Trotzig in den Niedergang
Die Grünen wollen sich von ihren schlechten Umfragewerten nicht verunsichern lassen. Doch der Erfolg von SPD-Kandidat Schulz bringt die Partei ins Grübeln.
Die Grünen wollen sich von ihren schlechten Umfragewerten nicht verunsichern lassen. Doch der Erfolg von SPD-Kandidat Schulz bringt die Partei ins Grübeln.
Neue Enthüllungen zu Trumps Russland-Kontakten reißen die zerstrittenen Demokraten aus ihrer Nachwahl-Lethargie. Jetzt sehen sie ihre Chance gekommen.
Das Vorhaben, Björn Höcke aus der Partei auszuschließen, wird der AfD keine Ruhe bringen. Denn die Zweifel, dass es ihr wirklich um eine Abgrenzung vom Rechtsradikalismus geht, bleiben erheblich.
Die Wahl von Frank-Walter Steinmeier bestand daraus, keine andere Wahl gehabt zu haben. Für die politische Kultur ist das in etwa so förderlich wie eine große Koalition.
Die Rolle des Diplomaten im Auswärtigen Amt war wie für ihn gemacht. Nun wird Steinmeier als künftiger Bundespräsident an seinem unkonventionellen Vorgänger Gauck gemessen. Man sieht Steinmeier an, dass er sich auf die Herausforderung freut.
In Bukarest gehen jeden Abend Tausende Rumänen auf die Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Aber nicht das ganze Land ist in Aufruhr. In der Provinz hält man die Demonstranten für Scharlatane.
Die Sozialdemokraten wollen die Steuern für breite Bevölkerungsschichten herabsetzen. Das kündigt der stellvertretende Parteivorsitzende Schäfer-Gümbel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an. Das Geld dafür wollen die Genossen von einer anderen Gruppe holen.
Die AfD-Basis spricht sich dafür aus, mehrere Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl aufstellen. Frauke Petry befand das mal als „wenig förderlich“. Trotzdem will sie sich der Entscheidung nun fügen.
Mit Martin Schulz gibt es nun tatsächlich die Chance eines Neuanfangs für die SPD. Vor allem geht es der Partei aber darum, die Bildung einer neuen Wählerkoalition zu verhindern.
CDU und CSU haben längst nicht in allen Punkten Frieden geschlossen. Auch die Forderung nach einem Einwanderungsgesetz kommt wieder auf. Und dann gibt es noch die Frage, wie Martin Schulz als Kanzlerkandidat der SPD in Schach gehalten werden kann.
Die Grünen stehen zu Beginn des Wahljahres schlecht da. Triviale Debatten und Konzeptlosigkeit zum aktuellen Zeitgeschehen haben die Glaubwürdigkeit der Partei angeschlagen. Gerade beim Thema innere Sicherheit herrscht Ratlosigkeit.
Merkel und Seehofer verkünden ihren neuen Frieden. Der CSU-Chef stützt die Kanzlerkandidatin offiziell, Angela Merkel rechnet mit ihrem schwierigsten Wahlkampf. Nur um einen Punkt drücken sich beide.
Die Unionsparteien feiern ihre Geschlossenheit und nehmen den gemeinsamen Feind in den Blick: Rot-Rot-Grün. Die Obergrenze, die von der CSU oft gefordert wurde, soll erst nach der Wahl wieder diskutiert werden.
Die Regierung hat ein umstrittenes Korruptions-Dekret zurückgenommen, doch die Demonstrationen in Rumänien gehen weiter. Der Chef der Regierungspartei spricht von Umsturzplänen der Opposition.
Tausende Menschen demonstrieren in Rumänien seit Tagen gegen eine geplante Lockerung des Anti-Korruptionsgesetzes. Jetzt reagiert die rumänische Regierungspartei auf die Proteste – und überlegt, die Entscheidung zurückzunehmen.
Die neue amerikanische Regieurng beginne einen „Kulturkampf“, sagt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Präsident Donald Trump „spielt mit der Sicherheit der westlichen Welt“.
Sigmar Gabriel hat Trump noch vor wenigen Wochen zur autoritären Bedrohung erklärt, jetzt besucht er ihn als neuer Außenminister. Wie klappt so ein Rollenwechsel?
Nach der Bekanntgabe seiner Kanzlerkandidatur beginnt Martin Schulz seine Deutschland-Tour im Ruhrgebiet. Den Genossen im Ruhrpott gefällt er. Aber die Veranstaltungshalle rockt er nicht.
Politiker können sich auch neu erfinden. Manchmal müssen sie es sogar. Viele machen es dann wie SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel oder einst Joschka Fischer und nehmen ab. Wie Diäten das Image aufbessern sollen.
Am Sonntag besiegelt es auch der Parteivorstand: Schulz wird Spitzenkandidat. Der versuchte sich danach sogleich als Motivator der SPD und seiner selbst.
Nach monatelangem Taktieren hat sich Horst Seehofer festgelegt, dass die CSU mit Angela Merkel zur Bundestagswahl antritt. Warum er ausgerechnet jetzt vorprescht.
Welche Partei will keine gerechten Löhne, soziale Sicherheit im Alter oder bezahlbaren Wohnraum? Wo es spannend wird, schweigt Martin Schulz. Und wo er mehr sagt, fehlt ihm Glaubwürdigkeit.
Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz trat in seiner Nominierungsrede als ein demokratischer Populist auf. Sein Start war furios. Der Wahlkampf ist aber kein Kurzstreckenlauf.
Nach seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten wächst der Druck aus der SPD auf Martin Schulz, die Fortsetzung der großen Koalition auszuschließen. Aus Sicht der SPD-Linken kommt nur eine Machtoption in Frage.
Die bayerische SPD hatte es immer schwer. Die Verhaftung des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs wegen Bestechlichkeit, erschüttert die Genossen im Freistaat bis ins Mark. Rettung ist nicht in Sicht.
Bewusster Rückgriff auf „nationalsozialistische Vergangenheit“: Frauke Petry verbreitet per Rundmail eine kommentierte Fassung der umstrittenen Höcke-Rede. Die Rede habe „Sprengpotential“ für die gesamte Partei.
Mit Martin Schulz als Kanzlerkandidat sucht die SPD nach einer Alternative zur großen Koalition. Bei Maybrit Illner wird deutlich, warum das schwierig wird – unter anderem wegen der AfD.
Der künftige SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz könnte den Sozialdemokraten Aufwind bringen, glaubt der Historiker und Schröder-Biograf Gregor Schöllgen. Viel Zeit werde Schulz aber nicht bekommen.
Sorgen um die Sicherheit treiben die Leute mehr um als Umverteilung. Für die SPD und ihren Kanzlerkandidaten Martin Schulz ist das fatal.
Diesmal will Hannelore Kraft schon früh in die SPD-Pläne eingeweiht gewesen sein. Und hat Sigmar Gabriel womöglich einen entscheidenden Rat gegeben.
Die SPD weiß nicht mehr, für was sie eigentlich da ist. Und es spricht nichts dafür, dass mit Martin Schulz alles anders wird.
Wie kam es zu dem Interview, in dem Sigmar Gabriel seinen Rückzug ankündigte? Gereicht es dem SPD-Chef nicht zum Nachteil, dass die Genossen davon durch die Presse erfahren? Der „Stern“-Chef gibt Antwort.
Tag eins nach dem Paukenschlag: In der SPD-Fraktion versucht man, das Chaos zu rationalisieren. Deren Chef sagt, Gabriels Rolle im Wahlkampf sei eine dienende.
Warum hat Sigmar Gabriel sich gegen die Kanzlerkandidatur und die Parteispitze entschieden? In einem Interview erklärt er sich – und übt heftige Kritik an Angela Merkel.
Überraschend deutliche Kritik: Nicht nur FDP, AfD und Linkspartei reden schlecht über den Wechsel an der SPD-Spitze. Auch der einstige Koalitionspartner gibt sich sehr distanziert.
Sigmar Gabriel zieht die Konsequenzen aus seinen miserablen Beliebtheitswerten. Er überlässt Martin Schulz die Kanzlerkandidatur und auch den Parteivorsitz. Er selbst wechselt ins Auswärtige Amt. Kann dieses Experiment gelingen?