Krieg gegen die Kurden
Es ist noch nicht allzu lange her, da sahen die Kurden wie die großen Gewinner des Kriegs in Syrien aus. Erdogans Einmarsch ändert alles.
Es ist noch nicht allzu lange her, da sahen die Kurden wie die großen Gewinner des Kriegs in Syrien aus. Erdogans Einmarsch ändert alles.
Die „Operation Olivenzweig“ hat begonnen: Die Türkei sieht die starke kurdische Präsenz in Nordsyrien schon lange als Gefahr. Doch der Angriff auf den amerikanischen Verbündeten ist risikoreich.
Seit Jahren kündigt Ankara ein Vorgehen gegen Afrin an. So eindeutig wie diesmal waren die Drohungen aber noch nie: Staatspräsident Erdogan will die Stationierung einer „Terrorarmee“ an der türkischen Grenze mit einem Gegenschlag verhindern.
Vor anderthalb Jahren verhängte die Türkei den Notstand. Dieser soll jetzt verlängert werden – die Zustimmung des Parlaments gilt als sicher.
In der Türkei gilt nichts mehr außer Erdogans Willkür – sie trifft Justiz, Presse und Kultur. Dabei spaltet der Präsident das Land weiter und treibt die Polarisierung voran.
“Hukukumuz Avrupa’dan iyi” ama mahkemelerimiz Anayasa Mahkemesi’ni dinlemiyor. “Bilimle en yakından ilgilenen” Cumhurbaşkanımız görevde ama yüzlerce akademisyenimiz işsiz kaldı, eğitim yerlerde sürünüyor. “Sanatsız kalkınma karanlığa götürür” diyen bir liderimiz var ama polis sahne sahne gezerek “Sadece Diktatör”ü arıyor.
Das Verfassungsgericht hat die Freilassung von zwei türkischen Journalisten angeordnet – doch es wird offen ignoriert. Ein Rechtsstaat ist die Türkei somit weniger denn je.
Eine Türkei-Fahne und eine Entschuldigung an Erdogan: So sah für kurze Zeit der Twitter-Account des „Spiegel“-Chefs aus. Wer dahinter steckt, ist noch unklar.
Der türkische Außenminister Cavusoglu lobt die Annäherung zu Deutschland, teilt aber auch aus. Im Fall des inhaftierten Journalisten Deniz Yücel stellt er einige gewagte Vergleiche an.
Präsident Erdogan weiß, wie man uns das Feiern vergällt: Er erhöht die Alkoholsteuer massiv. Derweil schreibt ein Journalist nüchtern, der Staat habe Terrororganisationen unterstützt.
Türkiye’de 2002’den bu yana rakının başına gelenler, AKP politikalarının özeti gibi. Rakı sadece, 15 yılda 6 kat zamlanan bir içki değil. “Bana benzemeyene buralarda yer yok” siyasetinin kristalleşmiş bir örneği.
Beim Besuch in Frankreich nennt der türkische Präsident Journalisten „Gärtner des Terrorismus“. Zugleich warnt Erdogan vor der „Falle der Islamophobie“. Macron erteilt seinem Gast derweil eine Absage.
Jahreswechsel in der Türkei: Dass Islamisten Kinder sexuell missbraucht haben, wird kleingeredet, dafür ist Feiern auf öffentlichen Plätzen verboten.
Ülkeyi esir alan muhafazakâr iklim sayesinde, yeni yılı kutlamak imkansız hale geldi. Sakallı-cübbeliler sokak sokak gezerek “Müslüman yılbaşı kutlamaz” broşürleri dağıttı, devlet meydanlardaki kutlamaları yasakladı. Çatıya çıkıp elinde sopayla Noel Baba’yı İslam’a davet etmek için bekleyenimiz bile vardı.
Der Fall Zarrab war in der Türkei Chefsache. Der Prozess um den türkisch-iranischen Goldhändler ging nun mit einem Schuldspruch zu Ende – allerdings nicht gegen Zarrab.
In Iran verlieren die regierungskritischen Proteste an Kraft, auch weil sie keine Führungsfigur haben. Dafür trumpft nun die Gegenseite auf.
Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland waren 2017 angespannt. Für das neue Jahr erwartet Außenminister Cavusoglu Entspannung - und schickt zugleich eine Warnung nach Berlin.
Die Albtraumnacht vom Juli 2016 bestimmt nach wie vor die türkische Politik. Eindeutig ungerechtfertigte Inhaftierungen werden stur ignoriert, dafür gibt es jetzt eine Immunität für Terrorbekämpfer.
15 Temmuz felaketinden sonra sapla samanı ayırmamakta ısrar eden Türkiye yargısı, sadece şarkı indirme ya da namaz vakti programı indirenleri “terörist” yaftasıyla hapse attı. Şimdi ise “terörist” dediklerine karşı işlenecek suçlara dokunulmazlık getiriyor.
Der türkische Präsident sieht nach eigenem Bekunden die stark strapazierte Beziehung auf dem Weg der Besserung. Doch in seinem Land sitzen noch immer acht Deutsche aus politischen Gründen in Haft.
Ziemlich viele echte Nachrichten schossen 2017 durch die sozialen Netze. Zwölf Tweets, die uns bewegten.
Ein Ruhestörer, ein Versammlungsverbot, Fußtritte im Vorübergehen und die Vorrechte scheidungswilliger Männer: Die türkischen Kuriositäten dieser Woche stehen für ein ganzes Jahr.
Türkiye’nin son bir haftası, yaşadığımız bir yılın özeti gibi: Erdoğan’ı dava eden gözaltında. OHAL mitingi OHAL’den yasak. IŞİD’lileri bırakan mahkeme, gazetecileri içeride tuttu. Haftanın, yani yılın demeci Erdoğan’dan geldi: “Adaletimiz Avrupa’dan iyi...” İyi yıllar Türkiye!
Die Soziologin Latife Akyüz unterschrieb eine Petition für Frieden mit den Kurden – und musste die Türkei verlassen. Sie lebt und lehrt heute in Frankfurt. Ihre Kollegen stehen in Istanbul vor Gericht.
Selbst wenn die Türkei alle inhaftierten deutschen Staatsbürger freiließe, würde dies die Spannungen zu Deutschland nicht einfach in Luft auflösen. Eine Normalisierung der Beziehungen zur Türkei ist momentan nicht absehbar.
Die türkische Regierungspropaganda dringt bis auf die Fußballplätze vor. Radikale Richtungswechsel gehören dazu.
“Spora siyaset sokmayalım” klişesi, devlet eliyle paramparça edildi. Ali İsmail Korkmaz marşına tahammül edemeyen, özgürlük diyen oyuncuya hapis cezası verenler, bütün ligleri “Kudüs” pankartıyla başlattı. İşte yeşil sahalarımızdan adalet manzaraları...
In der mittelhessischen Kommune Pohlheim leben viele Aramäer. Nun will die Kommune ein Mahnmal für ermordete Christen erreichten in Erinnerung an Massaker im Osmanischen Reich. Das missfällt türkischen Offiziellen.
Das Jahr 2017 kann wohl nicht so schlimm gewesen sein – jedenfalls wenn Olivia Jones und Sophia Thomalla darüber Auskunft geben dürfen. Wenigstens gilt das für Deutschland. In der Türkei sieht das anders aus. Droht Günter Wallraff dort die Verhaftung?
Ist die türkische Rockerorganisation „Osmanen Germania“ der verlängerte Arm Erdogans in Deutschland? Die Hinweise verdichten sich und es gibt erste Festnahmen.
Ankara hat sich beim Gipfel islamischer Staaten mit seiner Forderung durchgesetzt, Trumps Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels hart zu beantworten. Die Teilnehmer erkennen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines Palästinenserstaates an.
Der Journalist Baha Güngör hat ein Buch über die Türkei geschrieben. Er will Verständnis für die Entwicklung des Landes schaffen. Wie erklärt der einstige Redaktionsleiter bei der Deutschen Welle das Phänomen Erdogan?
In der deutschen Politik ist es außer Mode gekommen, Entscheidungen zu treffen. Weder Union noch SPD warten in dieser Hinsicht derzeit mit großer Entschlossenheit auf. Anderswo sieht das ganz anders aus.
Beim Treffen mit Macron spricht Israels Regierungschef von Amerikas friedensstiftenden Absichten im Jerusalem-Konflikt – und kritisiert die Haltung europäischer Staaten. Eine Antwort hat Netanjahu auch auf die Beschimpfungen des türkischen Präsidenten.
Frauen unter Erdogan: Der Film „Clair Obscur“ zeigt am Beispiel zweier ganz unterschiedlicher Lebensläufe die Widersprüche einer zerrissenen türkischen Gesellschaft.
Mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel hat Trump innenpolitische Ziele verfolgt. Doch dadurch führt er zwei andere Akteure im Nahen Osten näher zueinander.