Saarland verbietet teure Klassenfahrten
Ins Schullandheim nach München, Rom oder Prag? Zu teuer, sagt das saarländische Bildungsministerium und verfügt: Klassenfahrten nur noch in die Region. Die Regelung sorgt für heftige Kritik.
Ins Schullandheim nach München, Rom oder Prag? Zu teuer, sagt das saarländische Bildungsministerium und verfügt: Klassenfahrten nur noch in die Region. Die Regelung sorgt für heftige Kritik.
Nur durch massiven Druck hat sich der tschechische Präsident Zeman davon abhalten lassen, an der Militärparade in Moskau teilzunehmen. Das Gedenken an das Kriegsende ist in seinem Land immer noch heftig umkämpft.
Mit dem Prager Aufstand begann die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen und Mähren. Obwohl sie einige Merkmale eines Genozids aufweist, erhebt bis heute keine Regierung diesen Vorwurf.
Milan Horáček war immer ein Wanderer zwischen den Welten. In Frankfurt wohnte er mit Rudi Dutschke zusammen und war Mitbegründer der Grünen. Dann begegnete er Erika Steinbach – und wandte sich dem Bund der Vertriebenen zu.
Die Tore des tschechischen Präsidentensitzes bleiben künftig für den amerikanischen Botschafter verschlossen. Andrew Schapiro hatte die Teilnahme Zemans an der russischen Siegesparade kritisiert.
Es soll eine Demonstration der Stärke gegenüber Russland sein. 100 amerikanische Schützenpanzer durchqueren Osteuropa. In Prag stoßen sie nun auf Ablehnung.
Gedichte auf Knopfdruck bietet ein neuartiger Automat in Prag. Mehrsprachig ist die Maschine noch nicht.
Die Kleinstadt Uhersky Brod steht nach einem Amoklauf unter Schock und gedenkt der Toten. Tschechiens Innenminister wirft die Frage auf: Gibt es zu viele Waffenbesitzer?
Der Maler Jehuda Bacon kam als Junge nach Auschwitz. Er gehörte zu einem Hilfstrupp von Lagerinsassen, den „Birkenau Boys“. Seine Bilder halfen ihm, mit dem Unbegreiflichen zu leben.
Die böhmische Kapitale von Hopfen und Malz hat mehr zu bieten als nur Brauereien und Gaststätten. Dabei kann man den Ort schon allein darum beneiden.
Es sollte eine würdige Feier zum 25. Jahrestag der „samtenen“ Revolution in der früheren Tschechoslowakei werden. Doch mehrere tausend Demonstranten protestierten gegen die russlandfreundliche Politik des tschechischen Präsidenten Zeman. Ein tierisches Wurfgeschoss traf nicht ihn, sondern den Ehrengast.
Die Ukraine-Krise wirft auch in Prag Schatten auf die Feierlichkeiten. Demonstranten gegen Präsident Zeman kritisieren seine russland-freundliche Haltung. Bundespräsident Gauck mahnt zu mehr Geschichtsbewusstsein.
Am 17. November 1989 zogen Tausende empörte Prager auf den Wenzelsplatz, um gegen einen gewalttätigen Polizeieinsatz zu protestieren. Kurz darauf brach das Regime zusammen – aufgrund einer Falschmeldung, wie man heute weiß.
Die Polizei hat einen Rauschgifthändlerring in Leipzig und Prag zerschlagen und dabei 2,9 Tonnen der Chemikalie Chlorephedrin sichergestellt. Damit könnten rund 2,3 Tonnen Crystal hergestellt werden.
In den Feldlazaretten keimt die Seuchengefahr zunehmend auf. Die Frankfurter Zeitung berichtet am 5. November 1914 über einen Arzt, der ein neues Mittel gegen Cholera entdeckte.
Der tschechoslowakische Schriftsteller und Regimekritiker Václav Havel ist in seiner Wohnung in Prag festgenommen worden. Damit soll verhindert werden, dass er an einer Demonstration teilnehmen kann.
Im Osten Europas veränderte sich vor 25 Jahren viel - die Flucht aus der DDR aber war noch immer ein großes Wagnis. Ramona Kobus rang deshalb lange mit sich, ehe sie einen folgenreichen Entschluss fasste.
Mehr als 10.000 Flüchtlinge lagern in der Nacht rund um die Bonner Botschaft in Prag. Bevor die DDR auch die Grenze zur Tschechoslowakei schließt, war der Ansturm besonders groß.
Nachdem die DDR-Flüchtlinge die Bonner Botschaft in Prag verlassen durften, machen sich wieder Tausende auf den Weg in die Tschechoslowakei und nach Polen. Unser Historisches E-Paper aus dem Wendeherbst.
Am Dienstag feierte Hans-Dietrich Genscher gemeinsam mit DDR-Flüchtlingen in Prag den 25. Jahrestag ihrer Ausreise. Bei den Feierlichkeiten zeigte er sich mit einer Ausgabe der F.A.Z. auf dem Balkon der deutschen Botschaft. Hier die Auflösung.
Tausende DDR-Flüchtlinge aus den Bonner Botschaften in Prag und Warschau kommen endlich in der Bundesrepublik an - nach einer nervenaufreibenden Fahrt mitten durch das Staatsgebiet der verhassten DDR. Unser historisches E-Paper zum Wendeherbst.
Wenige Wochen vor dem Mauerfall überbrachte der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher tausenden DDR-Flüchtlingen die Botschaft, dass sie ausreisen können. Zum Jubiläum kehrt er an den historischen Ort zurück.
Jubel, Freude, „Freiheit!“-Rufe: Nach Genschers berühmtem Satz blenden Dokumentationen für gewöhnlich ab. „Zug in die Freiheit“ dagegen zeigt, wie die Menschen im Herbst 1989 über Prag in die Bundesrepublik ausreisten - und dabei noch einmal durch die DDR fahren mussten.
Heute vor 25 Jahren trat Außenminister Genscher auf den Balkon der deutschen Botschaft in Prag, um den DDR-Flüchtlingen mitzuteilen, dass ihre Ausreise möglich ist. Christian Bürger war „Lagerleiter“ der ostdeutschen Flüchtlinge. Als Genscher kam, stand er direkt hinter ihm.
Ein Meilenstein der deutschen Literaturgeschichte ist jetzt komplett: Reiner Stachs dreibändige Kafka-Biographie. Wie sie entstand und was sie fast verhindert hätte, erzählt der Autor beim Besuch.
Tragen die Propagandabilder aus dem Konzentrationslager Theresienstadt geheime Botschaften derer, die gezwungen wurden, diese Fotos zu machen? Über Spuren der Opfer in den Filmen der Täter.
Von Plumpsklo bis Töpfchen: Auch früher mussten die Menschen ihr Geschäft verrichten. Wie das ging, zeigt ein Museum für historische Toiletten in Prag.
Der brave Soldat Śvejk ist der grandiose Anarchist der Weltkriegsgeschichte. Prag war seine prachtvolle Bühne. Was ist von Jaroslav Haseks Jahrhundertfigur nach hundert Jahren geblieben?
Mal höflich, mal rau: Am zweiten Tag werden „Welcome Letters“ verschickt, und die zweite Haut ist so dezent wie die erste. Nur ein Designer gabelt seine Models trotzdem bei Lidl auf.
Die Sudetendeutschen haben die Tschechische Republik abermals aufgerufen, die Beneš-Dekrete abzuschaffen. Prag reagierte prompt.
Bundespräsident Jocahim Gauck schlägt bei seiner Rede in Prag große historische Bögen. Er nimmt Anleihen bei Havel und auch bei Kafka – und blickt optimistisch in die Zukunft.
Bei seinem Staatsbesuch in Prag erinnert Bundespräsident Gauck an die „dunklen Seiten der Vergangenheit“. Der tschechische Präsident Zeman zeigt sich EU-euphorisch - für historische Selbstkritik gibt ihm Gauck noch Zeit.
Noch immer werden in böhmischer Erde Massengräber mit verscharrten Deutschen entdeckt. Auch an dieses Unrecht müsste Gauck in Prag erinnern, wenn er den „dunklen Seiten der Vergangenheit“ nicht ausweichen will.
Die größte Erweiterung der EU-Geschichte ist für Herman Van Rompuy eine Erfolgsgeschichte. Wirtschaftswachstum und Beschäftigung sieht der EU-Ratspräsident als bestes Rezept gegen Populisten.
Als die Russen kamen: Die dreiteilige Arte-Serie „Burning Bush“ erzählt vom Ende des Prager Frühlings im August 1968 und zeigt, wie sich nach dem sowjetischen Einmarsch die Angst in der tschechischen Gesellschaft breit machte.
Sie spielte für die Wachmannschaft und die Lagerinsassen - und blieb am Leben. Alice Herz-Sommer, die jetzt im Alter von 110 Jahren gestorben ist, gilt als älteste Holocaust-Überlebende.