Die grüne Zerrissenheit zwischen Atom- und Kohlestrom
Für junge Grüne ist Kohlestrom schlimmer als Atomstrom. Bei den alten ist es umgekehrt – und sie können sich besser durchsetzen. Doch die Realität könnte sie bald einholen.
Für junge Grüne ist Kohlestrom schlimmer als Atomstrom. Bei den alten ist es umgekehrt – und sie können sich besser durchsetzen. Doch die Realität könnte sie bald einholen.
Um das nächste Entlastungspaket wird schon munter gestritten: Die Politik will den Bürgern helfen und gleichzeitig die Staatskasse schonen.
Durch Nord Stream 1 fließt wieder Gas. Ein Grund zur Entwarnung ist das nicht. Sind wir auf den Winter gut vorbereitet?
Zum „Volksaufstand“ wird es in Deutschland nicht so schnell kommen. Wohl aber werden die Deutschen der Logik der Energiewende schneller gehorchen, als den Grünen lieb sein kann: Heizung durch Strom.
Die Regierung kündigt ein neues Energiesparpaket an und durch Nord Stream 1 fließt weiter Gas. Doch eine brisante Frage um die Pipeline-Turbine ist nicht geklärt.
Die Bundesregierung verschärft die Vorbereitungen für den Winter. In Italien machen sich mögliche Draghi-Nachfolger bereit. Und der Frankfurter Flughafen erwartet einen Ansturm an Reisenden.
Russland liefert wieder 40 Prozent der vereinbarten Mengen durch Nord Stream 1. Die Regierung sagt: Das reicht nicht für den Winter.
Flure und Foyers sollen nicht mehr geheizt werden, private Pools auch nicht. Vor allem in Behörden sollen die Temperaturen fallen. Die Füllstände der Gasreserven werden genau geregelt. Eine „Wärmepolizei“ will Habeck aber nicht.
An dem Sammelsurium fällt vor allem auf, dass das grüne Krisenmanagement zunehmend kleinteilig dirigistisch wirkt. Und sich teils in symbolische Gesten flüchtet.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will Deutschland in der Gaskrise mit einem weiteren Maßnahmen-Paket für den Winter rüsten. Unter anderem würden Braunkohle-Kraftwerke in der Reserve zum Oktober aktiviert, um Gas zu sparen.
Braunkohle, „Heizungscheck“, weniger Verbrauch in öffentlichen Gebäuden: Der Wirtschaftsminister bereitet die Deutschen auf weitere Einsparungen vor – und will auch die Füll-Vorgaben für die Gasspeicher verschärfen.
Die Bereitschaft, den Gürtel enger zu schnallen und sich beim Komfort einzuschränken, ist groß. Das zeigt zumindest eine Umfrage unter Menschen in der Mitte Deutschlands.
Wenn das Erdgas knapp werden sollte, zeichnen sich Verteilungskämpfe ab. Wer dann zuerst bedient werden soll, will die EU heute ankündigen. Entwürfe ihres Plans kursieren schon.
Die Wärmepumpen-Pflicht fällt weniger streng aus: Nach den Plänen von Habeck und Geywitz darf auch künftig der alte Gas- oder Ölkessel heizen – zumindest ein bisschen.
Deutschland braucht für seine Energiewende jede Menge Windräder, Solaranlagen und Wärmepumpen. Die sollen verstärkt hier produziert werden – auch mit staatlicher Hilfe.
Wirtschaftsminister Robert Habeck bestimmt mit seinen Vorschlägen zum privaten Energiesparen die Schlagzeilen. Die SPD kritisiert seine Ideen. Dabei geht es nicht nur um die Sache.
Die Bundesregierung sagt, es bringt nichts, Meiler länger laufen zu lassen. Doch das stimmt nicht. In Wahrheit kann die Kernenergie gleich mehrere Probleme auf einmal lösen.
Wirtschaftsminister Habeck will das Wettbewerbsrecht verschärfen und die Entflechtung von Unternehmen ermöglichen. Doch es gibt noch andere Instrumente.
Österreich löst sich von Russland als seinem wichtigsten Gasversorger. Der Energiekonzern OMV spricht von einem „Meilenstein in der Diversifizierung“.
Das Wirtschaftsministerium teilt mit, dass sowohl ein Schnelltest, als auch ein PCR-Test positiv ausgefallen sind. Habeck nehme seine Dienstgeschäfte aus dem Homeoffice wahr.
Die Versorgung der Privathaushalte hat Vorrang, doch entscheidend sind die Details. Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen der neuen Gas-Debatte.
Soll der Staat Familien und Privatleuten das Gas drosseln, um im Ernstfall die Industrie zu versorgen? Die SPD-Vorsitzende Esken ist dagegen. Ökonomen empfehlen stattdessen Sparsamkeit sowie neue Lieferanten.
Der US-Präsident bereist Israel, das Westjordanland und Saudi-Arabien. In Großbritannien verkleinert sich das Feld der Kandidaten für die Johnson-Nachfolge. Und die Deutschen arbeiten im Schnitt ab heute endlich für sich.
Österreich kann keine LNG-Häfen bauen. Es hat aber die Kapazität für unterirdische Gasspeicher. So besteht die Kooperationsvereinbarung zwischen Wien und Berlin aus Geben und Nehmen.
Die Ampelkoalition ringt weiter um ein umfassendes Programm. Besonderer Knackpunkt ist der Verkehrsbereich.
Nicht nur die CDU, auch der Koalitionspartner FDP erhöht den Druck auf die Grünen. Sie sollen einer Laufzeitverlängerung der letzten Atomkraftwerke zustimmen.
Zwei Tage hat Wirtschaftsminister Habeck Prag und Wien bereist. Es war eine Werbetour für mehr Kooperation in der europäischen Gasversorgung.
Die Union dringt darauf, die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern. Aus Sicht von Thorsten Frei bremsen die Grünen. Robert Habeck komme seiner Verantwortung nicht nach.
Der grüne Vizekanzler weist die Forderung der CDU nach längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke zurück. In Wien unterzeichnet Robert Habeck eine Vereinbarung zur Gas-Kooperation mit Österreich.
Die deutschen Gasspeicher sind nicht ausreichend gefüllt. Die Welthungerhilfe blickt auf die Ernährungskrise. Und das „James Webb“-Teleskop hat erste Bilder aus den Tiefen des Alls geliefert.
Es kommt kaum noch Gas aus Russland nach Deutschland. Die SPD warnt vor einem „Verteilungskampf“.
Das deutsche Kartenhaus der Energieversorgung stürzt zusammen. So falsch aber die energiepolitische Sorglosigkeit in der Vergangenheit war, so falsch wäre heute das Denken in Albträumen.
Es fließt kein Gas mehr durch Nord Stream 1 – vorerst. Jetzt bereiten sich Politik und Unternehmen auf den Fall vor, dass dies so bleibt.
Putin soll keinen Vorwand haben, die Pipeline nicht wieder in Betrieb zu nehmen.