Tote bei Luftangriffen und Artilleriefeuer
Die Lage im ostukrainischen Konfliktgebiet Donbass spitzt sich mit neuen Angriffen und vielen Opfern zu. Die Großstadt Donezk bereitet sich auf eine Bombardierung vor.
Die Lage im ostukrainischen Konfliktgebiet Donbass spitzt sich mit neuen Angriffen und vielen Opfern zu. Die Großstadt Donezk bereitet sich auf eine Bombardierung vor.
Während Russlands Politiker über die Lage in der Südostukraine schweigen, propagieren heimische Medien die Verderbtheit der ukrainischen Führung. Auch von Blitzkriegsplänen Kiews auf die Krim ist die Rede.
Nicht nur Vergnügungsreise: Bundeskanzlerin Merkel und Kremlchef Putin wollen am Rande der Fußball-WM in Brasilien über die Ostukraine sprechen.
In der Ostukraine gehen die Kämpfe mit unverminderter Heftigkeit weiter. In der Nähe von Luhansk wurden wenigstens 19 ukrainische Soldaten getötet, als Separatisten ihre Einheit mit Raketenwerfern beschossen. Präsident Poroschenko kündigt Vergeltung an.
Es wird von schwerem Artilleriefeuer berichtet: Ukrainische Truppen haben „entscheidende Vorstöße“ gegen Stellungen der Separatisten nahe Donezk begonnen. Außenminister Klimkin verspricht im F.A.Z.-Interview, dass die Streitkräfte aber die Millionenstadt nicht erstürmen werden.
Verhandlungen mit den prorussischen Aufständischen seien nur möglich, wenn die Separatisten „ihre Waffen ein für allemal niederlegen“: Darauf habe sich Poroschenko festgelegt. Der Bürgermeister von Donezk interpretiert den Präsidenten allerdings weniger strikt.
Die Straßen nach Donezk sind unter der Kontrolle von Regierungssoldaten, und auch vor Luhansk stehen nach Regierungsangaben ukrainische Soldaten. Dort verschanzen sich die Separatisten seit dem Fall von Kramatorsk – und drohen mit dem Abbruch der Friedensgespräche.
Die Erfolge der ukrainischen Armee stärken die Position von Präsident Poroschenko sowohl militärisch als auch am Verhandlungstisch. Ein Frieden im Osten des Landes ist aber noch in weiter Ferne.
Über dem Rathaus von Slawjansk weht wieder die ukrainische Flagge. Auch in die Stadt Kramatorsk rückt die Armee am Abend vor. Vier Monate Albtraum sind vorbei. Flüchtlinge und traumatisierte Bürger berichten von Plünderungen und Hinrichtungen durch die Aufständischen.
Die Lage in der umkämpften ostukrainischen Stadt war zuletzt dramatisch. Präsident Poroschenko berichtet nun von militärischen Erfolgen der Regierungstruppen. Die prorussischen Rebellen haben sich aus Slawjansk zurückgezogen, bestätigen Augenzeugen der F.A.Z.
Allen diplomatischen Bemühungen zum Trotz lässt Präsident Poroschenko die militärische Offensive gegen die Separatisten fortsetzen. Russland startete derweil ein Großmanöver im Schwarzen Meer, in unmittelbarer Nähe der Krisenregion.
Der Westen setzt im Ukraine-Konflikt auf die neue Kontaktgruppe. Außenminister Steinmeier dringt auf ein baldiges Treffen. Kanzlerin Merkel und der amerikanische Präsident Obama sehen in Russland den Impulsgeber.
Bei Kämpfen zwischen ukrainischen Sicherheitskräften und Separatisten wird eine russische Grenzstation durch eine Granate beschädigt. In Kiew nominiert Präsident Poroschenko einen neuen Verteidigungsminister.
Bis zum Wochenende wollen die Konfliktparteien in der Ukraine über eine neue Feuerpause verhandeln. Russland ist außerdem zu gemeinsamen Grenzkontrollen bereit. Das haben die Außenminister bei ihrem Treffen in Berlin vereinbart.
In der Millionenmetropole Donezk flammen nach dem Ende der Waffenruhe die Kämpfe auf – doch Gewalt ist ohnehin alltäglich geworden. Und oft weiß man nicht, wer hier eigentlich gegen wen kämpft.
Die ukrainische Regierung setzt ihre Antiterroroperation fort. Die Separatisten stürmen derweil das Polizeihauptquartier der Region Donezk. Und die EU zögert mit weiteren Sanktionen gegen Moskau.
Er sei weiter an einer „politischen Lösung“ interessiert, versichert der ukrainische Präsident in einem Telefonat mit Kanzlerin Merkel. Aber seit dem Morgen wird die Operation gegen die Separatisten fortgesetzt.
Am Montagabend endet die Feuerpause in der Ostukraine. Anlass für Merkel und Hollande, Putin und Poroschenko zu Fortschritten in der Befriedung der Lage zu drängen.
Die verlängerte Waffenruhe in der Ostukraine wird offenbar nicht vollständig eingehalten. Separatisten werfen Kiew vor, ihre Militäraktionen fortzusetzen und Truppenstellungen für einen Militärschlag auszubauen.
Die Europäische Union und Ukraine, Moldau sowie Georgien haben ihre Partnerschaftsabkommen endgültig unterzeichnet. Russland droht Kiew und Chisinau mit „ernsten Folgen“.
Die Rebellen nennen den Schritt „eine Geste des guten Willens“. Nun steigen die Chancen auf eine Verlängerung der Waffenruhe, die am heutigen Freitag ausläuft. In der Ostukraine kam es zu Gefechten.
In Moskau hat der Föderationsrat auf Antrag des russischen Präsidenten Putin die Erlaubnis zum Einmarsch in der Ukraine zurückgenommen. Nato-Generalsekretär Rasmussen glaubt allerdings nicht an „Entspannungssignale“ aus Moskau.
In Donezk versammelten sich Vertreter der Ukraine, Russlands, der Separatisten und der OSZE, um über den Frieden zu verhandeln. Doch am Verhandlungstisch herrschte ein Ungleichgewicht: Mit den Separatisten sprachen auffällig viele Kreml-Freunde.
Ukraines Präsident Poroschenko will ein vorzeitiges Ende der einwöchigen Waffenruhe nicht mehr ausschließen, nachdem Rebellen zuvor einen ukrainischen Militärhubschrauber abgeschossen und insgesamt elf Soldaten getötet haben.
Hoffnung auf Friedensverhandlungen in der Ostukraine: Die prorussischen Separatisten haben angekündigt, die von Präsident Poroschenko verkündete Waffenruhe bis zum 27. Juni einzuhalten.
Die EU-Außenminister wollen weitere Sanktionen von der russischen Antwort auf den Friedensplan des ukrainischen Präsidenten Poroschenko abhängig machen. „Wir hoffen, dass Russland sich zur Kooperation bereit zeigt“, sagte Außenminister Steinmeier in Luxemburg.
Wladimir Putin und Petro Poroschenko senden derzeit höchst widersprüchliche Signale aus: Mal geben sich die Präsidenten Russlands und der Ukraine versöhnlich, mal rasseln sie mit den Säbeln. Was wollen sie damit bezwecken?
Der ukrainische Präsident Poroschenko schließt nun auch direkte Gespräche mit gemäßigten Separatisten im Osten des Landes nicht mehr aus. Die von ihm ausgerufene Waffenruhe allerdings ist brüchig.
Der ukrainische Präsident hat eine Feuerpause verkündet, damit „Terroristen ihre Waffen niederlegen können“. Der Kreml kritisiert den Erlass als „unzureichend“. Die prorussischen Separatisten glauben der Ankündigung nicht.
Der ukrainische Präsident Poroschenko arbeitet an einem Friedensplan, doch die Gefechte zwischen Regierungstruppen und Separatisten sind so heftig wie kaum zuvor. Kiew spricht von 300 toten Rebellen in der Ostukraine.
Der ukrainische Präsident Poroschenko kündigt einen einseitigen Waffenstillstand an und stellt Separatisten eine Amnestie in Aussicht. Zuvor hatte Poroschenko mit Putin und Kanzlerin Merkel über seinen Friedensplan telefoniert.
Der russische Staatskonzern Gasprom macht seine Drohungen ernst und liefert kein Gas mehr an die Ukraine. Das Land dürfte dies in den nächsten Monaten jedoch gelassen hinnehmen, denn es hat einen Trumpf.
Die Verhandlungen über die Gaslieferungen sind eine weitere Front im Kampf Moskaus gegen die ukrainische Demokratiebewegung. Die Unterstützung der EU für die Ukraine im Gasstreit ist richtig, darf aber kein Freibrief für die neue Führung in Kiew sein.
Das Ultimatum ist abgelaufen. Russland hat nach ukrainischer Darstellung seine Gaslieferungen an das Nachbarland eingestellt. Beide Seiten wollen nun das internationale Schiedsgericht in Stockholm einschalten.
Die Ukraine hat der 49 Toten beim Abschuss eines Militärflugzeugs mit einem Tag der Trauer gedacht. Präsident Poroschenko sagte, die Separatisten würden für den „zynischen Terrorakt“ teuer zahlen.
Nach dem Abschuss eines Militärflugzeugs bei Luhansk ist es in Kiew zu Ausschreitungen vor der russischen Botschaft gekommen. Die Beratungen beider Länder um einen Ausweg aus dem jüngsten Gasstreit bringen keine Lösung.