Moskauer Motive
Der französische Präsident François Hollande drängt auf ein entschiedenes Vorgehen gegen den IS in Syrien. Der Westen und Russland sollen ihre Kräfte bündeln. Doch an Russlands Absichten gibt es Zweifel.
Der französische Präsident François Hollande drängt auf ein entschiedenes Vorgehen gegen den IS in Syrien. Der Westen und Russland sollen ihre Kräfte bündeln. Doch an Russlands Absichten gibt es Zweifel.
Es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen dem „11. September“ und dem französischen „13. November“. Auch die ersten Reaktionen und Konsequenzen auf die Anschläge in Paris sind ähnlich wie vor 14 Jahren nach dem Angriff auf Amerika.
Der amerikanische Präsident ist entschlossen: Eine Lösung in Syrien mit Diktator Assad könne es nicht geben. Zumindest nicht, so lange die „Bevölkerung in ihm einen brutalen, mörderischen Diktator sieht.“
Die Franzosen müssen sich gut überlegen, ob sie jetzt von einem Krieg gegen den IS sprechen wollen. Sie würden damit eine Menschheitsplage nobilitieren – mit unabsehbar grotesken Folgen. Ein Gastbeitrag.
Angesichts der Terroranschläge verlangt die französische Regierung von ihren europäischen Partnern striktere Kontrollen. Insbesondere die griechisch-türkische Grenze müsse besser überwacht werden
Die EU-Kommission signalisiert Frankreich nach den Terror-Anschlägen von Paris Entgegenkommen beim Staatsdefizit. Es sei klar, dass der Schutz der Bürger „absolut Vorrang“ habe.
Frankreich hat mit dem islamistischen Terror besonders zu kämpfen. Liegt das an seiner laizistischen Verfassung? Jetzt dämmert dem Land, dass es besser ist, religiöse Kräfte zu binden, statt sie zu verbannen.
Frankreich hat die EU-Staaten offiziell um militärischen Beistand beim Kampf gegen den „Islamischen Staat“ gebeten. Ein Novum. Bildet sich nun eine europäische „Koalition der Willigen“?
Erstmals in der Geschichte der EU bittet ein Land offiziell um Beistand. Deutschland will helfen. Mit der Bundeswehr.
Vor dem heutigen Treffen der EU-Verteidigungsminister fordern Amerika und Franzosen mehr Engagement im Kampf gegen den Terrorismus. Frankreich fliegt neue Angriffe auf IS-Stellungen und Belgien erhöht die Terrorwarnstufe.
Nach den Attentaten in Paris zieht Frankreich Konsequenzen: Die Regierung geht mit aller Härte gegen die Terroristen des „Islamischen Staates“ vor. Und die Ermittler finden immer mehr über die Identität der Attentäter heraus.
Alle Terroristen, die zuletzt in Frankreich Anschläge geplant oder verübt haben, waren dem französischen Geheimdienst bekannt. Jetzt fordert die Opposition Erklärungen – und Konsequenzen für die Flüchtlingspolitik.
Die Anschläge von Paris haben auch in Deutschland Fassungslosigkeit und große Bestürzung ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel trat am Samstagmorgen in Berlin vor die Presse. Innenminister de Maizière berief ein Krisentreffen ein.
Laute Explosionen während des deutsch-französischen Freundschaftsspiels sind der Anfang. Dann breitet sich der Terror über Paris aus. Eine Chronologie der Ereignisse.
Weltweit rufen Staats- und Regierungschefs zur Solidarität mit Frankreich auf. Präsident Obama will alles zu tun, um die Terroristen zur Verantwortung zu ziehen.
Deutschland spielt eine zentrale Rolle innerhalb und außerhalb Europas. Das wurde gerade in diesem Jahr deutlich. Doch das deutsche Handeln stößt auch auf Skepsis. Nicht zuletzt zeigten sich in 2015 die Chancen, aber auch die Grenzen der deutschen Außenpolitik.
Warum es Frankreich nicht gelingt, die Situation in dem von Flüchtlingen errichteten Zeltlager in Calais unter Kontrolle zu bringen – und das mitten im Wahlkampf.
Auch Frankreich tut sich schwer mit den Flüchtlingen. Der Rechnungshof bemängelt lange Bearbeitungszeiten von Anträgen, wenig Abschiebungen und hohe Kosten.
Schrittweise sollen in Frankreich die Steuervergünstigungen für Diesel entfallen - wegen Stickoxid-Belastung und Feinstaub. Die Bundesregierung verfolgt einen anderen Plan.
Die praktizierte Umverteilung in Europa zeigt derzeit vor allem eines: Misswirtschaft, Überschuldung und Vertragsbruch werden auch noch belohnt. Damit muss Schluss sein.
Wütende Demonstranten hatten die Zentrale von Air France gestürmt. Die Behörden nahmen nun sechs Verdächtige fest. Doch nicht von allen Seiten wird dieser Schritt begrüßt.
Volkswagen droht in immer mehr Ländern Ärger. Jetzt geht die Pariser Staatsanwaltschaft dem Vorwurf des schweren Betrugs nach. Und die Schweiz verhängt ab Montag ein Zulassungsverbot.
Betrügerische Software gibt es nicht nur bei Volkswagen. In Frankreich sind auch manche Kassen von Einzelhändlern und Gastronomen manipuliert.
Volkswagen droht im Abgasskandal noch mehr Ärger: Spanien will gezahlte Subventionen für schadstoffarme Autos zurückverlangen. Auch Frankreich denkt darüber nach.
Die Autoindustrie in Deutschland will nicht in den VW-Skandal hineingezogen werden. Derweil fordern Verbraucherschützer Schadensersatz - und das Ausland reagiert empört.
Wegen des Ukraine-Konflikts scheiterte der Verkauf zweier Kriegsschiffe von Frankreich an Russland. Nun springt Ägypten ein - und kauft gleich noch passende Hubschrauber aus Moskau dazu.
Die Mitarbeiter des Online-Versandhändlers Amazon streiken weiter, Aldi zettelt mit Napster einen Preiskampf bei Musik-Streaming an und Amerika und Kuba sprechen über die Normalisierung des Flugverkehrs.
Renaud Camus ist der Vordenker des Front National. Er selbst wird gemieden, doch seine Thesen werden immer salonfähiger. Denn Camus glaubt, dass Frankreich vor einem Identitäts- und Kulturverlust ohnegleichen steht.
Der französische Ministerpräsident bekräftigt die Entscheidung über den Einsatz der französischen Luftwaffe in Syrien. Eine Einigung mit dem syrischen Diktator schließt er aus.
Premierminister Valls will, dass die Unternehmen mehr Stellen schaffen. Dafür plant er eine Reform des Arbeitsrechts. Der Schutz der Beschäftigten soll bleiben. Dafür soll die Zahl der Flächentarife von 750 auf 100 sinken.
Frankreich will den Reaktor erst vom Netz nehmen, wenn ein neues Kraftwerk in Betrieb geht. Das kann jedoch noch dauern. Gegner warnen vor den Gefahren - vor allem nach Pannen in der Vergangenheit.
Für acht Millionen Franzosen soll die Einkommensteuer um zwei Milliarden Euro sinken. Der Staat will dafür sparen, doch der Präsident nennt keine Details.
Airbnb vermittelt in Paris so viele private Übernachtungen wie nirgendwo sonst. Nun führt das Unternehmen dort eine Tourismusabgabe ein. Im Gegensatz zu Uber will man mit den Behörden kooperieren.
Staatspräsident Hollande weist auf die anhaltende Terrorgefahr in Frankreich hin. Unterdessen wurde nun bekannt, dass der von Reisenden überwältigte Thalys-Angreifer kurz vor dem Besteigen des Zuges ein Dschihadisten-Video angeschaut haben soll.
Europa braucht endlich gemeinsame Regeln für Asyl und Abschiebung. Nirgends wird das klarer als in Calais. Dort ist der tägliche Ansturm von Flüchtlingen unerträglich geworden.
Die Reichen hauen ab: Das ist die Folge von Frankreichs Steuerpolitik. Doch der Präsident nimmt ihre Abwanderung hin.