Nicht nur für den Dienstgebrauch
Welchen Nutzen hatten Berichte von MfS und BND im Kalten Krieg für die Politik? Eine Tagung des Stasi-Unterlagen-Archivs brachte Quellenprobleme auf westdeutscher Seite ans Licht.
Welchen Nutzen hatten Berichte von MfS und BND im Kalten Krieg für die Politik? Eine Tagung des Stasi-Unterlagen-Archivs brachte Quellenprobleme auf westdeutscher Seite ans Licht.
Dietmar Bartsch war das letzte Gesicht der in der DDR sozialisierten und in Moskau geschulten Linkspartei-Dialektiker. Sein Rückzug vom Fraktionsvorsitz ist das jüngste Symptom eines wohl unaufhaltsamen Zerfallsprozesses.
Ärzte sollen vom 1. Januar 2024 an verpflichtet werden können, elektronische Rezepte auszustellen. Der Bundesregierung droht der nächste Heizungsstreit. Der F.A.Z.-Newsletter.
Dresden ist heute der weltweit fünftgrößte Standort für Mikroelektronik. Die Grundlagen dafür wurden bereits in den Fünfzigerjahren gelegt.
In der frühen DDR verschmolzen politischer Widerstand und Spionage für westliche Geheimdienste in mehreren Fällen. Besonders tragisch endete es für Christian Lange-Werner
Die Erinnerung an die antitotalitären Aufstände im Ostblock verblasst. Nun ist ein Buch gegen das Vergessen erschienen.
Aron Boks begibt sich in „Nackt in die DDR“ auf die Suche nach seinem prominenten Urgroßonkel, dem umstrittenen Maler Willi Sitte.
„Bild“ will wissen, wie das Haus der Geschichte an den berühmten Zettel gekommen ist, von dem Günter Schabowski am 9. November 1989 ablas, wann die Grenze geöffnet wird. Das Museum weigerte sich. Ein Gericht sagt: Ihr müsst offenlegen.
Der Versuch einer „anderen“ Geschichte der DDR scheitert an der frappierenden Unkenntnis der Autorin über die realen Verhältnisse im real existierenden Sozialismus.
Der 17. Juni war nicht nur ein Arbeiteraufstand in den Städten. In einem Dorf in Thüringen erheben sich die Bauern gegen die SED. Die Sowjets schicken einen Panzer. Zwei Zeitzeugen erinnern sich.
Der Volksaufstand in der DDR war der erste offene Aufruhr im Ostblock. Die SED war hilflos und musste sich von der sowjetischen Armee retten lassen. Das verfolgte die Partei bis zu ihrem Ende.
Es habe auch schöne Momente in der DDR gegeben, sagt Bundespräsident Steinmeier. Er erinnerte aber auch an den Überwachungsstaat. Vergleiche zu heute seien „eine Lüge“.
Fast 70 Jahre nach den Massenprotesten des 17. Juni 1953 analysiert eine Forscherin, wie das DDR-Regime auf die Proteste reagiert hat: An Unruheherden wurden deutlich mehr Wohnungen gebaut.
Die Sowjetunion wurde vom Volksaufstand in der DDR überrascht und sah den Westen am Werk. Diese Fehlkalkulation bestimmte auch ihre Reaktion. Ein Gastbeitrag.
Die Erde ist eine Scheibe, aber sonst weiß man nichts Sicheres: Bei der Phil.Cologne kündigt Sahra Wagenknecht das Bündnis von Wissenschaft und Sozialismus auf.
Von wegen Bruderstaat. Die DDR trat gegenüber Kuba mit der Attitüde europäischer Kolonialherren auf. Das machte viele Ansätze zunichte.
Am 17. Juni 1953 erhob sich ein Großteil der Ostdeutschen gegen die Diktatur der SED. Doch die Erinnerung an den Volksaufstand vor siebzig Jahren gerät zunehmend in Vergessenheit. Ein Gastbeitrag.
Noch immer halten die DDR-Kriegskinder das Binnenkollektiv Ost in ihrem Bann. Die jüngeren Generationen kreieren eine Entlastungserzählung und versuchen, den Westen zum großen Buhmann zu machen. Ein Gastbeitrag.
Gewaltanwendung und Gewalterfahrung sind für sie das Kontinuum ostdeutscher Mentalität: Wir treffen die Schriftstellerin Anne Rabe an dem Ort, den ihr Roman „Die Möglichkeit von Glück“ beschreibt: an der Peripherie.
Viele Jahre lang war er Nachrichtensprecher der „Aktuellen Kamera“: Nun ist Klaus Feldmann im Alter von 87 Jahren gestorben.
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat am „Tag des Sieges“ bei einem Empfang in der russischen Botschaft teilgenommen. Anwesend waren zudem die AfD-Politiker Tino Chrupalla und Alexander Gauland, der Linken-Politiker Klaus Ernst und der frühere SED-Generalsekretär Egon Krenz.
Das Regime der DDR ist Geschichte, doch die Methoden seines Geheimdienstes funktionieren noch immer, gezielt wird der Erinnerungsdiskurs vergiftet: Die Laudatio zur Leipziger Erich-Loest-Preisverleihung an die Schriftstellerin Ines Geipel. Ein Gastbeitrag
Erst Euphorie, dann Katzenjammer: Ein lesenswerter Band versammelt Briefe aus der DDR, die zwischen Februar 1989 und Oktober 1990 geschrieben wurden.
Die SPD hat es womöglich in der Hand, ob Berlin ein Exerzierplatz grün-linker Politik bleibt. Im Fall einer Entscheidung für Schwarz-rot würde Franziska Giffey nur noch die zweite Geige spielen.
Als die DDR zusammenbrach, umgab den SED-Funktionär aus Dresden die Aura eines Hoffnungsträgers der SED. Doch die Bürger trauten auch einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ nicht mehr.
Hans Modrow setzte einen anderen Ton als die führenden SED-Genossen. In Dresden jedoch griff er nicht weniger hart durch. Jetzt ist der ehemalige Kurzzeit-Ministerpräsident der DDR gestorben.
Die Umbenennung des Bismarck-Zimmers im Auswärtigen Amt hat einen Sturm der Empörung ausgelöst. Aber kann der erste Kanzler des Kaiserreichs wirklich noch ein Vorbild für die deutsche Außenpolitik sein? Ein Gastbeitrag.
CDU und CSU scheuen nicht vor einem Symbol zurück, das an die SED erinnert. Doch warum fiel Merz der Schal aus der Hand?
Wer wissen will, wie die DDR nicht war, ist bei diesem Buch richtig. Der ehemalige Staatschef gibt Einblicke in seine Realitätsverweigerungshaltung.
Hier wurde aus geographischem Abstand eine Stärke: Kerstin Hohners Geschichte des Rostocker Hinstorff-Verlags zu dessen Glanzzeiten in der DDR.
Unter dem Hofpflaster lag der Punk: Das Kulturlabor Trafo in Jena zeigt autonome Kunst in der späten DDR und erzählt die persönlichen Geschichten des Widerstands gegen das SED-Regime.
Die neue zeithistorische Forschung trennt nicht mehr zwischen bundesdeutscher und DDR-Militärgeschichte. Diese Verschiebung der Perspektive eröffnet neue Einblicke.
Die DDR wollte bei den Olympischen Spielen 1972 die Überlegenheit des Sozialismus beweisen. Westdeutschland sollte „auf eigenem Boden“ geschlagen werden. Die DDR-Funktionäre überließen dafür nichts dem Zufall. Ein Gastbeitrag.
Der Historiker und Stadtrat Bernd Heidenreich warnt: Frankfurt laufe Gefahr, das Jubiläum der deutschen Nationalversammlung zu feiern – und dabei ihre eigentliche Bedeutung zu verkennen.
Der Unmut der Bürger über „Erichs Krönung“ war groß. Das lag nicht nur am Geschmack.