Bewerbung von Erdogans Gnaden
Die Türkei bewirbt sich wie Deutschland um die Austragung der Fußball-Europameisterschaft 2024. Ein Zuschlag käme vor allem einem zugute: Staatspräsident Erdogan.
Die Türkei bewirbt sich wie Deutschland um die Austragung der Fußball-Europameisterschaft 2024. Ein Zuschlag käme vor allem einem zugute: Staatspräsident Erdogan.
Erdogan sieht in der deutsch-türkischen Gemeinde Deutschlands eine Art Kolonie. Schon deshalb ist die deutsche Justiz mit einigen Imamen, die mutmaßlichen Parallelgesellschaften vorstehen, zu gnädig umgegangen.
Sie sind jung, sie sind türkischstämmig, sie vertreten einen selbstbewussten Islam, der in der Gesellschaft eine starke Stimme haben will. Und sie sind in der Union. Ihre Initiative ist allerdings umstritten.
Der geplante Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim am Samstag in Oberhausen sorgt für heftige Gegenwehr. Der Auftritt sei eine „unglaubliche Frechheit“, findet der FDP-Politiker Kubicki. Die Bundesregierung mahnt zur Zurückhaltung.
„Die Verwirrung ist sehr groß“, sagt die Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk mit Blick auf das Meinungsbild unter Türken in Hessen zu Verfassungsänderungen in der Türkei. Gemeinsam mit anderen sagt sie „Nein“ zu dem Vorhaben Erdogans.
Vor dem Hamburger Landgericht findet Jan Böhmermann mit seinem Satire-Gedicht auf Recep Tayyip Erdogan keine Gnade. Der türkische Potentat kann sich freuen.
Das Datum steht fest: Am 16. April stimmt das türkische Volk über die Verfassungsreform ab, die Präsident Erdogan formal mehr Macht verleiht. Es soll auch um die Todesstrafe gehen.
Es ist ein Spiel mit dem Feuer: Die neue Verfassung der Türkei soll Erdogan unbeschränkte Macht geben. Gegner des Plans werden „Terroristen“ genannt. Was daraus folgt, weiß jeder.
Den Preis für Erdogans Ehre zahlen die Satiriker. Dabei wird es Böhmermann gar nicht um den türkischen Präsidenten selbst gegangen sein. Sein Werk legt eine andere Stoßrichtung nahe.
Der TV-Satiriker Jan Böhmermann darf nach einer Entscheidung des Hamburger Landgerichts bestimmte Passagen seines Gedichtes „Schmähkritik“ weiterhin nicht mehr veröffentlichen. Damit gab es einer Klage Erdogans in Teilen statt.
Berufungsgericht zeigt Trump die Grenzen auf. Von der Leyen spricht mit amerikanischen Kollegen Mattis über Nato-Zukunft. Landgericht entscheidet über Erdogans Klage gegen Böhmermann. Bundesrat erörtert Bund-Länder-Finanzen und Innere Sicherheit.
CIA-Chef Pompeo fliegt nach Ankara. Es geht um brisante Themen. So erhoffen sich die Türken die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen. Trump genießt bei Präsident Erdogan große Sympathie. Doch es könnte ein böses Erwachen geben.
Das Verhältnis zwischen Washington und Ankara war zuletzt angespannt. Ein Telefonat zwischen den Staatschefs könnte das ändern: Trump hat Erdogan eine enge Zusammenarbeit angeboten - vor allem im Kampf gegen den IS.
Der neue Außenminister Sigmar Gabriel hat den Chef der türkischen HDP zu einem Kongress nach Berlin eingeladen. Brisant ist: Der pro-kurdische Demirtas sitzt wegen Terrorvorwürfen im Gefängnis.
Ein krasses Fehlurteil: Seehofers Abgaswerte sind nicht belanglos.
Zwischen Berlin und Ankara kriselt es. Selbst deutsche Staatsbürger werden in der Türkei festgehalten. So hat Merkel bei ihrem Treffen mit Erdogan viel zu besprechen.
Jan Böhmermann hat den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Die Auszeichnung widmet er einem bestimmten Verbündeten.
Treffen in Ankara: Merkel äußert Kritik an der Verfassungsreform von Präsident Erdogan – und schlägt eine OSZE-Kontrollmission für das Referendum darüber vor.
Um beim Referendum alle Macht zu bekommen, zieht der türkische Präsident die Terrorkarte. Im Gegensatz zu Donald Trump kann Erdogan jeden Widerstand gegen sich unterdrücken.
Die Kanzlerin besucht an diesem Donnerstag die Türkei. Die deutsche Wirtschaft hat Merkel eine Wunschliste mit auf den Weg gegeben – und fürchtet die negativen Folgen einer Wirtschaftskrise am Bosporus.
Es ist eine schwierige Reise für Kanzlerin Merkel in die Türkei. Präsident Erdogan regiert zunehmend autoritär. Doch zu viel Kritik könnte den Partner vom Bosporus verprellen. Nicht nur in der Flüchtlingsfrage ist Merkel auf die Türkei angewiesen.
Merkel trifft Erdogan und Yildirim in Ankara. Gabriel reist nach Washington. May veröffentlicht Brexit-Plan. Gewerkschaften weiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst aus.
Tausende Verhaftungen, Versetzung von Richtern, Schließung kritischer Verlage: In der Türkei regiert Präsident Erdogan mit harter Hand. Nun reist Kanzlerin Merkel nach Ankara. Wird sie Kritik äußern?
Die Zahl der nach dem Putschversuch in der Türkei entlassenen Beamten ist auf 95.000 gestiegen. 40.000 sitzen in Haft. Der Umsatz der Tourismusbranche ist dramatisch eingebrochen.
Die anstehende Reise von Bundeskanzlerin Merkel in die Türkei soll nur ein Arbeitsbesuch werden. Doch dem Aufenthalt eilen Spannungen zwischen Berlin und Ankara voraus.
Es ist eine irre Geschichte: Ausgerechnet jetzt, da sich die EU in ihrer größten Krise befindet, will die SPD mit einem Mann in den Wahlkampf ziehen, der ganz für dieses Europa steht – Martin Schulz.
Die siebenjährige Bloggerin Bana aus Syrien und die Schauspielerin Lindsay Lohan haben sich in Ankara mit dem türkischen Präsidenten getroffen. Lohan überreichte Erdogan ein Geschenk, das ihm gefallen dürfte.
„Wir sind frei“ – von wegen: Die Türkei sperrt die neue Webseite des türkischen Journalisten Can Dündar. Und zwar zwölf Stunden, bevor die eigentliche Berichterstattung beginnt.
Das türkische Parlament hat sich zu einem nutzlosen Verein degradiert – und Ankara jubelt. An den Wahlurnen wird darüber entschieden, ob die Demokratie in der Türkei fast auf null zurückgesetzt wird.
132 Tage verbrachte die Schriftstellerin Asli Erdogan in einem Frauengefängnis in Istanbul. Kurz vor Jahresende wurde sie entlassen. Ein Interview über den Alltag in der Haft.
Zum ersten Mal setzt nicht das Militär die Demokratie außer Kraft, sondern der Staatschef. Die Türkei Erdogans erfüllt damit zunehmend die Kriterien diktatorischer Verhältnisse.
Die neue Verfassung macht den Präsidenten zum unumschränkten Herrscher der Türkei: Erdogan könnte bis 2029 an der Spitze des Landes stehen – also faktisch lebenslang.
Ein Referendum entscheidet über Erdogans Präsidialsystem in der Türkei. Die Opposition spricht vom „Verrat an der eigenen Geschichte“ und will die Bevölkerung mit einer Kampagne überzeugen, gegen Erdogan zu stimmen.
Das Parlament hat das neue Präsidialsystem in der Türkei gerade abgesegnet. Damit auch das Referendum zugunsten von Erdogan ausfällt, schafft die Regierung neue Gegner.
Die Verfassungsreform in der Türkei hat die bislang wichtigste Hürde genommen. Trotz wütenden Protesten aus der Opposition stimmt das Parlament den Plänen von Staatschef Erdogan zu.
Viele Menschen ertragen es nicht mehr, belehrt zu werden. Wer andere als Trottel oder abgehoben darstellen will, verpflanzt sie verbal ins „Proseminar“. Hat es das verdient?