Joe Biden und der Völkermord
Serbiens Nationalisten hoffen, dass Donald Trump Präsident bleibt. Die meisten Muslime des Balkans drücken seinem Herausforderer Joe Biden die Daumen. Der weiß, dass die Konflikte nicht mit schnellen Deals zu lösen sind.
Serbiens Nationalisten hoffen, dass Donald Trump Präsident bleibt. Die meisten Muslime des Balkans drücken seinem Herausforderer Joe Biden die Daumen. Der weiß, dass die Konflikte nicht mit schnellen Deals zu lösen sind.
Das ergab die Auswertung einer Statistik des Unternehmens Centogene, das am Frankfurter Flughafen auf das Covid-19-Virus testet. Insgesamt wurde bei 0,85 Prozent von 104.177 Getesteten das Virus nachgewiesen.
Sechs südosteuropäische Staaten wären gerne EU-Mitglieder. Mit einigen wird auch schon verhandelt. Aber nicht nur der französische Staatspräsident findet: 27 Mitgliedstaaten seien erst einmal genug.
Der serbische Staatspräsident Vučić und der kosovarische Ministerpräsident Hoti unterzeichnen in Washington weitgehend gleichlautende Dokumente, die eine diplomatische Vertretung in Jerusalem vorsehen. Wussten sie, was sie da unterschrieben haben?
Nähern sich Belgrad und Prishtina einander an? Trump spricht von einem „wichtigen Durchbruch“. Doch die Washingtoner Einigung enthält wenig Neues.
Das Kosovo ist für Amerika längst nicht mehr so wichtig, wie unter früheren Präsidenten. Eine Einigung zwischen Belgrad und Prishtina wäre hochwillkommen. Erst einmal geht es um die Wirtschaft.
Griechenland baute als erstes einen Grenzzaun gegen illegale Migration. Es folgten Bulgarien, Ungarn und Nordmazedonien. Nun schotten sich auch die Serben ab.
In den deutschen Statistiken zu den Corona-Infektionen taucht Südosteuropa nun auffallend oft auf. Vor allem der Kosovo gilt als Hotspot. Woran liegt das?
Mit Abstand am meisten Corona-Fälle unter den Rückkehrern kommen aus dem Kosovo – nicht gerade ein Sehnsuchtsort deutscher Urlauber. Dem Tourismus wird Unrecht getan.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach einer Auslandsreise steigt. Das Robert-Koch-Institut stuft das kroatische Küstengebiet als Risikogebiet ein. Für Luxemburg hingegen besteht keine Reisewarnung mehr.
In der vergangenen Woche haben sich 39 Prozent der in Deutschland gemeldeten Neuinfizierten wohl im Ausland angesteckt. Das Robert-Koch-Institut nennt unter Reiserückkehrern besonders betroffene Gruppen.
Vor allem Reiserückkehrer aus Südosteuropa tragen zum Anstieg der Corona-Infektionen in Deutschland bei. Handlungsbedarf sieht deswegen auch die kosovarische Botschaft in Berlin.
Reisende aus Risikogebieten sollen bald zu Tests verpflichtet werden. Daten zeigen: Rückkehrer aus dem Ausland schleppen das Coronavirus tatsächlich zunehmend ein. Ein Überblick in Grafiken.
Der serbische Präsident und der kosovarische Ministerpräsident treffen sich zum ersten Mal persönlich in Brüssel – nachdem zuletzt Amerikas Sondergesandter Grenell die Verhandlungen moderierte. Das Ziel des Dialogs: eine Normalisierung der Beziehungen.
Die Anklage des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaçi vor dem Kosovo-Sondertribunal in Den Haag wegen Kriegsverbrechen hat den Balkan erschüttert. Selbst politische Gegner springen für Thaçi in die Bresche.
Hashim Thaçi war in den neunziger Jahren der starke Mann der UÇK. Mehr als 20 Jahre später sollen deren Gewalttaten aufgearbeitet werden. Wird man auch dem Präsidenten des Kosovos Kriegsverbrechen nachweisen können?
Hashim Thaci soll während des Kosovokrieges als Kommandeur der UCK für den Mord von 100 Menschen verantwortlich sein.
Auch der kosovarische Ministerpräsident Avdullah Hoti reist aus Washington ins Kosovo zurück. Am Mittwoch hatte ein Gericht Anklage gegen den Präsidenten Thaçi erhoben. Das Treffen mit dem serbischen Präsidenten Vučić ist damit wohl geplatzt.
Die Sonderankläger des Kosovo-Gerichts in Den Haag werfen dem Politiker Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Er soll für fast hundert Morde verantwortlich sein.
Das letzte Interview vor dem Bekanntwerden der Anklage wegen Kriegsverbrechen gab Kosovos Präsident Hashim Thaçi der F.A.Z. Eine Dokumentation des Gesprächs und der jüngsten Entwicklungen.
In Washington wollen Kosovaren und Serben am Samstag über ihre Streitpunkte verhandeln. Ein Abkommen wäre ein Wunder, sagt Kosovos Präsident Hashim Thaçi im F.A.Z.-Interview – dem letzten, das er vor Bekanntwerden der Anklage gegen ihn gegeben hat.
Richard Grenell, der scheidende amerikanische Botschafter in Deutschland, glaubt, in Windeseile den jahrzehntelangen Kosovo-Konflikt lösen zu können. Wenn er sich da mal nicht vertut.
Serbien wählt ein neues Parlament. Die Partei von Staatspräsident Aleksandar Vučić ist der klare Favorit. Unter seiner Führung hat das Land den Kurs der Westintegration aufgegeben.
Donald Trump hat die Regierungen Serbiens und des Kosovos nach Washington eingeladen. Die beiden Balkanländer rätseln nun, was dahinter steckt. Und die EU bemüht sich ihrerseits um eine friedliche Lösung.
Zeichen der Entspannung: Kosovos neue Regierung geht einen Schritt auf Belgrad zu. Serbien reagiert wohlwollend und will den Dialog mit Prishtina nun wieder aufnehmen.
Auf dem Balkan sind die EU und Washington von Verbündeten zu Gegnern geworden. Einer der wesentlichen Protagonisten ist Richard Grenell, bis vor kurzem amerikanischer Botschafter in Berlin.
Richard Grenell war als Botschafter so knallig wie sein Präsident Donald Trump. Jetzt tritt er in Berlin ab – und könnte im amerikanischen Wahlkampf noch eine prominente Rolle spielen.
In Südosteuropa sichert Kohle die Stromversorgung. Das ließe sich ändern, denn der Ausstieg ist allerorts machbar. Billig wäre das allerdings nicht.
Beim virtuellen Westbalkan-Gipfel gab es viel Geld, doch wenige Perspektiven für die sechs Staaten. Kroatiens Präsident Plenković verlangt Engagement. Serbien könnte indes auf China setzen.
Von wegen Geniekult: Dua Lipa hat sich ihren erstaunlichen Erfolg im Musikgeschäft auf die harte Tour erarbeitet. Und: zufällig einen Quarantäne-Hit gemacht.
Importe aus Serbien sollen bis zum 15. Juni von Strafzöllen ausgenommen sein. Amerika fordert das seit langem. Für eine endgültige Aufhebung brauche es ein Entgegenkommen Belgrads, heißt es aus Prishtina.
Aus Verbündeten sind auf dem Balkan Gegenspieler geworden. Im Kosovo zeigt sich, dass die EU der Erpressungsdiplomatie Washingtons nichts entgegen setzen konnte. Der Sturz der dortigen Regierung mitten in der Corona-Krise destabilisiert die Region.
Formal gab es Streit um die richtige Politik in der Corona-Krise. Hinter den Kulissen war es ein Konflikt zwischen der EU und Amerika. Washington versucht Prishtina zur Annahme eines „Deals“ zu bewegen. Brüssel ist dagegen.
Im Kosovo hat die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ein Misstrauensvotum während der Corona-Krise nicht überstanden. Neuwahlen können wegen des Virus zunächst jedoch nicht durchgeführt werden.
Nach nur sechs Wochen im Amt ist das neue Regierungsbündnis im Kosovo zerbrochen. Auslöser war ein Konflikt über den Umgang mit der Virusepidemie.
Eine Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien kann es nur geben, wenn sich die Staaten auf Regeln und Prinzipien einigen, die beide einhalten. Ein Gastbeitrag.