Gift und Feind
Der Giftmordanschlag auf Aleksej Nawalnyj zeigt, wie düster die Aussichten für die russische Demokratie sind. Auch weil Nawalnyj nicht die liberale Alternative ist, als die man ihn im Ausland gerne sieht.
Der Giftmordanschlag auf Aleksej Nawalnyj zeigt, wie düster die Aussichten für die russische Demokratie sind. Auch weil Nawalnyj nicht die liberale Alternative ist, als die man ihn im Ausland gerne sieht.
Die Vereinigten Arabische Emirate haben mit ihrem Modernisierungskurs den Nahen und Mittleren Osten verändert. Frauen werden gefördert, Religion soll Privatsache sein. Und Kronprinz Muhammad Bin Zayed baut seinen Einfluss weiter aus.
In Beirut macht sich Resignation breit. Nichts wendet sich zum Besseren. Und alles, was über die Explosion im Hafen bekannt wird, zeigt, dass die Mächtigen kein Interesse daran hatten, die Bevölkerung zu schützen.
Mit Universitäten in Amsterdam beginnt der chinesische Konzern eine IT-Kooperation. Dahinter steckt eine langfristige Strategie. Erste Politiker warnen schon.
Monatelang weigerte Iran sich, Inspektionen der IAEA an zwei Orten zuzulassen, an denen geheime nukleare Aktivitäten stattgefunden haben sollen. Dass es jetzt eine Einigung gab, hängt wohl auch mit einem Rückschlag für Washington im Sicherheitsrat zusammen.
Das Verhalten der Sicherheitskräfte in Belarus ist entscheidend. Noch halten sie Präsident Lukaschenka bei den Einsätzen gegen die Demonstranten die Treue. Doch wird das so bleiben?
Nach Airbnb und Ant Financial kündigt nun auch der Datenanalyst Palantir seinen Börsengang an. Wie können Kleinanleger davon profitieren?
Hilfsorganisationen und Diplomaten verlassen Nordkorea – wegen der Corona-Pandemie und der Verhinderung ihrer Arbeit. Dadurch verliert der Westen wichtige Einblicke in das kommunistische Land.
Zerschossene Wirklichkeiten, durchkreuztes Tempo, Filmklassik und sehr schöne Männer: Christopher Nolans neuer Film „Tenet“ läuft im Kino an.
Das auf Diskretion bedachte Big-Data-Unternehmen arbeitet etwa für Geheimdienste oder Hessens Polizei und will jetzt Aktien direkt an der Börse plazieren. Schafft dieser Schritt in die Öffentlichkeit mehr Transparenz?
Polen lässt den neuen deutschen Botschafter ungewöhnlich lange auf die Einwilligung warten. Liegt es an der Familiengeschichte des Diplomaten – oder bringt Kaczynski seinen Unmut über kritische Medien in deutschem Besitz zum Ausdruck?
Nach Auffassung der Charité wurde der führende russische Oppositionelle Nawalnyj vergiftet. Moskau blockt ab. Putin könne sich nicht um alles kümmern.
War König Ludwig II. wirklich Mörder und Selbstmörder? Die Guglmänner wollen ihn rehabilitieren. Die Wurzeln des Geheimbunds reichen zurück ins 12. Jahrhundert – und sie sind bis heute aktiv, um den „König aller Könige“ zu ehren.
Donald Trump stellte einen positiven Parteitag seiner Republikaner in Aussicht. Stattdessen zeichnen die Redner ein düsteres Szenario für den Fall eines Sieges der Demokraten. Viel Lob gibt es dagegen für Trump – auch für sein Corona-Krisenmanagement.
Erst durch großen Druck erreicht Nawalnyjs Familie seine Verlegung nach Deutschland. In der Berliner Charité hat man Erfahrung mit ähnlichen Fällen. Immer klarer wird, wie eng der Oppositionspolitiker auf seiner Reise durch Sibirien beschattet worden ist.
Was muss zurückgegeben, was kann behalten werden? Über den Umgang mit außereuropäischen Sammlungen in deutschen Museen ist eine Diskussion entbrannt. Ein – richtig verstandenes – Humboldt-Forum könnte die Lösung sein.
Die in Frankfurt geborene Corinna zu Sayn-Wittgenstein-Sayn hatte eine Affäre mit dem früheren spanischen König – und spricht darüber jetzt in einem Interview. Mit seiner Frau habe Juan Carlos I. ein Arrangement gehabt.
Nordkoreas Machthaber überträgt seiner Schwester die Zuständigkeit für die Politik gegenüber Seoul und Washington. De facto ist Kim Yo-jong nun die zweitmächtigste Person im Land.
Der russische Oppositionelle Alexej Nawalnyj liegt nach einer außerplanmäßigen Landung in einem Krankenhaus in Sibirien im Koma. Nach Angaben seiner Sprecherin hat er womöglich einen vergifteten Tee getrunken. Sein Leben ist in Gefahr.
Nach Tagen zunehmender Ohnmacht geht Präsident Lukaschenka in die Gegenoffensive. Die „Unruhen“ in Belarus sollen unterdrückt werden. Mit Hilfe Moskaus?
Donald Trump pflegt den Vorwurf, es habe enge Kontakte zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben, als „ großen Schwindel“ abzutun. Aber jetzt hat der von seiner eigenen Partei dominierte Senat einen Bericht vorgelegt, der für Trump sehr unangenehm ist.
Afghanistan will vorerst keine weiteren Taliban-Häftlinge freilassen – erst sollen die Aufständischen Forderungen erfüllen. In Kabul schlagen am Unabhängigkeitstag Raketen ein.
Vor fünfzehn Jahren wurde der vormalige libanesische Ministerpräsident Rafik Hariri durch eine Bombe getötet. Die Täter blieben bisher unbehelligt. Nun spricht das UN-Tribunal seine Urteile.
Der Angeklagte hat 1982 angefangen für die CIA zu arbeiten und soll chinesischen Geheimdienstmitarbeitern vertrauliche Dokumente zugespielt haben. Wieso er erst jetzt festgenommen wurde, ist unklar.
Lukaschenkas Herrschaft gerät immer stärker ins Wanken. Der Machthaber versucht, weiter die Rolle des Arbeiterfreundes zu spielen – demontiert sich bei seinen Auftritten aber selbst. Angst herrscht vor einem Eingreifen Russlands.
Der belarussische Machthaber verlegt Soldaten in den Westen des Landes. Er wolle nicht ruhig zusehen, was in den Gebieten geschehe. Eine Solidaritätsaktion für die Proteste soll gestoppt werden.
Für den Kreml ist die Lage in Belarus ambivalent – das zeigen auch die Reaktionen aus Moskau. Die große Frage ist, was Putin macht, wenn Lukaschenka ernstlich gefährdet ist.
Unabhängige Journalisten sind die wichtigste Quelle für Nachrichten über die Proteste in Belarus. Deswegen verfolgt Lukaschenka unliebsame Berichterstatter mit voller Härte.
Massud M. soll als Generalsekretär der Österreichisch-Iranischen Gesellschaft spioniert haben. Auch für den israelischen Geheimdienst Mossad habe er Informationen gesammelt, sagte ein iranischer Justizsprecher.
Offenkundig unter großem Druck des Regimes hat Swetlana Tichanowskaja Belarus verlassen. Lukaschenka scheint nicht davor zurückzuschrecken, Familie, Freunde und Mitarbeiter seiner Gegner zu bedrohen.
Bei Protesten in Belarus sind Sicherheitskräfte neuerlich mit Blendgranaten und Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Ein Mensch starb. Der Geheimdienst behauptet derweil, einen Angriff auf das Leben von Lukaschenkas Gegnerin verhindert zu haben.
Im Fall Wirecard führt eine Spur zu russischen Agenten, aber BND und Verfassungsschutz haben nichts bemerkt. Dabei gab es Grund zum Argwohn.
Der Umgang des amerikanischen Präsidenten mit der chinesischen Videoplattform Tiktok verärgert Peking schwer. Er muss aber auch alte Freunde verunsichern: Was hindert Trump eigentlich daran, Daimler oder VW die Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Staaten zu untersagen?
Seit dem Kollaps des Dax-Konzerns Wirecard weisen mehrere Spuren nach Russland. Die deutschen Nachrichtendienste haben nichts bemerkt. Jetzt zeigen sie mit dem Finger aufeinander.
Amerikas Spionageabwehr rechnet mit Versuchen ausländischer Einflussnahme auf die Präsidentenwahl in wenigen Monaten. Die Interessen der großen Rivalen scheinen allerdings nicht deckungsgleich.
Apps, Smartphones, Cloud-Dienste und mehr: Washington will chinesische Computertechnik umfassend einschränken. Und sendet eine klare Botschaft auch an Europa.