Das Kreuz provoziert
Die Hinrichtung Jesu war unfassbar grausam und demütigend. Für die Römer nur eine Fußnote in der Geschichte, blieb sie ein Stachel im Fleisch der Christen – bis zum heutigen Tage.
Die Hinrichtung Jesu war unfassbar grausam und demütigend. Für die Römer nur eine Fußnote in der Geschichte, blieb sie ein Stachel im Fleisch der Christen – bis zum heutigen Tage.
Eine Darbietung des Leidens Jesu im süditalienischen Marsala ist im Eklat geendet. Gemeinsam mit Hirten, Lämmern und Eseln brachen die Apostel aufgrund künstlerischer Differenzen erbost das Schauspiel ab.
Osterzeit ist Reisezeit, entsprechend viel Verkehr erwartet der ADAC über die Feiertage auf Deutschlands Autobahnen. Ein Überblick, wann und wo es wohl besonders langsam vorwärts gehen wird.
Die Feierlichkeiten zum Osterfest im Vatikan beginnen am Gründonnerstag an einem ungewöhnlichen Ort: im Gefängnis. Anschließend hat Papst Franziskus ein volles Programm.
Am Mittwoch will die Blockupy-Bewegung Frankfurt lahmlegen. Die Polizei baut die Europäische Zentralbank, deren neue Zentrale dann offiziell eröffnet wird, zur Festung aus. Mit Rebellion kennt sich die Main-Metropole aus – die Stadt blickt auf eine aufrührerische Vergangenheit zurück.
Der beliebte Bischof der papsttreuen „Untergrundkirche“ Cosma Shi Enxiang ist 14 Jahre nach seiner Verhaftung für tot erklärt worden. Seine Todesnachricht macht auf die weiterhin prekäre Lage der illegalisierten Katholiken in China aufmerksam.
Mit dem Karfreitagsabkommen 1998 kehrte in Nordirland weitgehend Ruhe ein. Nun erinnert ein Mord ausgerechnet am symbolträchtigen Karfreitag daran, dass der Friedensprozess noch nicht beendet ist. Am Samstag gab es eine erste Festnahme.
Zum Todestag Jesu treiben jedes Jahr Katholiken auf den Philippinen ihre Selbstgeißelung auf die Spitze. Sie lassen sich kreuzigen.
Gute Nachrichten für Arbeitnehmer: Alle beweglichen Feiertage fallen in diesem Jahr auf Werktage und können durch Brückentage zu einem kleinen Urlaub verlängert werden.
In Syrien wird noch das Aramäische, die Sprache Jesu, gesprochen, doch fürchten jetzt viele syrische Christen, von der politischen Krise zerrieben zu werden. Ein Appell zum Dableiben.
In seiner Osterbotschaft hat der neue Papst Frieden für die ganze Welt und einen neuen Geist der Versöhnung verlangt. Franziskus feierte mit Hunderttausenden Gläubigen auf dem Petersplatz die Ostermesse und spendet den Segen „Urbi et Orbi“.
Die Forderung des Zentralrats der Muslime, zwei islamische Festtage in den Rang nichtgesetzlicher Feiertage zu erheben, trifft den Geist der Zeit. Demselben Geist der Zeit entspricht es freilich auch, die negative Religionsfreiheit stärker zu gewichten als die positive.
Die Frage, warum Gott so viel Leid zulässt, wird seit Menschengedenken gestellt. Eine überzeugende Antwort auf darauf gibt es letztlich nicht. Zumindest keine theoretische, „von außen“ gegebene.
Am Heiligen Abend sind die Bühnen der Republik verrammelt, jedoch am Tag der Kreuzigung wird ohne Unterlass Theater gespielt. Ein paar ketzerische Karfreitagsgedanken.
Zu Ostern zieht die prächtig geschmückte Statue der Macarena wieder durch die Straßen Sevillas. Das Madonnenbildnis aus der Basilika der Stadt entflammt die Sinne Hunderttausender.
Zu Ostern wandern auf Korsika Bruderschaften durch Altstadtgassen, Schwerverbrecher in Ketten tragen Kreuze, und Prediger wettern gegen den Unglauben - ein Inselrundgang.
Um den gesetzlichen Schutz des Karfreitags gibt es in diesem Jahr in Frankfurt offensichtlich kaum Streit. Vor zwei Jahren wurden noch gegen das Tanzverbot demonstriert.
Eine Tanzveranstaltung muss auch an Karfreitag erlaubt, wie ein Mitglied der Piratenpartei meint. Deshalb hat er gegen das Verbot einer „Tanzdemo“ in Gießen geklagt - aber nun verloren.
Papst Benedikt XVI. hat auf dem römischen Petersplatz seine Osterbotschaft verkündet und den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ gespendet. Mit Blick auf die Lage in Syrien forderte der Papst ein Ende des Blutvergießens.
Der evangelische Kirchenpräsident Volker Jung möchte, dass die Bedeutung der Feiertage wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung gelangt.
Der Konsens über die Feiertagskultur schwindet. Der Dissens wird an seine Stelle treten.
Der Verwaltungsgerichtshof überstimmt das Verwaltungsgericht Wiesbaden und verbietet eine Protestaktion der Grünen gegen das Tanzverbot an Karfreitag. Auch Gießen und Frankfurt bestätigen Verbote.
Die Nicolaigemeinde wirbt für den Karfreitag und schilt die Piratenpartei.
Eppertshausen probt für die dritten Passionsspiele am Karfreitag. Die Schauspieler üben bis zur letzten Minute.
Was bleibt von dem Besuch des Papstes in Mexiko? Den Dissidenten blieb er jedes Wort der Anerkennung und Ermutigung schuldig. Stattdessen stärkte er jenen Kräften den Rücken, die an einer Kirche im und von Gnaden des Kommunismus gefallen finden.
Papst Benedikt XVI. hält zum Abschluss seiner Mittelamerika-Reise vor Hunderttausenden Gläubigen eine feierliche Messe in Havanna. Am Abend trifft er den früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro.
Nach Protesten an Karfreitag vor einem Jahr wird in Hessen über das Feiertagsgesetz diskutiert. Die evangelische Kirche ist gesprächsbereit und fordert einheitlichere Regeln in Deutschland.
In der Diskussion um das Tanzverbot an den Kar- und Ostertagen setzt die Stadt Frankfurt auf die Kooperation der Diskotheken-Betreiber. Nun soll nur noch bei Beschwerden eingegriffen werden.
Die Eintracht spielt am Totensonntag - und verstößt gegen das Feiertagsgesetz. Nun tut sie Buße, weil die Grünen sie angeschwärzt haben. Die verfolgen damit aber einen bestimmten Zweck.
Landesbischof Ralf Meister spricht über die Bücher seiner Vorgängerin Kässmann, die Verflachung der Religion, die Politisierung von Predigten und typische Journalistenfragen.