Der Playboy geht von Bord
Saad Hariri ist der erste Pate des libanesischen Machtkartells, der in der Krise das Handtuch wirft. Andere zeigen sich weniger skrupulös. Doch das Vakuum, das Hariri hinterlässt, könnte gefährlich werden.
Saad Hariri ist der erste Pate des libanesischen Machtkartells, der in der Krise das Handtuch wirft. Andere zeigen sich weniger skrupulös. Doch das Vakuum, das Hariri hinterlässt, könnte gefährlich werden.
Allein 2020 wurden Captagon-Pillen aus Syrien im Wert von knapp drei Milliarden Dollar beschlagnahmt. Die Assads sollen an dem Drogengeschäft beteiligt sein.
Der Deutschen Welle wird vorgehalten, Mitarbeiter und Partnersender verbreiteten Antisemitismus. Der Sender prüft. Was sagt Intendant Peter Limbourg?
Der libanesische Sender Al Jadeed TV, Partnersender der Deutsche Welle, soll israelfeindliche Inhalte gesendet haben. Die DW zeigt sich irritiert über die Berichterstattung – räumt aber auch mögliche Versäumnisse ein.
Israel will eine Atommacht Iran verhindern und das Land regional eindämmen. Beides erhöht das Risiko einer umfassenden bewaffneten Konfrontation.
Beirut wurde von Gefechten erschüttert, wie sie die Stadt lange nicht mehr erlebt hat. Nun wächst die Sorge vor einem neuerlichen Bürgerkrieg. Unterwegs in einer Stadt, die auf das nächste Unheil wartet.
In Beirut ist es zu den heftigsten Gefechten seit langem gekommen. Vieles spricht dafür, dass ein Machtkampf um die Ermittlungen wegen der Explosion im Hafen von Beirut im August 2020 dahinter steht. Droht ein neuer Bürgerkrieg?
Die Schiitenmiliz Hizbullah feuerte am Freitag abermals Raketen auf Israel ab. Offiziell will keine der Konfliktparteien den Krieg. Eine Eskalation ist nach den jüngsten Vorfällen aber nicht auszuschließen.
Im Libanon müssen Menschen oft stundenlang warten, um kleine Mengen an Benzin zu kaufen. Die einflussreiche Hizbullah sieht darin eine Demütigung – und will sich deshalb über die Iran-Sanktionen der USA hinwegsetzen.
Der libanesische Karikaturist Bernard Hage hat sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht, auch international. Nun steht er kurz vor dem Absprung nach Berlin.
Iran und seine arabischen Verbündeten wollen die Hamas stärker an ihre „Achse des Widerstands“ binden. Im Gazastreifen aber zögert man. Die meisten Palästinenser hegen keine Nähe zum Regime in Teheran.
Am Mittwochmorgen hat es in sieben Bundesländern Razzien bei Vereinen gegeben, die Geld für die libanesische Hizbullah gesammelt haben sollen. Bundesinnenminister Seehofer hat die drei Organisationen verboten.
Die Hizbullah beteuert, dass sie von ihren Stützpunkten im Süden Libanons aus keinen Krieg mit Israel beabsichtigt. Doch die schiitische Miliz provoziert und beobachtet, wie sich Israel unter Raketenbeschuss verhält.
Die arabischen Länder kritisieren das israelische Vorgehen gegen Palästinenser in Jerusalem. Aber für die Hamas haben einige von ihnen nicht viel übrig. Ihr Verhältnis zu Israel ist dagegen gut.
Für das syrische Regime ist der Drogenschmuggel zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Nachbarländer sind alarmiert, und auch in der Bevölkerung regt sich Unmut.
Eine junge Israelin war der Auslöser für seltene Verhandlungen zwischen Syrien, Israel und Russland. Ihre Rückkehr aus dem verfeindeten Nachbarland in die Heimat kam erst nach einigen Hindernissen zustande – und dank Putin.
Im Libanon wurde der Publizist Lokman Slim erschossen. Viele sind überzeugt, schon zu wissen, wer hinter der Tat steckt. Denn Slim verkörperte alles, was die Hizbullah ablehnt – und er lebte und arbeitete mitten in ihrem Herrschaftsgebiet.
Viele Maroniten im Libanon sehen die christliche Prägung des Landes bedroht. Die Explosion im Hafen im Sommer hat die Ängste noch verstärkt. Wir sind bereit, heißt es nun von manchen. Aber wofür?
Iran greift Venezuela mit Treibstofflieferungen unter die Arme. Die beiden Staaten, die von Amerika mit Sanktionen belegt sind, schließen sich immer enger zusammen – und Venezuela wird zur Drehscheibe für illegale Aktivitäten.
Offiziell befinden sich Israel und der Libanon im Kriegszustand. Den Eindruck einer Annäherung wollen sie tunlichst vermeiden – dennoch verhandeln sie nun über ihre umstrittene Seegrenze.
Beide Seiten haben sich auf Gespräche zur Beilegung des Streits über die gemeinsame Seegrenze geeinigt. Es könnten die ersten diplomatischen Verhandlungen seit drei Jahrzehnten werden.
Nur ein Mitglied der Hizbullah ist für den Mord am früheren libanesischen Ministerpräsidenten Hariri schuldig gesprochen worden. Doch das Urteil ist ein Fingerzeig auf die Schiitenmiliz.
Im Prozess zum Anschlag auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri verurteilten die Richter einen der vier Angeklagten. Das Gericht fand „keine Beweise“ für eine Beteiligung der Hizbullah-Führung.
Vor fünfzehn Jahren wurde der vormalige libanesische Ministerpräsident Rafik Hariri durch eine Bombe getötet. Die Täter blieben bisher unbehelligt. Nun spricht das UN-Tribunal seine Urteile.
Kein Wort der Entschuldigung: Der Beiruter Videokünstler und Kurator Akram Zaatari hat bei der fatalen Explosion Bekannte verloren. Ein Gespräch über Wut und ihre Folgen.
Libanons Regierung ist Geschichte. Doch in Beirut brodelt es nach der gewaltigen Explosion weiter: Demonstranten versuchten, eine Absperrung zum Parlament zu überwinden. Die Polizei setzte Tränengas ein.
Seit vielen Jahren plündert eine korrupte politische Klasse ungestört den Libanon aus. Auch der Rücktritt der derzeitigen Regierung wird daran nichts ändern. Selbst Todfeinde verbünden sich für den Machterhalt.
Das revolutionäre Moment eines Neubeginns liegt in der Luft. Denn die politische Führung hat das allerletzte Vertrauen verspielt. Doch es lauern Gefahren, und Hindernisse versperren den Weg.
Die Explosion im Hafen von Beirut geht wohl auf einen nachlässigen Umgang mit gefährlichen Substanzen zurück. Schon früher machten Milizen Geld damit, dass sie Giftmüll dort lagerten. Auch deutsche Unternehmen mischten mit.
Nach der Explosion im Hafen von Beirut mit mehr als 100 Toten und Tausenden Verletzten sind die Helfer überfordert. „Die Verantwortlichen werden den Preis bezahlen“, verspricht Ministerpräsident Diab. Viele glauben ihm nicht.
Eine gewaltige Explosion in Beirut fordert zahlreiche Menschenleben, mehr als 2750 Personen werden verletzt. Auslöser der Detonation war eine enorme Menge Ammoniumnitrat, die ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Hafenlager aufbewahrt wurde.
Kein Ende in Sicht: Fünfzig Prozent der Libanesen leben schon unterhalb der Armutsgrenze – ein Ende ist nicht ins Sicht. Im Interview spricht der Schriftsteller Elias Khoury über Krise und Kultur in seinem Heimatland.
Immer wieder eskaliert die Lage an der libanesisch-israelischen Grenze. Aber eigentlich haben weder Israel noch die Hizbullah Interesse an einem Krieg. Netanjahu warnt die Miliz: Sie spiele mit dem Feuer.