Fonds für 7 Milliarden Menschen
Nahrungsmittel für 7 Milliarden Menschen zu erzeugen ist keine einfache Aufgabe. Doch daraus ergeben sich auch Chancen für nachhaltig orientierte Anleger.
Nahrungsmittel für 7 Milliarden Menschen zu erzeugen ist keine einfache Aufgabe. Doch daraus ergeben sich auch Chancen für nachhaltig orientierte Anleger.
Craig Thompson ist wieder da. Acht Jahre nach "Blankets", das man für sein Opus magnum hielt, erscheint nun "Habibi", ein noch umfangreicherer Comic über ein orientalisches Liebespaar, das sich gegen Versklavung, Rückständigkeit und Intoleranz durchsetzen muss. Doch was als lädoyer für die Gemeinsamkeiten der drei monotheistischen Religionen gedacht ist, bedient vor allem inhaltliche Klischees.
Demokratie in Tunesien, Ägypten und Libyen? Sie sind weit davon entfernt. Die wichtigste Voraussetzung politischer Freiheit aber ist der Rechtsstaat.
Die islamistische Partei Ennahda hat die Wahl in Tunesien gewonnen und 90 der 217 Sitze in der verfassungsgebenden Versammlung erhalten. Überschattet wird die offizielle Bekanntgabe des Wahlergebnisses von Ausschreitungen in der Revolutionshochburg Sidi Bouzid.
Im November wird in Marokko gewählt. Der Ministerpräsident wird künftig nicht mehr vom König ernannt werden, sondern aus der stärksten politischen Partei hervorgehen. Diese wird wahrscheinlich eine gemäßigt islamistische sein.
Der Sieg der islamistischen Ennahda zeigt die wahren Kräfteverhältnisse in Tunesien. Das säkulare Lager ist schlechter organisiert und hat weniger Geld.
Fänden sich in der arabischen Welt traditionelle Kräfte und solche eines säkularen Aufbruchs zusammen, wäre schon viel gewonnen. Islamische Kräfte werden bei der Gestaltung der neuen Ordnungen überall ein erhebliches Wort mitreden.
Nach den ersten freien Wahlen in Tunesien hat sich die islamistische Ennahdha-Bewegung noch vor Verkündung des vorläufigen Endergebnisses als Sieger gefeiert.
Bei den Wahlen in Tunesien hat die gemäßigt islamistische Partei Ennahda vermutlich ein Drittel der Sitze gewonnen. Während internationale Wahlbeobachter den Verlauf der Wahlen lobten, gab es auch Berichte über Unregelmäßigkeiten in etlichen Wahlbüros.
Dass von den etwa achtzig Parteien, die der tunesische Frühling hervorgebracht hat, die islamisch-integristische Ennahda als stärkste Kraft hervorgegangen ist, überrascht nicht. Vielen gilt Parteichef Ghannouchi als Wolf im Schafspelz.
Bei den Wahlen in Tunesien zeichnet sich ein Wahlsieg der gemäßigt islamistischen Ennahda-Partei ab. Insbesondere die wohlhabenden, westlich orientierten Tunesier befürchten Schlimmes.
Nach der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung in Tunesien scheint ein deutlicher Sieg der islamistischen Partei Ennahda wahrscheinlich. Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Angaben bei mehr als 90 Prozent.
Geduldig warten die Tunesier in langen Schlangen darauf, zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes frei zu wählen. Viele wollen für die gemäßigten Islamisten stimmen - und alle sind stolz auf ihre Revolution, mit der die Arabellion ihren Anfang nahm.
Das maghrebinische Land hat den arabischen Frühling eingeleitet. An diesem Sonntag dürfen die Tunesier erstmals frei wählen. Die Wirtschaft bereitet sich schon vor auf ein neues Kapitel in der Geschichte Nordafrikas.
Muammar al Gaddafi trat wie andere Staatschefs seiner Zeit an, um die arabische Welt in die Moderne zu führen. Doch der Aufbruch mündete in eine brutale Diktatur. Mit dem Ausbruch der „Arabellion“ endete auch seine Zeit.
In Tunesien stehen die ersten wirklich demokratischen Wahlen bevor, die die Arabellion hervorgebracht hat. Die Islamistenpartei gibt sich dabei überaus zivil.
Qatar kennt keine Krise, schon gar keine finanzielle. Geld ist in diesem Muster-Emirat am Golf im Überfluss vorhanden und der Glaube an eine goldene Zukunft erst recht.
Die Arabische Liga hat sich bei einer Dringlichkeitssitzung nicht auf einen Ausschluss Syriens verständigen können. Die Außenminister der Arabischen Liga forderten Syrien indes zum Dialog mit der Opposition auf.
In seiner Heimat verfolgt, in Frankfurt geehrt: Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat in der Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.
Mohammed Abdellaoue ist Hannovers Schnäppchen-Stürmer. Vor dem Europa-League-Spiel gegen Kopenhagen (21.05 Uhr) spricht er im Interview über Kompromisse im Glauben, marokkanische Wurzeln und Norwegens Schönheit.
In Syrien stehen die Gegner des Assad-Regimes alleine da. Der Führung der Opposition droht die Kontrolle über einzelne Gruppen verlorenzugehen, die schon zu den Waffen greifen.
Im tunesischen Bergbaurevier hat sich seit der Revolution im Januar nicht viel geändert. Immer noch sind viele Leute arbeitslos, immer noch sehen sie sich übervorteilt von den alten Kräften. Und immer noch hofft man auf eine Stelle im Phosphatabbau.
Die EU versucht, die illegale Einreise nach Europa zu erschweren: Seit Dienstag haben alle 25 Mitgliedstaaten des Schengen-Raums Zugriff auf eine zentrale Datenbank der Visa-Antragsteller, in der erstmals auch Fingerabdrücke gespeichert werden.
Wenn die arabische Revolution scheitert, wird der Maghreb, die Sahelzone, der Nahe und der Mittlere Osten zu einem neuen Irak. Dem Umbruch zum Erfolg zu verhelfen ist unser aller Aufgabe.
Ghayath Naisse ist Mitgründer des Komitees für die Verteidigung demokratischer Freiheiten und Menschenrechte in Syrien, er lebt im Exil in Frankreich. Im Gespräch mit der F.A.Z. spricht er sich gegen eine Einmischung von außen aus: Nur die Bevölkerung selbst könne das Regime stürzen.
Ein syrischer Fernsehsender hat Bilder ausgestrahlt, die den Gaddafi-Sohn Saif al Islam zeigen sollen. Libyens Übergangsrat geht indes davon aus, dass sich der flüchtige gestürzte Machthaber in der Nähe der Grenze zu Algerien versteckt hält.
Das Mutterland der Arabellion macht sich bereit für den nächsten Schritt: Bald wählen die Tunesier ihre verfassunggebende Versammlung. Die Kandidaten stehen auf mehr als 1300 Listen. Bekannt sind nur die alten Kader.
Unbekannt ist Walther Rauff nicht. Das Amtsgericht Hannover stellte im Jahr 1961 einen Haftbefehl gegen ihn aus, da er des Mordes an 97 000 Juden beschuldigt wurde. Die chilenische Regierung verweigerte jedoch seine Auslieferung mit der Begründung, die Taten seien verjährt.
Gaddafi-Kämpfer haben am Sonntag offenbar von Algerien aus eine libysche Grenzstadt angegriffen und sechs Menschen getötet. Unterdessen wurde ein Massengrab in Tripolis entdeckt, die Belagerung Sirtes wurde verstärkt.
Tunesien leidet darunter, dass seit der Revolution kaum noch Urlauber kommen. Nur wohlhabende Libyer, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen sind, bringen Linderung.
LONDON, 23. September (Bloomberg). Das nordafrikanische Land Marokko ist bei Anlegern und Banken beliebt. Anders als Tunesien, Ägypten und Libyen ist das Königreich von Turbulenzen verschont worden - König Mohammed VI.
MIDOUN/HOUMT SOUK, im September. Zwei braungebrannte Europäer Mitte fünfzig in Badehosen durchqueren die Lobby eines Hotels in der "Touristischen Zone" von Djerba, der tunesischen Ferieninsel. Ihr Ziel ist der Strand.
Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei einer Begegnung in Paris erzählt er, warum er seine Heimat nicht verlässt.
Die Pforte zum Paradies ist so klein, dass man sie fast übersieht. Dabei ist die Rue Sébastien-Bottin, in der sie liegt, zwischen Pont Royal und Boulevard Saint-Germain, die kürzeste Straße von ganz Paris - mit überhaupt nur zwei Hausnummern.
Der amerikanische Präsident lobt in der UN-Vollversammlung die Arabellion, beklagt aber den Stillstand des Friedensprozesses im Nahen Osten. Zugleich bekräftigt Obama die amerikanischen Abzugspläne aus dem Irak und Afghanistan.