Kampf um Land und Lieferverträge
Die Ukraine weigert sich beharrlich, den russischen Gaspreis zu zahlen. Es droht ein abermaliger „Gaskrieg“. Doch Moskaus schärfste Waffe könnte sich als Blindgänger erweisen.
Die Ukraine weigert sich beharrlich, den russischen Gaspreis zu zahlen. Es droht ein abermaliger „Gaskrieg“. Doch Moskaus schärfste Waffe könnte sich als Blindgänger erweisen.
Ukrainische Regierungstruppen haben offenbar Mariupol zurückerobert. Putin und Poroschenko telefonierten erstmals miteinander. Doch die Lage zwischen Moskau und Kiew bleibt angespannt.
In Russland finden Flüchtlinge aus der Ostukraine in einem Ort nahe der Grenze Schutz vor vermeintlichen Faschisten. Sie berichten von dem, was in Moskau „Strafoperation“ gegen einen „Landsturm“ heißt.
Kurz vor dem Beginn neuer Verhandlungen über den Preis für russisches Gas hat die Ukraine ein erstes russisches Rabattangebot abgelehnt. Der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk verlangt weiterhin einen gänzlich neuen Vertrag.
Erstmals seit Beginn der Krise in der Ukraine reist Außenminister Steinmeier nach Russland. Der SPD-Politiker sieht einen Hoffnungsschimmer. Doch sein russischer Amtskollege enttäuscht ihn.
Der ukrainische Präsident Poroschenko hat angeordnet, einen Fluchtkorridor für die Bewohner im Osten des Landes zu schaffen. Friedliche Einwohner sollten das Gebiet ungehindert verlassen können.
Bis spät in die Nacht haben Russland und die Ukraine über den Preis der russischen Gaslieferungen verhandelt. Doch einen Durchbruch gibt es weiter nicht. Längst drohen die Russen, dem Land das Gas abzudrehen.
Russland unterstützt Separatisten in der Ostukraine - will die selbst entfesselten Kämpfe nun aber eindämmen. Die Vorsitzende des Föderationsrates erklärte, zunächst müsse Kiew seinen Militäreinsatz beenden.
Bei den Gefechten zwischen Separatisten in der Ostukraine wurde eine wichtige Wasserleitung beschädigt. Nun sind Slawjansk und vier weitere Städte ohne Trinkwasser. Viele Menschen versuchen, die Region zu verlassen.
Die Ukraine hat die ersten Millionen an Moskau überwiesen. Ist nun der Gasstreit beendet? Immerhin liegt nun ein Tilgungsplan für die Schulden des Landes auf dem Tisch. Gefeilscht wird noch darüber, wieviel das Gas künftig kosten soll.
Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat die Regierung in Moskau den Empfang von 786 Millionen Dollar bestätigt. Gazprom-Chef Alexej Miller hat nun Kiew die Frist für weitere Zahlungen verlängert.
EU-Energiekommissar Oettinger sieht mit der geplanten russischen Gas-Pipeline durch Südeuropa ein gutes wirtschaftliches Druckmittel, um Moskau zum Einlenken im Ukraine-Konflikt zu bewegen.
In den erbitterten Streit um russische Gaslieferungen an die Ukraine kommt Bewegung. Kiew hat nun angeblich knapp 800 Millionen Dollar überwiesen - kann die Zahlung bislang aber offenbar nicht nachweisen.
Die ukrainische Regierung vermeldet Erfolge im Kampf gegen die Separatisten und will weiter hart vorgehen. Amerika verlangte derweil abermals, dass sich sich die russischen Truppen von der Grenze zur Ukraine zurückziehen.
Die ukrainische Regierung beschuldigt Moskau, Kämpfer in die Krisengebiete zu entsenden, um die Lage dort weiter zu destabilisieren. Russland wehrt sich mit anderen Vorwürfen.
Prorussische Separatisten haben vor der Stadt Slawjansk einen Armeehubschrauber abgeschossen. 14 ukrainische Soldaten kommen ums Leben. Unter den Toten ist auch ein General.
Der neu gewählte ukrainische Präsident will mit aller Härte gegen die Separatisten vorgehen. Ministerpräsident Jazenjuk schlägt unterdessen harte Worte gegen Russland an: Das Land wolle die Ukraine eleminieren.
Der OSZE-Sondergesandte Wolfgang Ischinger möchte den Dialog zwischen Kiew und Moskau beleben. Politische Gegner müssten das Gefühl bekommen, angehört zu werden.
Der EU-Energiekommissar glaubt an eine Lösung im Energiestreit zwischen Russland und der Ukraine. Doch Kompensationsforderungen für Gas von der nun russisch verwalteten Krim weist er zurück. Deutschlands Energiepolitik ist für ihn ein „Romantiktal.“
Nach der Wahl in der Ukraine schlagen die Regierungstruppen zurück: Die Kämpfe in Donezk toben wie nie zuvor, von bis zu 200 Toten ist die Rede. Fremde Söldner bilden inzwischen den Großteil der Separatisten. Auch die Mafia mischt mit.
Ministerpräsident Jazenjuk fordert von Moskau Erdgas im Wert von einer Milliarde Dollar zurück. So viel schulde Russland der Ukraine wegen der Annexion der Krim. Der Flughafen Donezk ist derweil wieder in der Hand der Regierungstruppen.
Hinter dem blutigen Dauerkonflikt zwischen der Ukraine und Russland steckt ein Konflikt der Wertvorstellungen. Die russische Idee vom Dienst am Vaterland ist Europa fremd, und Russen finden westliches Sicherheitsdenken spießig.
Die Lage in der Ostukraine spitzt sich immer weiter zu: Bei Kämpfen in Donezk sind nach Angaben der prorussischen Milizen Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Russland wirft der Regierung in Kiew vor, die Streitkräfte gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen.
Der Sieger der Präsidentenwahl in der Ukraine, Petro Poroschenko, hat eine Offensive gegen prorussische Milizen angekündigt. Am Flughafen von Donezk und in der Stadt kommt es zu heftigen Schusswechseln. Die Separatisten sprechen von mindestens zwei Todesopfern.
Seit langem behaupten die russische Führung und die prorussischen Kräfte in der Ostukraine, in Kiew hätten Faschisten die Macht übernommen. Die Wahlergebnisse zeigen, dass das nicht der Fall ist.
In der Ukraine könnte der Oligarch Petro Poroschenko die Präsidentschaftswahl schon im ersten Wahlgang für sich entschieden haben. Sein Verbündeter Vitali Klitschko hat offenbar die Bürgermeisterwahl in Kiew gewonnen.
Im Osten der Ukraine hat vielerorts kaum ein Wahllokal geöffnet – in einer Vorstadt Kiews dagegen strömen die Menschen zur Abstimmung.
In Kiew ist der Andrang der Ukrainer an den Wahllokalen groß, aber auf dem Majdan sitzen die Enttäuschten der Revolution zwischen rostigen Barrikaden.
Die Präsidentenwahl spielt in der Stadt im Osten der Ukraine keine große Rolle – die Menschen dort haben andere Sorgen. Von ihnen haben sie der in Deutschland lebenden Übersetzerin Christiane Körner am Telefon erzählt.
Zur ukrainischen Präsidentenwahl gibt es in weiten Teilen des umkämpften Ostens kaum Möglichkeiten zur Stimmabgabe. Russlands Präsident Putin versicherte Kanzlerin Merkel, er werde das Ergebnis akzeptieren.
Dieses Mal muss der frühere Box-Weltmeister nicht mehr kämpfen. Seit der „Revolution in Orange“ vor acht Jahren strebt Klitschko in das Amt des Bürgermeisters von Kiew: Nun scheint er am Ziel zu sein.
Russlands Präsident spricht von einem von Amerika unterstützten Putsch in Kiew. Die Wahl in der Ukraine wolle er dennoch respektieren - das heißt für Putin aber nicht, dass er sie auch als legitim anerkennen werde.
In der Ukraine geraten immer mehr Journalisten zwischen die Fronten, sie werden von allen Parteien verfolgt. Es kommt vermehrt zu Einschüchterungen und Verhaftungen.
Julija Timoschenko hat schon viele Rollen im ukrainischen Machttheater gespielt. Jetzt will sie Präsidentin werden und meidet im Wahlkampf weitere aggressive Töne. Trotzdem misstrauen ihr viele.
Wer die Ukraine verstehen will, muss dieses Buch lesen. Es räumt auf mit Märchen und Vorurteilen und erzählt die andere Geschichte des Majdan. Ukrainische Autoren bringen ans Licht, was sich hinter den Kulissen ereignet hat.
EU-Ratspräsident Van Rompuy will Russland beruhigen. Nahe der Krim verhandeln derweil die Konfliktparteien - ohne prorussische Separatisten. Deren Rückhalt schwindet.