Der Pate ruft auf zum Widerstand
Der ukrainische Milliardär Rinat Achmetow ließ früher Präsidenten in Kiew aufstellen wie Legofiguren. Später schien er den Separatisten zu folgen. Jetzt bezichtigt er sie des „Völkermords“.
Der ukrainische Milliardär Rinat Achmetow ließ früher Präsidenten in Kiew aufstellen wie Legofiguren. Später schien er den Separatisten zu folgen. Jetzt bezichtigt er sie des „Völkermords“.
Wenige Tage vor der Präsidentenwahl im Nachbarland hat der russische Präsident angekündigt, die Manöver seiner Armee nahe der ukrainischen Grenze zu beenden. Die Nato sieht auf Satellitenaufnahmen jedoch noch keine Anzeichen für einen Rückzug.
Trotz bürgerkriegsähnlicher Zustände im Osten des Landes soll in der Ukraine am kommenden Sonntag ein neuer Präsident gewählt werden. In den Umfragen führt Petro Poroschenko mit großem Abstand. Bleibt es damit beim Oligarchen-System?
Energiesanktionen gegen Moskau? Für die EU ist das keine Option, sie hängt am Gashahn. Anders sieht es mit Washington aus: Amerika kann Russlands Öl-Förderkosten in die Höhe treiben.
Aufrufe Moskaus, fortan auf der Krim Urlaub zu machen, haben nicht gefruchtet. So floriert dort der Patriotismus – die Touristen aus Europa bleiben weg.
Die Wahlkommission für die Präsidentenwahl in der Ukraine beklagt massive Probleme im umkämpften Osten des Landes. Der selbsternannte Bürgermeister von Slawjansk spricht von 650 ausgeschalteten Gegnern.
Russlands politische Führung redet von einer faschistischen Gefahr in der Ukraine, arbeitet aber eng mit den Rechtsextremen aller Länder zusammen – um Europa zu schwächen. Die Lage ist äußerst brisant. Ein Gespräch mit Timothy Snyder.
Mord, Folter, Entführung - im Osten der Ukraine wächst die Gewalt. Die Vereinten Nationen machen dafür vor allem die prorussischen Gegner der Regierung verantwortlich. Moskau reagiert empört.
Die Linkspartei hat sich durch ihren Ukraine-Kurs auf absehbare Zeit ins Abseits manövriert. Sie richtet sich in ihrer kleinen Welt der Selbstgefälligkeit ein. Als gäbe es kein 2017.
Ukrainische Soldaten haben bei Slawjansk und Kramatorsk auf Stellungen der Separatisten geschossen. Die prorussischen Kämpfer stellten ein Ultimatum. Die OSZE hält die Wahlen derweil weiter für möglich.
Der ukrainische Übergangspräsident Oleksandr Turtschinow lehnt eine Beteiligung der Separatisten am Runden Tisch in Kiew weiter ab. Der „Regierungschef“ der „Volksrepublik Donezk“ droht indes mit Angriffen auf ukrainische Einheiten.
Deutschland und Frankreich haben die ukrainischen Konfliktparteien abermals zum Dialog aufgerufen. Ob der geplante Runde Tisch in Kiew tatsächlich zustande kommt, war allerdings noch unklar.
Auch die EU habe in der Ukraine Fehler begangen, sagt Vizekanzler Gabriel. Angela Merkel macht eine Teilnahme prorussischer Separatisten an den heute beginnenden Friedensgesprächen von einem Gewaltverzicht abhängig.
In der Nähe der Stadt Kramatorsk sind ukrainische Soldaten in einen Hinterhalt geraten. Die Regierung in Kiew spricht von sechs Toten und mehreren Verletzten.
Kiews Gegner im Osten der Ukraine sind uneins, ob sie sich Russland anschließen sollen. Zwischen den Rebellengruppen beginnt der Machtkampf.
Außenminister Steinmeier ist zu seinem dritten Besuch in Kiew eingetroffen. Durch Verhandlungen sollen „illegale Gruppen“ entwaffnet werden. Am Mittwoch soll ein Runder Tisch der OSZE seine Arbeit aufnehmen.
Nach dem Referendum über eine Abspaltung von der Ukraine hat die selbst ernannte „Volksrepublik Donezk“ Moskau um einen Anschluss an Russland gebeten. Die EU-Außenminister haben weitere Sanktionen beschlossen.
Die Separatisten in der Ostukraine feiern ihre Volksbefragung über eine Abspaltung als überwältigenden Sieg. Am Montag meldete Lugansk 96 Prozent Zustimmung.
Kaum verkünden die Separatisten das erste Ergebnis, gibt es Gegenwind aus Kiew und Brüssel. Sowohl die ukrainische Regierung als auch die EU wollen das Referendum in der Ostukraine nicht anerkennen.
Bei dem Referendum im ostukrainischen Gebiet Donezk haben sich nach Angaben der Separatisten 89 Prozent der Befragten für eine Abspaltung von Kiew ausgesprochen. Auch eine Stichprobenbefragung durch die F.A.Z. und sechs weitere Medien deutete auf eine überwältigende Mehrheit hin.
Beim Referendum der Separatisten über eine Unabhängigkeit der „Volksrepublik Donezk“ herrscht großer Andrang. Lange bleibt die Situation relativ ruhig, bis es am Sonntagabend offenbar zu weiteren Gefechten kommt.
Den Separatisten ist es in der Ost-Ukraine gelungen, die Bevölkerung zu mobilisieren. Nach der hohen Beteiligung an dem Referendum wird es für die Regierung in Kiew nun noch schwieriger, nicht mit „Terroristen“ reden zu wollen.
Die ukrainische Nationalgarde wird angeblich bei ihrem Einsatz in der Ostukraine von 400 Söldnern einer amerikanischen Sicherheitsfirma unterstützt. Ein Bericht beruft sich auf BND-Informationen. Die Firma dementiert.
Kiew und der Westen werden es nicht anerkennen, dennoch haben die Separatisten in der Ostukraine ihr Unabhängigkeitsreferendum gestartet. Vor Abstimmungslokalen bilden sich am Morgen Schlangen. Nahe Slawjansk kommt es zu neuen Kämpfen.
Vor dem Referendum am Sonntag ist die Ostukraine in zwei Lager gespalten. Anders als in der prorussisch dominierten Metropole Donezk haben in Dnipropetrowsk die Anhänger der Kiewer Regierung das Sagen. Dort ist der prowestliche Oligarch Kolomojskij der Anführer.
Viele Ukrainer auf der Krim haben nichts mehr zu lachen. Russische „Selbstverteidigungskräfte“ wollen zeigen, wer die Stärkeren sind. Das bekommen auch die Tartaren zu spüren, die manch einer schon wieder mit den „Faschisten“ in einen Topf wirft.
Prorussische Separatisten hatten nach Angaben der Organisation zwischenzeitlich mehrere Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der Ostukraine festgesetzt. Dabei sollen sie auch Gewalt angewendet haben.
In einer Situation nachrichtlicher Schnellschüsse versammelt der Band „Euromaidan - Was in der Ukraine auf dem Spiel steht“ Texte, die sich so ausführlich wie möglich mit akuten Situation befassen. FAZ.NET veröffentlicht einen Essay daraus vorab.
Die Abtrünnigen von Donezk zeigen sich wild entschlossen, trotz Putins Ermahnung und der anhaltenden Kämpfe ihr Referendum am Sonntag abhalten zu wollen. Ist das Ergebnis positiv, wollen sie „Neurussland“ gründen.
Erstmals seit der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel besucht der russische Präsident die Krim. Am Tag des Sieges über Nazi-Deutschland nahm er dort eine Truppenparade - wie schon am Morgen in Moskau, wo tausende Soldaten an Putin vorbeizogen.
Bei Kämpfen zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Soldaten in der südukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben der ukrainischen Regierung mindestens 21 Menschen getötet worden.
Die Sammlung „Euromaidan - Was in der Ukraine auf dem Spiel steht“, herausgegeben von Juri Andruchowytsch, erscheint am 19. Mai in der Edition Suhrkamp. Das Buch mit 207 Seiten kostet 14 Euro.
Im Ukraine-Konflikte zeigt sich Kiew hart: Man wolle zwar verhandeln, aber nicht mit bewaffneten Regierungsgegnern. Diese ignorieren Putin und halten an dem Unabhängigkeitsreferendum fest. Während Gregor Gysi der Bundeskanzlerin schwere Fehler vorwirft.
Mit einer Amnestie für prorussische Aktivisten will die OSZE die Lage in der Ostukraine entspannen. Das geht offenbar aus dem Entwurf des Friedensplans der Organisation für die Ukraine hervor. Die Separatisten sollen besetzte Gebäude räumen.
Die Kanzlerin fordert vom russischen Präsidenten weitere Schritte zur Deeskalation in der Ukraine. Er solle die Separatisten „zum Niederlegen der Waffen und zur Räumung der besetzten Häuser aufrufen“. Bislang weigern sie sich, dem Ruf des Kreml zu folgen und ihr Referendum zu verschieben.
Die Linkspartei hat die prowestliche Führung in der Ukraine scharf kritisiert. Sie setze die Armee gegen das eigene Volk ein. Durch einen deutschen Finanzboykott soll eine friedliche Lösung im Osten des Landes erzwungen werden.