Frieden mit dem Todfeind
Alice Schwarzer, Jürgen Habermas und die anderen Kritiker der Waffenhilfe für die Ukraine haben den absoluten Charakter von Putins Feindschaft nicht verstanden. Deshalb setzen sie falsche Hoffnung in Kompromisse.
Alice Schwarzer, Jürgen Habermas und die anderen Kritiker der Waffenhilfe für die Ukraine haben den absoluten Charakter von Putins Feindschaft nicht verstanden. Deshalb setzen sie falsche Hoffnung in Kompromisse.
Bevor Russland am Montag den Sieg im Zweiten Weltkrieg feiert, sollen die Ukrainer besonders vorsichtig sein, mahnt Präsident Selenskyj. In Odessa gilt eine Ausgangssperre. Die Einladung an Olaf Scholz steht, und die USA liefern weitere Waffen.
Schwedt wurde groß mit dem russischen Öl. Jetzt sind die Befürchtungen groß.
Moskau könnte alles daran setzen, das belagerte Stahlwerk in Mariupol bis zum symbolträchtigen 9. Mai zu erobern. In Odessa fürchtet man sich vor einer Landungsoperation. Österreich warnt die Bundesregierung vor einem Gasembargo.
Zündelt Russland auf dem Westbalkan? Moskaus Einfluss in Belgrad, Sarajevo oder Prishtina ist groß. Berlin will wachsam sein. Deshalb ist Verteidigungsministerin Lambrecht bereits die zweite ranghohe Besucherin.
Auch Hitler habe jüdisches Blut gehabt: Mit dieser Aussage hat Russlands Außenminister für Empörung gesorgt. Nun soll Präsident Putin darüber mit dem israelischen Ministerpräsidenten gesprochen haben.
Der Franzose Hilaire folgt auf den Russen Igor Zelensky - und tritt zum zweiten Mal in dessen Fußstapfen. In München will er die Klassiker schützen und die Zeitgenossen fördern.
Statt nach Europa soll russisches Öl künftig vermehrt an asiatische Länder verkauft werden, nicht nur in Indien ist der Bedarf hoch. Doch dafür muss Moskau hohe Preisnachlässe gewähren – und Tanker finden, was immer schwieriger wird.
Papst Franziskus will unbedingt nach Moskau reisen, um Putin zu einer Beendigung des Krieges zu bewegen. Aber der zeigt kein großes Interesse an einem Treffen.
Die Drohungen des russischen Präsidenten sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Aber die deutsche Debatte blendet völlig aus, dass es immer noch die nukleare Abschreckung gibt.
Basketball-Olympiasiegerin Brittney Griner sitzt in Moskau in Untersuchungshaft. Ihr wird Drogenbesitz vorgeworfen. Nach einer neuen Einschätzung der US-Regierung wird Griner zu Unrecht festgehalten.
Papst Franziskus will Putin zu einem Ende des Ukrainekrieges bewegen. Dafür würde er mit vatikanischen Traditionen brechen und nach Moskau reisen. Aber er wartet vergeblich auf ein Signal aus dem Kreml.
Moskau holt Ukrainer aus den umkämpften Gebieten, verteilt sie im Land und stellt sich als humanitärer Helfer dar. In Kiew kommen Erinnerungen an die Zwangsumsiedlungen unter Stalin auf.
Um sich für ein Ende der Eskalation einzusetzen, will der Papst den russischen Präsidenten treffen – und erst danach in die Ukraine reisen. Bisher habe der Kreml aber noch kein „Zeitfenster geöffnet“.
Aus Sicht des nationalen Sicherheitsrats in Kiew kann Russland den Krieg nicht mit einem Friedensabkommen, sondern nur mit einer Kapitulation beenden. Das Pentagon sieht kaum Fortschritte der russischen Armee in der Ostukraine.
CDU und CSU fordern eine neue Außenpolitik, die von „umfassender Wehrhaftigkeit“ geprägt ist. Einer der beiden Parteivorsitzenden äußerte sich mit Blick auf Russland vor kurzer Zeit noch anders.
Die russischen Soldaten kommen im Osten der Ukraine kaum voran. Sogar der russische Generalstabschef musste an die Front und wäre beinahe getötet worden. Von den Waffenlieferungen, die Moskau zerstört haben will, weiß man bei der NATO nichts.
ZSKA – das sind die vier Buchstaben, die russische Sportler seit fast 100 Jahren zum Erfolg verpflichten. Erst recht im Krieg. Was genau hat es damit auf sich?
Wenn die EU auf russisches Öl verzichtet, trifft das Moskau hart. Aber unmittelbare Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen wird das nicht haben.
Meine Flucht aus dem Totenhaus: Wie man Russland über einen langen Umweg und mit schwerem Gepäck verlässt.
Transnistrien wird aus seinem russischen Schlaf gerissen. Viele nennen den Krieg in der Ukraine nicht beim Namen und schauen trotzdem gebannt nach Russland. Das heißt aber nicht, dass sie von Putin regiert werden wollen.
Frieden mit Russland wird erst möglich sein, wenn Putins imperiale Mythen nicht mehr Staatsdoktrin sind. Der Westen braucht deshalb einen langen Atem. Und er muss lernen, Erpressungen standzuhalten.
Nie wieder Krieg: Dieses Mantra hat Deutschland seit 1945 vor allem auf sich selbst bezogen. Eine gewisse Hybris schwang dabei immer mit. Welch ein Irrtum.
Indem Putin die ukrainische Hauptstadt beschießen lässt, während der UN-Generalsekretär dort ist, demonstriert er überdeutlich, was er von Verhandlungen hält.
Vereinsamung der Avantgarde: Die Moskauer Verlegerin Irina Prochorowa erklärt, warum Bücher über Geschichtsschreibung in Russland heute populär sind, und warum russische Intellektuelle derzeit von zwei Seiten bedroht werden.
Russischer Angriff auf Kiew während des Besuchs des UN-Generalsekretärs. Die Corona-Isolation soll bald nur noch fünf Tage dauern. Und Boris Becker droht eine Haftstrafe. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Kasachstan gehört eigentlich zu den Unterstützern Moskaus. Beim Krieg gegen die Ukraine ist das Land aber zurückhaltend. Im russischen Fernsehen geht ein Propagandist dieses „klugscheißerische“ Verhalten hart an.
Alles lag schon bereit, das Hotel war gebucht -doch dann kam Corona. Der Krieg in der Ukraine lässt das Vorhaben in weite Ferne rücken.
UN-Generalsekretär Guterres hat nach Moskau auch Kiew und Butscha besucht. Er fordert Russland zur Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof auf.
Scholz reist ausgerechnet in das Land, in dem einst Atombomben fielen. Seit Wochen warnt er davor, dass Deutschland in einen Atomkrieg hineingezogen werden könnte. Er muss viel abwägen.
Mit der Einstellung der Gaslieferungen an Polen und Bulgarien will Moskau nicht zuletzt Deutschland testen. Mehr Zutrauen und Mut wären das richtige deutsche Signal an Moskau.
Die Reise von Kanzler Nehammer nach Moskau und die Äußerungen des Außenministers zum künftigen Verhältnis der Ukraine zur EU stoßen auf Kritik. Sie machen das kleine Österreich aber auf der Weltbühne sichtbar.
Zwei Monate nach Kriegsbeginn setzt Washington sich neue Ziele. Die amerikanische Regierung bereitet sich auf eine jahrelange Auseinandersetzung mit Moskau vor.
Der Kreml dreht den Gashahn zu. Die besten Antworten darauf sind europäische Solidarität – und mehr Panzer für die Ukraine.
Der russische Lieferstopp für Gas hat Bulgarien nicht unvorbereitet getroffen. Doch ein Streit über Waffenlieferungen an die Ukraine könnte die Regierungskoalition sprengen.
Den dritten Tag in Folge hat es in dem von Moldau abtrünnigen Gebiet einen Zwischenfall gegeben. Kiew und Moskau beschuldigen sich gegenseitig.