Von Staatsräson sollte man nicht mehr reden
Die israelischen Pläne für eine Ausweitung des Gazakrieges sind nicht überzeugend. Aber die Reaktion der Bundesregierung verschafft nur der Hamas einen militärischen Vorteil.
Die israelischen Pläne für eine Ausweitung des Gazakrieges sind nicht überzeugend. Aber die Reaktion der Bundesregierung verschafft nur der Hamas einen militärischen Vorteil.
Fast jede Hilfslieferung wird geplündert. Israels Regierung und die Hamas bezichtigen einander – und die Bevölkerung leidet Hunger.
Der Druck auf die Bundesregierung wurde immer größer, gleich von mehreren Seiten. Nun schränkt Berlin erstmals seine militärische Unterstützung im Gazakrieg ein.
In der Nacht auf Freitag hat die israelische Regierung die Ausweitung der Militäroperation im Gazastreifen beschlossen. Zudem wurden Prinzipien zur Beendigung des Kriegs festgelegt.
Das von Israel angekündigte Vorgehen zur Kontrolle über den Gazastreifen, löst international scharfe Kritik aus. Deutschland stoppt daraufhin die Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Israel.
Israel hat viel Gas – und exportiert davon künftig noch mehr nach Ägypten. Medien sprechen vom größten Gasvertrag der Geschichte des jüdischen Staates.
Beim Warten auf Hilfslieferungen kommt der bekannte palästinensische Fußballspieler Suleiman al-Obeid durch einen israelischen Angriff ums Leben.
Die Neuköllner Linke plant ein Solidaritätsfest mit einer Hamas-nahen Gruppe, der Landesverband reagiert mit einem hilflosen Appell. Der Vorfall zeigt: Die Linke ist bei Israel weiter tief gespalten.
Sollte Berlin den Druck auf Israel angesichts des Leids in Gaza erhöhen? Die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Siemtje Möller über Forderungen an Merz, Bürgergeld für Ukrainer und die Wehrpflicht.
Nach stundenlangen Beratungen des Sicherheitskabinetts beschließt Israels Führung die Einnahme der Stadt Gaza und fünf Schritte, um den Krieg zu beenden. Die Hamas droht, Israel werde für die Ausweitung der Kämpfe einen „hohen Preis“ zahlen.
Die lokale Linke plant in Berlin-Neukölln eine Pro-Palästina-Kundgebung. Auch Hamas-Anhänger sollen eingeladen sein. Die Landeschefin ruft zur Klärung auf.
Der Ingenieur soll angeblich für Israel spioniert und sich in Wien mit Mossad-Agenten getroffen haben. Doch es gibt Zweifel an den Vorwürfen.
Das israelische Sicherheitskabinett entscheidet über die vollständige Besetzung des Gaza-Streifens. Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zum Staatstrojaner, und die US-Zölle gegen die EU treten in Kraft. Der F.A.Z. Frühdenker.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lässt Pläne ausarbeiten, den gesamten Gazastreifen zu erobern. Israels Armeechef Eyal Zamir ist dagegen – weswegen ihn Netanjahus Sohn Yair wüst beschimpft.
Fünf Städte wollen Kinder aus Gaza aufnehmen. Die Forderung klingt im Kommunalwahlkampf gut. Aber hilfreich ist das Erziehungsschreiben in Richtung Berlin nicht.
Der Vertrag war schon unterschriftsreif: Nach Fan-Protesten sieht Fußballklub Fortuna Düsseldorf von der Verpflichtung des israelischen Stürmers Shon Weissman ab. Es geht vor allem um dessen politische Haltung.
Fünf Städte haben die Bundesregierung aufgefordert, ein Aufnahmeprogramm für Kinder aus Gaza zu starten. Das Auswärtige Amt will lieber in der Region helfen.
Die Regierung in Beirut steht unter Druck: Sie soll die Hizbullah entwaffnen, aber diese weigert sich. Es drohen Angriffe Israels und Konflikte im Inneren.
Die steigende Plastikproduktion entwickelt sich zu einer globalen Gesundheitsbedrohung. Die Weltgemeinschaft sucht nun in Genf nach einem Ausweg.
Im UN-Sicherheitsrat fordert Israel die Freilassung aller Geiseln und stärkeren Druck auf die Hamas. Doch Mitglieder des Rats sehen auch den jüdischen Staat in der Verantwortung und warnen vor einer Einnahme des Gazastreifens durch Israel. Der Überblick.
Warum streiten Juden so heftig über den Antisemitismus? Dieser Frage widmete der Rabbiner Shaul Magid aus Harvard seine Mosse-Vorlesung. Er provozierte den Widerspruch einer jüdischen Zuhörerin.
Hat der Mufti von Jerusalem das Tragen des Palästinensertuchs angeordnet? Die in deutschen Internetmedien schon vor dem 7. Oktober 2023 verbreitete Geschichte wurde sogar von der Gedenkstätte Buchenwald beglaubigt.
Journalisten internationaler Medien fordern Zugang zum Gazastreifen – darunter die CNN-Reporterin Christiane Amanpour. Sie kritisieren die Einschränkungen in der Berichterstattung und die katastrophalen humanitären Bedingungen.
Ein Ausschuss im türkischen Parlament soll Gesetzentwürfe für den Friedensprozess mit der PKK erarbeiten. Doch die Entwicklung in Syrien überschattet den Prozess.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will offenbar die Offensive im Gazastreifen ausweiten und das gesamte Gebiet einnehmen. Am Montag wurden laut örtlichen Behörden mindestens 40 Menschen durch israelische Angriffe getötet.
Viele Boykottaufrufe in Richtung Israel sind lächerlich, wenn nicht antisemitisch. Mit der Aussetzung der Begünstigung israelischer Firmen im EU-Förderprogramm „Horizon Europe“ verhielte es sich anders.
Ein früherer Mitarbeiter von AfD-Mann Krah steht wegen Spionage vor Gericht. 170 Staaten verhandeln über ein Abkommen gegen die Plastikflut. Und eine Studie nimmt die Freizeitbeschäftigungen der Deutschen unter die Lupe. Der F.A.Z. Frühdenker.
Auch in der jungen Bundesrepublik kam von den Universitäten Kritik an der Israelpolitik, aber mit entgegengesetzter Stoßrichtung.
In der Debatte über humanitäre Hilfe im Gazastreifen stellen sich Unionspolitiker wieder deutlich an Israels Seite. Kanzleramtschef Frei warnt vor der Propaganda der Hamas.
Neue Bilder hungernder Entführter prägen die Debatte über den Gazakrieg in Israel. Manche Politiker sagen, man solle sich die Videos überhaupt nicht ansehen.
Magnus Carlsen erweitert beim Esports World Cup seine Titelsammlung – am Bildschirm statt am Schachbrett. Für den Erfolg des Onlineturniers hofierte er den Kronprinzen Muhammad Bin Salman.
Hunderte ranghohe israelische Ex-Sicherheitsbeamte fordern die Regierung dazu auf, die militärische Gewalt im Gazastreifen zu beenden. Der Krieg werde nur noch aus politischen Gründen fortgesetzt.
Armin Laschet fordert, die Bilder der deutschen Geiseln täglich zu zeigen. Die Propaganda der Hamas habe sich in Europa durchgesetzt. Mit der Einschätzung liegt er leider richtig.
Unter amerikanischen Juden gibt es viele Positionen zum Krieg in Gaza. Die lautesten Kritiker Israels kamen bislang von links. Das ändert sich gerade – viele in der liberalen Mitte wollen Netanjahu nicht mehr unterstützen.