Das kranke Herz
Der Donbass stand schon immer im Ruf der Unregierbarkeit. Die regionalen Machthaber handelten wie Feudalherren. Doch sie konnten die Unterstützung der Bevölkerung gewinnen.
Der Donbass stand schon immer im Ruf der Unregierbarkeit. Die regionalen Machthaber handelten wie Feudalherren. Doch sie konnten die Unterstützung der Bevölkerung gewinnen.
Finanzminister Schäuble hält Sanktionen für einen geeigneten Weg, Russland in der Ukraine-Frage zu beeinflussen. Deutsche Wirtschaftsinteressen seien dabei weniger wichtig als die Wahrung von Stabilität und Frieden.
Unter Russlands Erde rumoren Hexen und Trolle. Und an der Oberfläche: ein Tollhaus. In Deutschland hingegen lebt man auf dem Oberdeck des Menschheitsschiffes. Ein Blick aus dem östlichen Sumpf ins hiesige Biedermeier.
Moskau hat die neuen Sanktionen der EU gegen Russland scharf verurteilt. Das Außenministerium geißelt die Strafmaßnahmen als Aufkündigung der gemeinsamen Sicherheitspolitik.
Die Separatistenführer in der Ostukraine sind sich nicht immer einig. Aber sie haben Gemeinsamkeiten: Sie kommen aus Russland, stehen nicht zum ersten Mal im Krieg und haben mutmaßlich Verbindungen zum Sicherheitsapparat in Moskau.
Sanktionsvorschläge, die nur die Partner betreffen, eigene Interessen aber unberührt lassen, stehen zu Recht im Ruch der Heuchelei. Den Isolationisten in Moskau sollte ernsthaft geholfen werden.
Die „Volksrepublik Donezk“ ist nicht einmal von Russland als Staat anerkannt. Dennoch haben die Donezker Separatisten eine Vertretung in Moskau. Von hier aus gelangen Hilfsgüter in die besetzte Region in der Ukraine.
Während weitere sterbliche Überreste der Opfer des Fluges MH17 in die Niederlande gebracht werden, ringen Helfer um freien Zugang zur Unglücksstelle. Identifizierungsspezialisten vermuten, dass dort noch immer nicht alle Opfer gefunden sind.
Gerade Militärausrüster in Frankreich und Großbritannien sind von einem drohendem Waffenembargo gegen Russland massiv betroffen. Es geht um Schusswaffen und große Kriegsschiffe.
Die Bundesregierung droht Russland, noch in dieser Woche weitere Sanktionen auf den Weg zu bringen. Der Kreml habe offenbar kein Interesse an einer Aufklärung des MH-17-Absturzes und mache seinen Einfluss auf die Separatisten nicht geltend.
Flug MH17 ist nach Auffassung der Vereinigten Staaten vermutlich aus Versehen von den prorussischen Separatisten abgeschossen worden. Beweise für eine Beteiligung Russlands gebe es nicht. Nach niederländischen Angaben haben die Rebellen bislang nur die Leichen von 200 Opfern übergeben.
Frankreich liefert Russland Mistral-Hubschrauberträger - und auch Großbritannien hält 251 Exportgenehmigungen weiter in Kraft. Eigentlich hatte London angekündigt, sämtliche Waffenexporte für Moskau zu stoppen.
Wegen zunehmenden Unmuts unter der Bevölkerung kehrt in Russland die Winterzeit zurück. Dmitrij Medwedjew hatte sie erst im Jahr 2011 abgeschafft.
Auch auf den mutmaßlichen Abschuss der Passagiermaschine reagieren alle wie immer: der Westen mit Uneinigkeit, Moskau mit Propaganda.
Der Ukraine-Konflikt hat eine neue Dimension erreicht. Seine Wurzel hat er in der Beziehung von Putins Russland zum Westen. Ohne einen Kompromiss mit dem Kreml droht eine Konfrontation, bei der beide Seiten nur verlieren können.
Schrappnell-Spuren an einem Wrackteil des abgeschossenen malaysischen Flugzeugs deuten nach einem Bericht auf den Abschuss durch eine Überschallrakete hin. Unterdessen haben die Separatisten die Black Box des Flugzeugs ausgehändigt.
Die Europäische Union und die Bundesregierung verschärfen ihren Ton gegenüber Moskau: Restriktive Maßnahmen sollen in Zukunft nicht nur Personen, sondern auch einzelne Unternehmen und staatliche Organisationen treffen.
Russlands Parlamentarier schweigen nach dem Abschuss der malaysischen Boeing und Präsident Putin wirkt angespannt - einige Medien sprechen von wachsendem Druck auf Moskau.
Sie schmähen Gauck, schwärmen für Castro, verteidigen Putin, predigen Klassenkampf. Kann man mit diesen Abgeordneten regieren? Vier Protagonisten der radikalen Linken im Porträt.
Sechs Handelstage hintereinander haben die Aktienindizes der Börse Moskau verloren: Reiche Russen haben offenbar Angst vor weiteren Sanktionen und auch die Anleger im Westen meiden den Markt.
Der Abschuss des Flugzeugs der „Malaysia Airlines“ hat Russlands Präsident Putin in eine Ecke gedrängt. Noch ist ungewiss, ob er den Forderungen des Westens folgt und die Aufständischen vom Nachschub abschneidet und fallen lässt.
Bei der Aufarbeitung des Absturzes will Russlands Präsident seinen Einfluss geltend machen. Washington geht fest davon aus, dass ukrainische Separatisten das Flugzeug mit einer russischen Rakete abgeschossen haben.
Nach dem Flugzeugabschuss im Osten der Ukraine setzt der Kreml in seiner Propaganda auf Attacke. Putins Leute füttern das heimische Publikum über die Staatsmedien mit Verschwörungstheorien.
In Moskau trauern Bürger vor der niederländischen Botschaft um die Opfer des abgeschossenen Fluges MH17. Sie legen Blumen und Karten nieder. „Vergebt uns“, schreiben sie darauf.
Wer ist für den Abschuss des Flugzeugs der Malaysia Airlines verantwortlich? Viele Indizien weisen auf die prorussischen Separatisten hin. Doch Moskau und die Aufständischen zeigen auf Kiew. Der russische Präsident fordert nun zu einer Feuerpause für Verhandlungen auf.
Die Hinweise mehren sich, dass Russland am Krieg im Osten der Ukraine militärisch direkt beteiligt ist. Es ist richtig, jede noch so kleine Chance für Verhandlungen zu nutzen – aber es ist zugleich höchste Zeit für härtere Sanktionen.
In der Ukraine ist ein Passagierflugzeug abgeschossen worden, das bestätigte der amerikanische Vizepräsident Biden. Separatisten und Regierungstruppen beschuldigen sich gegenseitig, das Flugzeug angegriffen zu haben. Ein Separatistenführer soll verräterische Äußerungen veröffentlicht haben.
An den Märkten bekommt Moskau die Auswirkungen der Ukraine-Krise deutlich zu spüren. Amerikaner und Europäer drehen wieder die Sanktionsschrauben an.
Nach dem verheerenden U-Bahn-Unglück in Moskau hat die Polizei Verdächtige festgenommen: zwei Bauarbeiter. Viele halten die beiden für rangniedere Sündenböcke und glauben, dass von den tiefer gehenden Problemen abgelenkt werden soll.
Die Regierung in Kiew und die Separatisten im Osten der Ukraine haben Gesprächen über einen Waffenstillstand zugestimmt. Vorerst aber gehen die Gefechte weiter - und es gibt weitere Tote.
Bei einem Unfall mitten im morgendlichen Berufsverkehr sind in der Moskauer Metro mindestens 20 Passagiere ums Leben gekommen. Die U-Bahn in Moskau gilt eigentlich als sicher, doch zuletzt kam es offenbar häufiger zu Beschwerden.
Im Osten der Ukraine eskaliert die Lage weiter: Eine ukrainische Militärmaschine wurde von einer Rakete abgeschossen. Die Regierung in Kiew behauptet, sie wurde von russischem Territorium aus abgefeuert.
Als Reagan 1981 ins Amt kam, ahnte niemand, dass nur wenige Jahre später der Kalte Krieg zu Ende sein würde. Der Historiker Wilson portraitiert den amerikanischen Präsidenten als einen Politiker, der in der öffentlichen Meinung verkannt worden sei. Als hirnlosen Cowboy habe man ihn verhöhnt.
Auf russischem Boden ist ein Russe von einer ukrainischen Granate getötet worden. Moskau droht mit „unwiderruflichen“ Konsequenzen.
Vor zwei Jahren noch Austragungsort eines EM-Halbfinales, heute eingekesselt und Ziel von Luftangriffen: Donezk ist eine der letzten Hochburgen der Separatisten. Die ukrainische Armee bereitet sich auf den Angriff vor.
Während Russlands Politiker über die Lage in der Südostukraine schweigen, propagieren heimische Medien die Verderbtheit der ukrainischen Führung. Auch von Blitzkriegsplänen Kiews auf die Krim ist die Rede.