Große Reise nach nebenan
Die ranghöchste Delegation aus Washington seit mehr als 50 Jahren verhandelt nun in Kuba über eine Normalisierung der Beziehungen.
Die ranghöchste Delegation aus Washington seit mehr als 50 Jahren verhandelt nun in Kuba über eine Normalisierung der Beziehungen.
„Ich muss nicht mehr wiedergewählt werden“, warf ein energisch auftretender Barack Obama dem republikanisch dominierten Kongress entgegen. Er warb für Zusammenarbeit und seine Politik der sozialen Reformen.
Wieder einmal ist in den vergangenen Tagen über den Tod von Fidel Castro spekuliert worden. Ein alter Freund des greisen Revolutionsführers versucht nun, die Gerüchte zu zerstreuen: Diego „die Hand Gottes“ Maradona.
Im Rahmen der Annäherung an die Vereinigten Staaten hatte Kuba angekündigt, 53 Gefangene freizulassen. Nun hat das Castro-Regime sein Versprechen offenbar erfüllt. Weitere Gespräche über eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen stehen kurz bevor.
Im Rahmen der Annäherung zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten wurde auch die Freilassung von 53 politischen Häftlingen aus kubanischen Gefängnissen vereinbart. Einige sind nun tatsächlich auf freiem Fuß. Dennoch üben Menschenrechtler Kritik.
Viele kubanische Dissidenten glauben nicht an den Wandel. Das Regime überwacht und schikaniert sie weiterhin. Auch wer sich arrangiert hat, fürchtet stets, alles zu verlieren.
Vor wenigen Tagen hat Präsident Obama einen radikalen Kurswechsel der amerikanischen Kuba-Politik verkündet. In Havanna brach Jubel aus. Doch für Triumphgeheul gibt es keinen Anlass in einer Stadt, die zwischen nervöser Wartestellung und zaghaften Experimenten schwankt.
Die Annäherung zwischen Havanna und Washington lässt die Kubaner hoffen. Sie wünschen sich bessere Lebensbedingungen durch die Lockerung des Embargos. Aber noch misstrauen sie dem Regime.
Amerikas Präsident Obama will die Sanktionen gegen Kuba lockern und diplomatische Beziehungen aufnehmen. Ein Anzeichen für einen beginnenden politischen Wandel sei das nicht, betont Kubas Präsident Castro - und stellt weitere Forderungen.
In Havanna läuten die Kirchenglocken, aber Teile der Opposition fürchten, dass durch Obamas Kurswechsel Kubas Regime stabilisiert werden könnte. Auch in Amerika stößt die Politik nicht überall auf Begeisterung. Obama fehlt die Rückendeckung des Kongresses.
Der Kurswechsel der Vereinigten Staaten in der Kuba-Frage kommt zur rechten Zeit: Da Venezuela unter dem niedrigen Ölpreis leidet, wird sich Havanna bald nach neuen Partnern umsehen müssen.
Mit Briefen und Telefonaten hat Papst Franziskus entscheidend an der Annäherung zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten mitgewirkt. Die diplomatische Operation des Argentiniers im Vatikan war vom Erfolg gekrönt. Er hatte gute Berater.
Es tut weh, dass Barack Obamas Kuba-Wende den Castro-Brüdern einen Erfolg beschert. Ihr repressives Regime hat keine Belohnung verdient. Trotzdem ist Obamas Schritt nur folgerichtig.
Das amerikanische Embargo gegen Kuba wird trotz der diplomatischen Annäherung nicht aufgehoben - weil Obama das gar nicht kann. Was aber bedeutet das Ende der Eiszeit für den Handel - und für die Kubaner? Ein Überblick.
Die neue Kuba-Politik des amerikanischen Präsidenten sorgt für Aufregung: Abgeordnete mit kubanischen Wurzeln greifen Obama scharf an, während in Lateinamerika selbst Kontrahenten den Schritt loben.
Amerika feiert die Freilassung des seit fünf Jahren in Havanna inhaftierten Alan Gross, Kuba die Rückkehr der letzten drei der sogenannten „Cuban Five“. Doch wer ist der unbekannte „Top-Spion“, der ebenfalls vom Gefangenenaustausch profitiert hat?
Jahrezehntelang waren Washington und Havanna verfeindet. FAZ.NET dokumentiert die schwierigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba seit den 1960er Jahren in Bildern.
Historische Annäherung: Nach dem Willen des amerikanischen Präsidenten Barack Obama sollen die Vereinigten Staaten wieder volle diplomatische Beziehungen mit Kuba aufnehmen. Botschaften sollen eröffnet und Gefangene ausgetauscht werden. Im Hintergrund geholfen hat der Papst.
Das Kuba von heute ist nicht mehr das von vorgestern. Obamas neue Politik im Umgang mit dem Inselstaat ist mehr als folgerichtig. Kuba eine Brücke, auf der sich beide Teile Amerikas treffen könnten.
Hunderte kubanische Helfer kämpfen in Westafrika gegen Ebola. Sie folgen damit einer revolutionären Tradition - und werden selbst von den Amerikanern gelobt.
In „The Cut“ will Fatih Akin vom Völkermord an den Armeniern erzählen. Eine große Aufgabe, der er mit seinem Film kaum gerecht werden kann.
Der herbe, holzige „Ernesto“ und der weichere „Hugo“ mit einem Hauch von Mango: Ein kubanischer Parfumhersteller wollte mit neuen Düften zwei lateinamerikanischen Symbolgestalten huldigen. Bei der kommunistischen Führung des Landes kam die Idee nicht gut an.
Ken Folletts neuer Roman spielt im späten 20. Jahrhundert: Bürgerrechtsbewegung, Kalter Krieg, Kuba-Krise, Mauerbau und Mauerfall. Die Charaktere in dem Buch erzählen indes auch viel über die Menschen, die den Starautor im Leben geprägt haben.
Auf dem Weg zum WM-Endspiel verspricht Wladimir Putin Deutschlands Finalgegner Hilfe beim AKW-Bau. Zuvor hatte Russlands Präsident auf Kuba schon die Castro-Brüder getroffen.
Der russische Präsident reist nach Kuba, Argentinien und Brasilien, um strategische Partnerschaften für Geschäfte mit Waffen und Gas zu vertiefen. Kuba wird Putin faktisch alle Altschulden erlassen.
Zur Stichwahl des Präsidenten haben die Farc-Rebellen eine Waffenruhe verkündet. Hoffnung machen auch Verhandlungen mit Kolumbiens Regierung in Kuba.
Am Wochenende kam der Soldat Bowe Bergdahl im Austausch gegen Taliban frei, nun will auch Havanna mit den Vereinigten Staaten verhandeln. Es geht um drei kubanische Spione und einen amerikanischen Entwicklungshelfer.
Freie Berichterstattung nicht gefragt: Die kubanische Regierung sperrt die digitale Zeitung 14 y Medio der Bloggerin Yoani Sánchez.
Seit zwei Jahren dürfen Kubaner sich selbstständig machen. Aber wie gründet man ein Unternehmen in einem Land ohne Internet und funktionierendes Kreditwesen? Matthias Karkuschke lehrt Marktwirtschaft in Havanna.
Im Oktober 1962 besetzte die Polizei die Redaktion des „Spiegel“. Magazingründer Augstein und seinen Redakteuren wurde „Landesverrat“ vorgeworfen. Ein Fernsehfilm zeigt, wie aktuell die Geschichte gerade heute wieder ist.
Wie er mich einmal vor Fidel Castro verteidigte. Und wie ich im Nachtclub auf die Fortsetzung von „Hundert Jahre Einsamkeit“ wartete: Erinnerungen an Begegnungen mit Gabriel García Márquez.
Mit einer Art Twitter sollen die Vereinigten Staaten versucht haben, das Regime in Kuba zu destabilisieren. Der Chef der Entwicklungsbehörde USAID widerspricht dem Vorwurf einer Geheimaktion. Die Castro-Brüder schlachten die Enthüllung aus.
Die angelsächsischen Geheimdienste nutzen die sozialen Netzwerke für Propaganda. Jährlich treffen sich hunderte Agenten, um neuste Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung zu diskutieren.
Die Regierung Uruguays hat sich bereit erklärt, Gefangene aus Guantánamo auf Kuba aufzunehmen. Natürlich erwartet Präsident Mujica dafür Gegenleistungen - in welcher Form, ließ er bisher offen.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro führt die Kuba-freundliche Politik seines Vorgängers Chávez fort, zum Leidwesen des Landes. Mit dem Öl des Landes subventioniert er die kommunistischen Nachbarn. Ob die Opposition daraus Kapital schlagen kann, ist fraglich.
Der Hürden-Olympiasieger von 2008, Dayron Robles, darf nicht mehr für seine Heimat starten, weil er weniger Geld abgeben wollte. Für ein anderes Land aber auch nicht.