Unions-Führung in großer Sorge
Vor dem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Köln warnen führende Politiker von CDU und CSU vor einem „heißen Samstag“. Auch Kanzlerin Merkel ist besorgt.
Vor dem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Köln warnen führende Politiker von CDU und CSU vor einem „heißen Samstag“. Auch Kanzlerin Merkel ist besorgt.
In der Türkei ist ein weiterer Mann nach Zusammenstößen zwischen Polizei und Regierungsgegnern gestorben. In Köln formiert sich weiter Widerstand gegen den geplanten Auftritt Erdogans. Ankara kritisiert, dass Köln Gegendemonstrationen zulässt.
Ein 30-Jähriger ist am Rande von Ausschreitungen in der Türkei von einer Kugel im Kopf getroffen worden. Der Mann war offenbar kein Demonstrant, sondern Teilnehmer einer Trauerfeier in Nähe der Proteste.
Im Streit über die türkische Politik ist der Wiesbadener Partnerschaftsverein neutral. Und gerät genau deswegen zwischen die Fronten.
Die Bundeskanzlerin appelliert an Erdogans Verantwortungsbewusstsein: Der türkische Regierungschef solle in Köln Sensibilität zeigen, sagt Merkel. Die Polizeigewerkschaft fürchtet, Erdogan werde weiter „Öl ins Feuer gießen“.
Köln rüstet sich für die umstrittene Rede des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am Samstag. Die Polizei rechnet mit Zehntausenden Demonstranten aus ganz Europa.
Hetzkampagne gegen den „Spiegel“-Korrespondenten in der Türkei: Die Übernahme eines Erdogan-feindlichen Zitats in einem seiner Artikel bringt Hasnain Kazim Hass und Morddrohungen ein.
Vor dem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Köln wird die Kritik immer lauter. CDU-Innenpolitiker Bosbach wirft Erdogan Wahlkampf in eigener Sache vor. Unter ihm entferne sich die Türkei „mit Riesenschritten von europäischen Werten“.
In Deutschland lebende Türken freuen sich, im August erstmals den türkischen Präsidenten mitwählen zu können. Viele stehen hinter dem Ministerpräsidenten. Am Samstag tritt Tayyip Erdogan in Köln auf.
Regierungssprecher Seibert weist Forderungen nach einer Absage des Erdogan-Auftritts in Deutschland zurück. Dennoch ruft Berlin den türkischen Ministerpräsidenten zur Zurückhaltung auf.
Erdogans Ankündigungen im Hinblick auf seinen geplanten Auftritt in Köln sind Ausdruck eines Größenwahns, der mit fortschreitendem Realitätsverlust einhergeht.
Ist der Mann noch bei Trost? Erdogan belehrt nach dem Bergwerksunglück von Soma seine Landsleute. In einer Demokratie hätte er über seinen Rücktritt nachdenken müssen. Darauf werden die Türken vergeblich warten.
Deutsche Politiker kritisieren das brutale Vorgehen der türkischen Regierung gegen Demonstranten und Erdogans geplanten Auftritt in Köln. Sogar ein „Missbrauch des Gastrechts“ wird dem türkischen Ministerpräsidenten vorgeworfen.
In Soma sind die Leichen der beiden letzten vermissten Bergleute geborgen worden. Zuvor hatte ein Feuer in der Grube die Arbeiten erschwert.
302 Tote gibt es beim Grubenunglück im türkischen Soma. Der Bergwerksbetreiber will nicht fahrlässig gehandelt haben. Bei Zusammenstößen mit Demonstranten setzt die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein.
Es ist verständlich, dass die Angehörigen der Bergarbeiter ihrem Schmerz auch in aggressiven Worten oder Handlungen Ausdruck verleihen. Ein führender Politiker sollte darauf nicht mit Wutanfällen und Handgreiflichkeiten reagieren.
Er sei provoziert worden und habe die Beherrschung verloren, sagt Erdogans Berater, der einen Demonstranten getreten hatte. Ein Prügelvorwurf wird auch gegen den türkischen Ministerpräsidenten selbst erhoben.
In Soma finden nach dem Grubenunglück Massenbeerdigungen statt, der Imam muss bisweilen Trauernde wegschicken, um Platz für andere zu machen. Während anderswo Tausende demonstrieren, schweigen hier aber viele – aus Pietät.
In Soma schwindet die Hoffnung – und die Wut auf die Regierung nimmt zu. Eigentlich hat Erdogans AKP hier viele Anhänger. Doch es werden Zweifel laut.
Ein Vertrauter des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan hat auf einen am Boden liegenden Demonstranten eingetreten. Wegen des Grubenunglücks in Soma protestieren an diesem Donnerstag Regierungsgegner und Gewerkschaften gegen Erdogan.
Nach dem Grubenunglück in der Türkei sind in Istanbul und Ankara Tausende auf die Straßen gegangen. Sie machen die Regierung Erdogan mitverantwortlich für das Unglück. Doch der weist alle Schuld von sich. Und die Polizei geht mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vor.
Das dramatische Grubenunglück von Soma ist für die Türkei ein Schock, der nicht nur die Gefühle erschüttert, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Politik. Den Ambitionen Erdogans aber wird es kaum schaden.
Die Katastrophe von Soma ist ein heftiger Schlag für Erdogans Regierung – denn sie kommt nicht aus dem Nichts. In türkischen Bergwerken werden die ohnehin laxen Gesetze zum Schutz der Bergleute kaum beachtet.
Die Zahl der Toten in Soma ist auf mindestens 238 gestiegen - und noch immer werden hunderte Kumpel vermisst. Deren Rettung wird von Stunde zu Stunde schwieriger.
Mindestens 238 Bergleute sterben bei dem Grubenunglück in Soma. Immer wieder ereignen sich dort tödliche Unfälle. Eine Untersuchung lehnte Erdogans AKP vor Monaten schon ab. In welcher Beziehung steht die Partei zum Betreiber der Mine?
Die Hoffnung schwindet, Überlebende retten zu können - das Feuer im türkischen Bergwerk brennt weiterhin. Hunderte Kumpel sind noch nicht geborgen. Es ist das schwerste Grubenunglück in dem Land seit Jahrzehnten. Die Gewerkschaften erheben schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen.
Mit einer regierungskritischen Rede hat der Vorsitzende der türkischen Anwaltskammer in Ankara für einen Eklat gesorgt. Nachdem er Ministerpräsident Erdogan einen selbstherrlichen Regierungsstil vorgeworfen hatte, verließ dieser wutentbrannt den Saal.
Videoblogger aus Istanbul berichten über ihr Leben unter Erdogan, ihre subjektive Sicht auf die Proteste im Gezi-Park, das Youtube-Verbot und die Korruptionsvorwürfe.
Bundespräsident Gauck hat ins Schwarze getroffen, als er in der Türkei Demokratiedefizite beklagte. Das hat sich bei den neuen Demonstrationen auf dem Taksim-Platz in Istanbul wieder gezeigt. Ein Kommentar.
Zwischen der Einschätzung des Bundespräsidenten und der Bundesregierung gibt es keine Unterschiede: Innenminister de Maizière lobte dessen kritische Äußerungen über die mangelhafte Rechtsstaatlichkeit in der Türkei.
Der Vorsitzende der Türkische Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, verteidigt die Rede des Bundespräsidenten in Ankara und bezeichnet Erdogans Reaktion als unangemessen.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan schätzt es nicht, wenn man ihn kritisiert. Das bekam der Bundespräsident zu spüren. Dabei hatte sich Gauck noch in vorauseilender Verteidigung geübt.
Der Schlagabtausch zwischen Joachim Gauck und Recep Tayyip Erdogan geht weiter. Gauck verteidigt seine offene Kritik an der Regierung in Ankara: „Ich habe nichts erfunden.“
Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat die Kritik von Bundespräsident Gauck an seiner Regierung scharf zurückgewiesen. Gaucks Verhalten sei „einem Staatsmann nicht angemessen“.
Mit Predigern gleich welcher Konfession hat der türkische Ministerpräsident Erdogan in jüngster Zeit seine Not. Sein Zorn richtet sich auch gegen Bundespräsident Gauck.
Wie Bundespräsident Joachim Gauck seine Erfahrungen aus der DDR nutzt, um die Beschränkungen der Meinungsfreiheit in der Türkei zu kritisieren.