner und Europäer kommende Woche endlich über eine Freihandelszone sprechen. Es geht um Hähnchen, Computerspiele, Käse und Chansons. Doch wegen des Shutdowns werden die Gespräche verschoben.
In den amerikanischen Haushaltsstreit kommt wieder leichter Optimismus: Medienberichten zufolge will der republikanische Repräsentantenhaus-Sprecher Boehner nicht zulassen, dass die Vereinigten Staaten in die Zahlungsunfähigkeit laufen.
„Machen Sie dieser Farce ein Ende!“ Mit harschen Worten hat Barack Obama im Haushaltsstreit den republikanischen Repräsentantenhaus-Sprecher Boehner angegriffen. Die Lage ist verfahren. Seine lange geplante Asienreise sagte Obama ab.
Die große Mehrheit der Amerikaner merkt vom Stillstand der Bürokratie nicht viel. Das öffentliche Leben geht fast unberührt seinen normalen Gang. Und auch Touristen nehmen die Situation gelassen.
Im Alltag merken nur wenige Amerikaner etwas von den Folgen des Haushaltsstreits. Anders in einigen Industrieunternehmen: Ein Rüstungskonzern schickt nun Mitarbeiter in Zwangsurlaub, weil bei der Fertigung staatliche Inspektoren anwesend sein müssten.
Der Haushaltsstreit löst in Amerika größte Sorgen aus. Ein Spitzengespräch zwischen Demokraten und Republikanern ist gescheitert. Präsident Obama warnt die Republikaner davor, die Vereinigten Staaten „in den Bankrott zu treiben“.
Millionen Amerikaner stehen vor verschlossenen Museen und Nationalparks, weil sich der Kongress nicht auf einen Haushalt einigen kann. Es ist schwer zu sehen, was die Blockade der Republikaner außer Krawall eigentlich bringen soll.
Die Börsen beschäftigen sich wieder mit Krisen. Der Blick geht trotz gewonnener Vertrauensabstimmung der Regierung nach Italien. Auch Amerika und die EZB machen das Bild nicht heller.
Seit in Amerika der Haushaltsstreit eskaliert ist, befinden sich Hunderttausende Bundesbeamte im Zwangsurlaub. Obamas Gesundheitsreform konnten die Republikaner trotzdem nicht verhindern.
In Amerika steht die Verwaltung weiter still. Finanzminister Lew warnt nun vor neuem Ungemach: Am 17. Oktober prallt das Land an die Schuldengrenze. Dann sind noch 30 Milliarden Dollar in der Kasse.
pwe. WASHINGTON, 1. Oktober. Die amerikanische Bundesregierung hat mit Beginn des neuen Haushaltsjahres am Dienstag Behörden und Ministerien geschlossen und ...
Die Akteure im amerikanischen Haushaltsstreit sind voll auf Risiko gegangen. Sie geben ungerührt all jenen recht, die den Politikbetrieb in Washington für funktionsgestört halten.
Amerika hat keinen Haushalt. Sollten sich die Koalitionsverhandlungen hinziehen, könnte auch Deutschland Anfang 2014 ohne Budget dastehen. Unsere Verwaltungswelt würde sich aber fast unbemerkt weiterdrehen.
Wegen ihres Streits um die Gesundheitsreform haben Demokraten und Republikaner sich nicht auf einen neuen Haushalt einigen können. Ministerien und Bundesbehörden müssen nun teilweise geschlossen werden. Für wie lange, ist offen.
Auch wenn die Vereinigten Staaten gerade keinen Haushalt haben, steigen die Aktienkurse. An das Schlimmste will keiner glauben - auch nicht in Italien.
Selbst ein großer Teil der Mitarbeiter von Barack Obama wird wegen der Blockade im Haushatsstreit in den Zwangsurlaub geschickt. Wer heimlich von zu Hause arbeitet, riskiert seine Entlassung. Fluglotsen und Fleischbeschauer bleiben hingegen am Arbeitsplatz.
Der Haushaltsstreit in den Vereinigten Staaten und die Regierungskrise in Rom haben den Börsen zum Quartalsende zu schaffen gemacht.
Mit einer Dauerrede von fast 22 Stunden hat der republikanische Senator Ted Cruz versucht, die Gesundheitsreform von Präsident Obama zu kippen. Auf der Rekordliste langte es nur für Platz drei.
Der Dax ist am Mittwoch nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Die Aktien von Thyssen Krupp zählten zu den Gewinnern im Handel, K+S zu den Verlierern.
anr. WASHINGTON, 19. September. Das Weiße Haus hat etliche Bundesbehörden aufgefordert, sich auf den Fall vorzubereiten, dass sie am 1.
In der Europäischen Zentralbank sorgen sich Ratsmitglieder wie Yves Mersch vor dramatischen Folgen einer Kreditklemme in Europa. Ermutigend klingt dagegen die Meldung, wonach sich Demokraten und Republikaner im erbitterten Haushaltsstreit in Amerika auf einen Kompromiss geeinigt haben sollen. Auf Unternehmensebene sammelt der Onlinespiele-Spezialist Zynga beim eigenen Börsengang eine Milliarde Dollar ein.
"Kalte Abschaltung" später? - Das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima könnte auch im kommenden Jahr noch nicht unter Kontrolle gebracht sein. Die sogenannte kalte Abschaltung könne sich verzögern, teilte der Betreiber Tokyo Electric Power Co am Mittwoch mit.