Operation Kriegsquelle
Auf der türkischen Seite der Grenze zu Nordsyrien ist der Jubel über den Einmarsch der Armee Erdogans groß. Auf der syrischen Seite weiß niemand, was ihn erwartet.
Auf der türkischen Seite der Grenze zu Nordsyrien ist der Jubel über den Einmarsch der Armee Erdogans groß. Auf der syrischen Seite weiß niemand, was ihn erwartet.
Die Übereinkunft zwischen Erdogan und Pence hat die Türkei ihren Zielen in Nordsyrien nähergebracht. Dass die Kurden das Abkommen mittragen, ist jedoch zweifelhaft.
In Afghanistan sind am Freitag mindestens 62 Menschen bei einem Anschlag auf eine Moschee getötet worden. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat.
Trump zieht aus Syrien ab und überlässt das Krisenland den Russen. Ob Erdogan seine Ziele erreicht, ist noch nicht klar. Aber zwei Sieger dürften schon feststehen. Von unseren F.A.Z.-Woche-Korrespondenten und -Autoren.
Der Einmarsch der Türkei in Syrien beherrscht die öffentliche und politische Debatte auch in Deutschland. „Wie machtlos ist Europa?“ fragte Maybrit Illner ihre Gäste und erhielt eine nüchterne Bestandsaufnahme der deutschen Außenpolitik.
Syrien, Ukraine – und die eigene Partei: Donald Trump kämpft an mehreren Fronten. Das geht an die Substanz des amerikanischen Präsidenten. Das zeigt auch der heftige Streit mit Nancy Pelosi. Unterdessen verschärft sich die Konfrontation mit dem Kongress.
Auf der Suche nach einer Lösung im Nordsyrien-Konflikt ist der amerikanische Vizepräsident in die Türkei gereist. Das Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan fand in äußerst angespannter Atmosphäre statt.
Die Demokraten haben ein Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten abgebrochen, weil Donald Trump die „Sprecherin“ des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi beleidigt haben soll. Der Präsident legte auf Twitter noch nach.
Islamistische Attentate wie in Paris zeigen einen neuen Tätertyp. An die Stelle einzelner Terrororganisationen scheinen Netzwerke getreten zu sein, die den kulturellen Bruch predigen und radikale Taten provozieren. Ein Gastbeitrag.
Die Kurden und ihre Verbündeten haben den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ vorerst als beendet erklärt. International besteht die Befürchtung, dass die türkische Intervention den Dschihadisten in kurdischer Haft die Möglichkeit zur Flucht gibt.
Die mutmaßliche Dschihadistin Sarah O. muss sich vor dem OLG Düsseldorf verantworten. Eigentlich hätte der Prozess viele Erkenntnisse zur Frauenrolle im IS liefern können. Nun wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen.
Präsident Erdogan führt in Syrien einen Feldzug gegen die Kurden. Kritik aus dem Ausland und Sanktionen nimmt er in Kauf. Um seine Macht zu erhalten, muss er die öffentliche Wahrnehmung in der Türkei verbiegen. Wie lange hält das vor?
688 Islamisten werden von den Sicherheitsbehörden als besonders gefährlich eingestuft. Vor einem halben Jahr waren es noch 60 mehr. Angesichts der Situation in Nordsyrien könnte sich der Trend aber schnell umkehren.
Sie lebte im beschaulichen Konstanz und war eine gute Schülerin. Dann machte sich die 15 Jahre alte Gymnasiastin auf den Weg zum „Islamischen Staat“ in Syrien – nun steht sie vor Gericht.
Russlands Präsident ist die Spinne im Netz der Konflikte des Nahen Ostens. Sein Triumph hat auch damit zu tun, dass die Amerikaner ihn in Syrien lange Zeit gewähren ließen.
Vier Frauen wollten nach Überzeugung eines Pariser Gerichts vor drei Jahren ein „Blutbad“ in Paris anrichten. Der Anschlag scheiterte jedoch und drei der Islamistinnen müssen nun für mindestens 20 Jahre hinter Gitter.
Bedrängt durch die türkische Offensive schließen die Kurden einen Pakt mit Assad. Dabei wissen sie, dass dem syrischen Regime nicht zu trauen ist. Der Konflikt wird noch unübersichtlicher und explosiver.
Sollte Syrien zurückschlagen, würde der Beistandspakt die weiteren Nato-Länder in den Krieg hineinziehen. Die syrische Armee soll als Reaktion auf die Offensive der Türkei entlang der Grenze Stellung beziehen.
Türkische Hilfstruppen, die in Syrien eingefallen sind, begehen Greueltaten und schüren Chaos. Das nutzt auch dem „Islamischen Staat“. Amerika wirkt hilflos.
Der amerikanische Verteidigungsminister Esper begründet die Verlegung nach Süden mit der Gefahr, zwischen die Fronten zu geraten. Kanzlerin Merkel fordert derweil von der Türkei ein umgehendes Ende der Operation.
Der türkische Krieg hat in nur drei Tagen Zehntausende zur Flucht getrieben. Möglich gemacht hat ihn Trump, der seine kurdischen Bündnispartner fallen ließ. Das kann sich noch rächen.
Während die amerikanische Regierung harte Sanktionen gegen die Türkei vorbereitet, stoppt die Niederlande ihre Waffenexporte in das Kriegsland. Die Türkei selbst fordert von der Nato Solidarität ein.
Nachdem er der Türkei zunächst mit Sanktionen gedroht hatte, bietet Donald Trump sein Land als möglichen Vermittler zwischen den Kampfgegnern an. Die Türkei verlangt derweil Solidarität von seinen Nato-Bündnispartnern.
Im amerikanischen Kongress regt sich massiver Widerstand gegen Trumps Umgang mit der türkischen Militäroffensive. Auch Europa zeigt sich besorgt – und setzt auf diplomatische Initiativen.
In der Türkei ist die Begeisterung für den Feldzug in Syrien groß, Kritik wird unterdrückt. Außenpolitisch und militärisch birgt die Operation aber Risiken.
Der Einsatz der Bundeswehr in Syrien gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ stütze sich auf die EU-Beistandsklausel und sei legitim, entschieden die Karlsruher Richter. Die Linksfraktion im Bundestag unterlag damit mit ihrer Klage.
Den Truppenabzug aus Syrien hat Donald Trump mit einem gewagten historischen Vergleich begründet. Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten erntet auch unter Republikanern massive Kritik.
Der mit verbündeten syrischen Rebellen gestartete Einsatz richte sich gegen die kurdische YPG-Miliz und die radikal-islamische IS-Miliz. Präsident Erdogan will die Entstehung eines „Terror-Korridors“ an der südlichen Grenze der Türkei verhindern.
Die türkischen Streitkräfte beginnen mit Tausenden Kämpfern ihre Militäroperation in Nordsyrien. Die kurdische Autonomieregion Rojava ruft die Generalmobilmachung aus.
Zum ersten Mal äußern sich Vertreter der syrischen Regierung zu einer möglichen türkischen Offensive. Man werde keine Besetzung „syrischer Erde“ akzeptieren, heißt es. Gleichzeitig sendet Damaskus einen Appell an die Kurden.
Trump will die türkische Wirtschaft auslöschen, Erdogan Siedlungsraum erobern. Was sonst noch wichtig ist, steht im F.A.Z.-Sprinter.
In einem Telefonat überzeugt Erdogan Trump, sich aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen. Den Kurden dort droht eine Massenvertreibung – und danach will Ankara Flüchtlinge ansiedeln.
Die Vereinten Nationen und die EU warnen vor einer türkischen Invasion in Syrien. Der amerikanische Senat will offenbar Sanktionen beschließen. Präsident Trump reagiert, indem er Ankara eine Grenze setzt – die aber schwammig bleibt.
Die ersten Anzeichen der Radikalisierung werden gern übersehen. Der französische Rechtsstaat erweist sich als wenig wehrhaft, wenn es darum geht, die Menschen vor dem Einfluss salafistischer Fanatiker zu schützen.
Der amerikanische Präsident rechtfertigt in einer Kaskade von Tweets, warum er der türkischen Offensive in Syrien nichts entgegen setzt. Die kurdischen Rebellen sprechen von einem „Dolchstoß“.
Erdogans Militäroperation wird Syrien weiter destabilisieren und zu einer gewaltigen ethnischen „Säuberung“ führen. IS-Kämpfer könnten aus kurdischen Gefängnissen freikommen und sich nach Europa absetzen. Eine Analyse.