Was die Absage des CDU-Parteitags bedeutet
Mit seiner Äußerung geht Friedrich Merz bewusst auf Konfrontation zu den anderen Kandidaten um den Parteivorsitz. Dafür spielt der neue Zeitplan einem anderen in die Hände.
Mit seiner Äußerung geht Friedrich Merz bewusst auf Konfrontation zu den anderen Kandidaten um den Parteivorsitz. Dafür spielt der neue Zeitplan einem anderen in die Hände.
Der Parteitag solle im neuen Jahr idealerweise in Präsenz stattfinden, teilte Generalsekretär Paul Ziemiak mit. Vor allem Friedrich Merz ist mit der Verschiebung nicht zufrieden. „Erhebliche Teile des CDU-Establishments“ seien offenbar gegen ihn, sagt er.
Die Verschiebung des CDU-Parteitags verschiebt auch die Perspektiven der Bewerber um den Parteivorsitz. Wirklich gestärkt hat sie aber keinen der drei. Aber vielleicht einen Vierten.
In seinem Essay für die F.A.Z. übt Friedrich Merz Kritik am Krisenmanagement der Kanzlerin. Das Vertrauen in die CDU sei zwar hoch, aber Merkels Politik könne „die Risiken für den Eintritt weiterer Krisen“ ungewollt erhöht haben.
In der CDU-Parteispitze ist ein wahrer Machtkampf entbrannt, nun wird der Parteitag wohl doch verschoben. In Belarus ruft die Opposition zu einem Generalstreik aus. Was sonst wichtig wird, lesen Sie im F.A.Z. Newsletter für Deutschland.
Angesichts der ansteigenden Corona-Fallzahlen, werden die Rufe auch innerhalb der CDU lauter, den Parteitag samt Wahl des neuen Vorsitzenden zu verschieben. Einige Politiker halten das für die schlechtere Lösung und schlagen ungewöhnliche Alternativen vor.
Zumindest die CDU-Mitglieder haben bei der Frage, wer Parteivorsitzender werden soll, eine klare Präferenz. Die Frage, wie und ob der Parteitag im Dezember stattfinden kann, ist derweil noch offen.
Die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz sind erstmals in einer direkten Debatte aufeinander getroffen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen präsentierten sich bei einer größtenteils digitalen Veranstaltung der Jungen Union (JU).
Die Junge Union lädt die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz zu einem Wettstreit ein. Der Umgang ist freundlich und sachlich. Gut für zwei, die nicht dabei waren.
Gesundheitsminister Jens Spahn tritt gar nicht an, doch die meisten Teilnehmer einer Umfrage sähen ihn am liebsten an der CDU-Spitze. Als möglichen Nachfolger von Kanzlerin Merkel hätten sie aber lieber einen Bayern.
Seine Rolle im Kampf gegen Corona hat den Unionspolitiker Helge Braun bekannt gemacht. Neuerdings wird er als möglicher Nachfolger des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier gehandelt. Will er das überhaupt?
Auch der Machtkampf in der CDU um die künftige Führung wird stark von Corona beeinflusst. Blick auf einen ganz besonderen Wahlkampf.
Die drei Bewerber um den CDU-Vorsitz unterscheiden sich kaum. Deshalb bringen gemeinsame Auftritte wenig. Und es könnte sich ein anderer fataler Eindruck festsetzen.
Erstmals seit dem Start der Corona-Einschränkungen traten die drei Bewerber um den CDU-Vorsitz, Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen, auf einer gemeinsamen Veranstaltung auf.
Zum ersten Mal treffen Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen bei ihrem Ringen um den CDU-Bundesvorsitz in der Realwelt aufeinander – bei der Jungen Union in Nordrhein-Westfalen.
Die CDU ist in einer Verfassung, die sie nur aus Zeiten kennt, als sie in der Opposition war. Sie sollte nicht so lange warten, bis sie tatsächlich dort landet.
Markus Söder stellt ein Buch über Armin Laschet vor – und stichelt in alle Richtungen. Bei der K-Frage lässt er sich auch am Mittwoch eine Hintertür offen.
Im Schwäbischen Wald schlägt Friedrich Merz die Begeisterung entgegen, die ihm in Berlin zuletzt verwehrt blieb. Er ist geschmeichelt – und lobt die Grünen so unverhohlen, dass man es als Werbung für ein Bündnis in Berlin verstehen muss.
Ruth Bader Ginsburg +++ Ludwig-Erhard-Stiftung +++ Ökumenischer Kirchentag
Vielerorts rücken die Grünen der CDU auf die Pelle oder überholen sie gar – auch in Hamburg. Der 35 Jahre alte Christoph Ploß ist dort der neue CDU-Vorsitzende. Im Interview lehnt er eine Frauenquote in seiner Partei ab – und lobt Friedrich Merz.
Gut zwei Monate vor dem Stuttgarter Parteitag beunruhigt das Ringen um den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur die Union zusehends – die Zahl der offenen Fragen wächst.
Kurz vor dem Treffen der CDU-Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer mit den Kandidaten Merz, Röttgen und Laschet wirbt die CDU-Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, für Merz. Der CDU im Südwesten empfiehlt sie Demut.
Im Konrad-Adenauer-Haus wird heute um den CDU-Vorsitz gestritten, Bonn und Aachen werden künftig grün regiert und die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll dauert an. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Der CSU-Chef erklärt den Delegierten ausführlich seine Corona-Politik und gibt sich dabei demonstrativ sprachsensibel. Eine zentrale Rolle bei der Inszenierung spielt eine Tasse – mit „Game of Thrones“-Motto.
Zwei Politiker haben Sätze gesagt, die für Ärger sorgen. Und lavieren dann herum. Das macht die Sache nur noch ärgerlicher.
Eine Zumutung ist es, das Corona-Virus. Aber gewiss keine demokratische.
Der SPD-Kanzlerkandidat kritisiert den Kandidaten für den CDU-Vorsitz nach dessen Kritik an Lehrern in der Corona-Pandemie und Kurzarbeit. Und äußert sich auch zu Nord Stream.
Die sexuelle Orientierung ist für CDU-Politiker Friedrich Merz eine Privatsache. Außer wenn es Kinder betrifft. Dann sei für ihn eine Grenze erreicht, und zwar eine „absolute“.
Deutlich mehr Beschäftigte müssen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, erklärt der CDU-Politiker. Das gelte insbesondere für Lehrkräfte. Scharfe Kritik an seinen Äußerungen kommt von der SPD und der Linken.
Die großen CDU-Landesverbände haben ein gewichtiges Wort mitzureden in der Frage, wer CDU-Vorsitzender und womöglich auch Kanzlerkandidat wird. Unsere Korrespondenten haben nachgefragt, wie sie sich positionieren.
Einen klaren Erfolg können eigentlich nur die Grünen in den Wahlergebnissen aus NRW sehen. Doch auch Armin Laschet meint, Rückenwind zu spüren für seine Kandidatur um den CDU-Vorsitz.
Laschet, Röttgen oder Merz? Nicht nur die Wahl selbst ist schwierig für die CDU. Sondern auch die Organisation des dazugehörigen Parteitags. CDU-Strategen tüfteln an einem Corona-tauglichen Konzept.
Für Armin Laschet ist die Kommunalwahl eine wichtige Etappe auf dem Weg zum CDU-Vorsitz. Für die SPD ist sie ein Tiefschlag: In NRW ist sie derzeit nicht regierungsfähig.
Friedrich Merz wirft Finanzminister Scholz Verschwendung vor: „Der Finanzminister haut das Geld raus, als gäbe es kein Morgen.“ Auch fordert der CDU-Politiker von der Regierung mehr Gesprächsbereitschaft mit Corona-Demonstranten.
Bayerns Ministerpräsident hat unter den möglichen Kanzlerkandidaten der Union die größte Zustimmung in der Bevölkerung. Für Armin Laschet sind die Umfragewerte ein Desaster.
Im Umgang mit Moskau warnt der CSU-Vorsitzende Markus Söder im F.A.Z.-Interview vor „moralischem Rigorismus“ – und einem Stopp von Nord Stream 2. Es sei nicht unmoralisch, auch an Arbeitsplätze und soziale Existenzen in Deutschland zu denken.