Die höfliche Zurückhaltung der Nato
Nach syrischen Angriffen in der Provinz Idlib hofft die Türkei auf die Solidarität der Nato. Die Verärgerung unter den westlichen Alliierten aber ist groß – und mit Russland will sich niemand anlegen.
Nach syrischen Angriffen in der Provinz Idlib hofft die Türkei auf die Solidarität der Nato. Die Verärgerung unter den westlichen Alliierten aber ist groß – und mit Russland will sich niemand anlegen.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg läutet die Alarmglocken. Im Bündnis heißt es, dass das „Gleichgewicht des Schreckens“ fraglich geworden sei.
Hassan Rohani sicherte dem ukrainischen Präsidenten zu, die Verantwortlichen für den Flugzeugabschuss zur Rechenschaft zu ziehen. Kanadas Premier Trudeau forderte von Iran „vollständige Klarheit“ über den Vorfall.
Nach dem Abschuss des ukrainischen Flugzeuges bei Teheran lässt sich nach und nach erkennen, wie es zu dem Vorfall kam. Eine Rekonstruktion.
Sie fliegen 850 Meter pro Sekunde und bis zu sechs Kilometer hoch: russische Flugabwehr-Raketen des „Tor“-Systems. Teheran hatte mit Moskau 2005 einen Liefervertrag ausgehandelt.
Mit den „Avangard“-Raketen verfügt Russland als erstes Land der Welt über Hyperschall-Raketen. Die Waffen sollen mit bis zu 33.000 Kilometern pro Stunde fliegen können – und sind laut Putin „unbesiegbar“.
Russlands Präsident Putin hat sich zur Verlängerung des letzten Abkommens über nukleare Rüstungskontrolle bereit erklärt – doch Washington will erst einmal in sich gehen.
Die russischen Unterseestreitkräfte sind so aktiv wie schon lange nicht mehr. Die Nato ist alarmiert. Wie gefährlich aber sind die Boote wirklich? Eine Analyse.
Erstmals nennt die Nato China ausdrücklich als mögliche neue Bedrohung. Forderungen von Frankreichs Präsident Macron bleiben außen vor. Begonnen hatte das Treffen ungemütlich.
Viele Deutsche misstrauen Amerika und wollen deshalb unter Frankreichs Nuklearschirm. Aber würde Macron ihn überhaupt für uns aufspannen?
Ob Russland oder der Nato-Haushalt – der französische Präsident Macron schert derzeit überall aus. Die Partner sind ungehalten und gehen eigene Wege.
Frankreichs Präsident zeigt sich offen für den russischen Plan eines Moratoriums für nukleare Mittelstreckenraketen. Das geht aus einem Brief Macrons an Putin hervor, der der F.A.Z. exklusiv vorliegt. Wieder stößt der Franzose viele Nato-Partner vor den Kopf.
Saudi-Arabiens Kronprinz will das Königreich umbauen und die Wirtschaft unabhängig von Ölpreisen gestalten. Doch vor allem international steht der Regierung ihr eigenes Image im Weg.
Europas Sicherheit befindet sich in der Krise. Was würde passieren, wenn sich die Vereinigten Staaten aus der Nato verabschieden? Ein Gastbeitrag.
Riad investiert Milliarden in Waffen. Wieso konnte das Königreich die Attacke auf das Herz seiner Ölindustrie nicht verhindern?
Nach ihm die Sintflut: Ob Boris Johnson auch hinter dem Diebstahl des goldenen Klos steckt?
Europa ist heute aus der Luft verwundbarer als vor zwanzig Jahren. Es wäre unverantwortlich, es dabei zu belassen. Ein Gastbeitrag.
Die Angriffe seien fraglos „vom Iran unterstützt“, sagt ein Militärsprecher des Königreichs. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Raketen nicht aus dem Jemen abgefeuert sein könnten.
Auch Tage nach dem Sabotageangriff auf saudische Ölanlagen ist nicht geklärt, woher die Drohnen tatsächlich kamen. Klar ist jedoch, dass Iran durchaus über Möglichkeiten verfügt, seinen Gegnern Schaden zuzufügen.
Angeblich wurden Raketen und Drohnen für den Angriff auf Saudi-Arabien von iranischem Boden aus gestartet. Damit sie nicht auf dem Radar auftauchten, seien sie eine ungewöhnliche Route geflogen.
Der amerikanische Präsident bleibt nach den Attacken auf saudische Erdölanlagen zögerlich. Einen Schlag gegen Iran scheut Trump – und überlässt die Entscheidung über das weitere Vorgehen Riad.
Amerikas Präsident vermutet Iran hinter den Anschlägen auf zwei saudi-arabische Raffinerien. Dem Erzrivalen droht Trump mit Vergeltung.
Wie ein Regierungssprecher am Montag mitteilte, hat Iran einen Käufer für das Öl auf dem Tanker gefunden. Jeglicher Versuch der Vereinigten Staaten, das Schiff unter Kontrolle zu bringen, werde „schwere Konsequenzen“ haben.
Erst das Ende des INF-Vertrags, dann ein amerikanischer Raketentest – und schließlich auch noch ein Zwischenfall in Russland. Im UN-Sicherheitsrat in New York kommt es nun zum diplomatischen Showdown.
Russland und China haben den UN-Sicherheitsrat bereits angerufen, nun warnt Nordkorea vor weiteren „gefährlichen Schritten“ Washingtons. Der amerikanische Verteidigungsminister hatte zuvor davon gesprochen, Marschflugkörper in Asien zu stationieren.
Das Ende des INF-Abrüstungsvertrags hat weltweit Sorgen vor einem neuen Wettrüsten geschürt. Mit dem Test eines neuen amerikanischen Marschflugkörpers soll sich jetzt der UN-Sicherheitsrat in New York beschäftigen.
In Italiens Regierungskrise entscheidet sich, ob es Neuwahlen gibt, „Fridays for Future“ feiert Geburtstag – und in Brandenburg denkt man über eine Kenia-Koalition nach. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Nach dem Platzen des Abrüstungsvertrags mit Russland lässt Washington seine Muskeln spielen und testet einen landgestützten Marschflugkörper. Nach dem Abkommen wäre das verboten gewesen. Greenpeace warnt vor einem neuen atomaren Wettrüsten.
Mit einem Tweet geht Donald Trump auf einen Verdacht amerikanischer Fachleute ein: Mutmaßlich explodierte bei einem Test im Norden Russlands der Marschflugkörper „Skyfall“ – und damit Putins ganzer Stolz.
Eine Meldung russischer Behörden, dass bei dem Zwischenfall auch Radioaktivität freigesetzt wurde, ist wieder gelöscht. Dennoch bezweifeln Wissenschaftler die offiziellen Angaben über die Ursache.
Nach dem Ende des INF-Vertrags setzt die Nato gegenüber Russland auf militärische Abschreckung und politischen Dialog. Doch Moskaus Militärstrategie wirkt bedrohlich – vor allem für die Europäer.
Der INF-Vertrag ist Geschichte. Nun wollen die Amerikaner auf die umfangreiche Präsenz chinesischer Mittelstreckenraketen im Fernen Osten reagieren.
Wenn Putin an seinem Kurs festhält und Trump Trump bleibt, werden die Europäer intensiver als bisher über Moskaus Motive und eine eigene Zweitschlagfähigkeit zur Abschreckung nachdenken müssen.
Die Nato werde laut Generalsekretär Stoltenberg auch nach der Auflösung des INF-Vertrags „defensiv“ handeln. Russland trage die „alleinige Schuld“ für das Vertragsende. Den russischen Vorschlag für ein Moratorium weist Stoltenberg zurück.
Der INF-Vertrag gilt als historische Errungenschaft der Abrüstung. Nun steigen die Vereinigten Staaten formal aus dem Ausrüstungsabkommen aus. Kurz vorher richtete sich Moskau mit einem neuen Vorschlag an Washington.
Die Nato ist auf eine Zeit ohne INF-Vertrag vorbereitet: Das Bündnis sieht in der Auflösung keinen radikalen Einschnitt und verweist auf einen seit Jahren laufenden Prozess.